Es ist mir eine Ehre, wieder einmal einen Gastbeitrag für Danas Blog verfassen zu dürfen.
Da sie an diesem Tag schon eher als mein Freund und ich unterwegs war und hauptsächlich mit dem Shoppen von Pokémon Karten beschäftigt war, will ich euch erzählen wie es uns „Jungs“ ergangen ist.
Der Tag beginnt etwas später, mit angezogener Handbremse, habe ich doch gestern Abend noch mit meinem Freund in einer lokalen Bar namens „Mr. Alcoholic“ (Google Maps Link) Ume-Boshi Sour genossen. Sowas kommt von sowas! Im Laden wird geraucht, das merkten wir schnell und mussten nach dem Genuss noch im Hotel-Onsen einkehren um den Gestank abzuwaschen. Auf dem Heimweg versuchten uns einige „Mamas“ in ihre Bars zu locken, und es wurden auch „Massagen“ angeboten. Nein, danke 🙂
Also gibt es am fortgeschrittenen Morgen ein herzhaftes Frühstück in einem taiwanesischen Schnellrestaurant „Sansyou Koufuku“ (Googel Maps Link) um die Ecke. Es gibt Taiwan Beef Noodles, das hebt die Laune und gibt Energie.
Trotz dem das Wetter regnerisch ist, machen wir uns auf den Weg zu einem schönen Park, genannt Rikugi-en (Google Maps Link). Das ist ein sehr schöner Garten aus der Edo Zeit in dem man die alte chinesisch-japanische Gartenbaukunst genießen kann. Durch den Regen sind wir fast alleine im Park und erkunden die Wege um den zentralen Teich. Es ist ein klassischer „Wandelgarten“ mit durchdachten Details und immer neuen Ausblicken. In der Mitte befindet sich ein Teehaus in dem heute zwei ältere Damen bitteren Matcha Tee mit süßen Wagashi anbieten. Kleine Origami gibt es noch als Geschenk zum mitnehmen. Ich genieße zum ersten Mal echten Matcha, und er kontrastiert hervorragend mit den traditionellen Süßigkeiten. Ein Moment der Ruhe unter dem Vordach des Teehauses der die Seele erfüllt. Der Regen geht sanft hernieder, der Blick schweift über den Teich… Frieden.






Doch dies braucht einen Kontrast, also machen wir uns auf den Weg um Dana zu treffen. Und was wäre ein besserer Kontrast zum wunderbar friedlichen Park als starke, dicke Männer, die unter Anfeuerungsrufen auf heiligem Boden um höchste Ehren kämpfen! Es ist Sumo Tournament in Tokyo! Im Ryōgoku Kokugikan (Google Maps Link) ist gute Laune und Unterhaltung für Götter und Menschen geboten. Mit Sake bewaffnet beobachten wir die Riten und Kämpfe der Sumo Ringer, es gibt viel Tamtam und Brimborium. Kurze und längere Kämpfe mit spannenden Situationen sind zu beobachten, es sind auch viele Fans da, die ihre Lieblinge feiern und anfeuern. Am Ende folgt der Yokozuna mit dem traditionellen „Bogen Tanz“ (Sumoforum). Es ist wieder ein tolles Erlebnis, ich erinnere mich auch gern an unsere erste Sumo Erfahrung in Fukuoka in 2022 (Teil 4.4 – Der letzte Tag in Fukuoka! (Herbst 2022)).



Die Veranstaltung endet und tausende Menschen verlassen friedlich die Halle, alle Bahnen sind voll, und es dauert etwas bis wir zurück in Akasaka sind. Dort geht es nochmal direkt ins Onsen. Das Abendessen ist danach traditioneller Nabe Eintopf im Akakara Izakaya (Google Maps Link) denn ich habe gehört, dass die Sumo Ringer ihre stattlichen Figuren unter anderem mit Nabe Eintopf geformt haben. Und es schmeckt vorzüglich!

