Aufführung einer Takarazuka Revue

Das traditionelle Theater in Japan heißt Kabuki und alle Rollen werden von Männern gespielt. Bei der Takarazuka Revue ist es genau anders herum, hier spielen alle Rollen die Frauen. Am 16.11.2014 hatten wir die Möglichkeit, dank unserer Universität, uns ein Stück anzuschauen (kostenlos). Der Name des Stück hieß „Gustav 3: A Battle by a Proud King“ und es war ein Mischung aus Schauspiel, Tanz und Gesang. Das ganze war natürlich auf Japanisch und ich habe kein Wort verstanden, aber durch diese Mischung war es definitiv nicht langweilig.

Es war ein sehr schönes Theater, aber für große Menschen nicht geeignet da null Beinfreiheit vorhanden war. Außerdem sollte man nicht aus der Reihe fallen da man ganz schnell belehrt wird. Einige Austauschstudenten haben ganz leise miteinander gesprochen, dass habe ich nicht einmal mitbekommen. Aber irgendwie die Theatermitarbeiterin, jedenfalls wurden die Studenten gleich ermahnt. Leider konnte ich während des Stückes keine Fotos machen da es verboten war. Danach bin ich noch mit ein paar Leuten was essen gegangen und dann war der Tag auch schon wieder vorbei ^^

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Unterwegs mit Freunden in Namba

Ich hänge etwas mit den Einträgen zurück, da mich die Uni doch zur Zeit ziemlich beansprucht. Aber genug davon heute geht es um den 15.11.2014. Ich hatte mich für den Abend mit meinen Nihongo Partnern in Osaka getroffen. Wir sind dann in den Stadtteil Namba gegangen, nach Aussage meiner Nihongo Partnern eines der bekanntes und meist besuchte Stadtteil in Osaka. Am Samstag Abend war es auch ziemlich voll und wir haben uns erst einmal eine kleine Lokalität gesucht, wo wir dann zu Abend gegessen hatten. Danach haben wir uns noch etwas die Läden angeschaut und ich habe mir dann noch was süßes gegönnt 😀

Zum Schluss hat uns Sakiko noch ihre Arbeitsstelle gezeigt,der Chef war richtig nett und hat uns noch mit Süßkram versorgt ^^

Namba 

Hauptspeise

Nachtisch

Teil 3 – Der letzte Tag in Hiroshima

Am Sonntag den 9.11.2014 musste ich mich schon von Hiroshima verabschieden. Bevor ich aber wieder zurück nach Kobe bin, habe ich mir noch ein schönes Frühstück gegönnt und mich dann auf dem Weg zum Hauptbahnhof gemacht. Leider war das Wetter an diesem Vormittag ziemlich miserabel um zu laufen, deshalb habe ich mir eine Taxi geleistet. Angekommen am Bahnhof wollte ich mich nicht gleich in den nächsten Zug setzen. Deshalb hatte ich mich entschlossen, mich auf den Weg zu ein paar Schreinen zu machen, trotz des Wetters. Bevor ich losgezogen bin hatte ich mir noch das Zugticket für die Rückfahrt gekauft und meine zwei Taschen in einen Spinnt eingeschlossen. Ausgerüstet mit meiner Kamera und mit meinem Regenschirm bin ich dann gestartet. Sah bestimmt lustig aus in einer Hand die Kamera und in der Hand den Regenschirm ^^

Die Schreine die ich zeige sind hauptsächlich Nachbildungen, da leider nach dem Atombomben Abwurf diese wertvollen Gebäude zerstört wurden (Die Atombombe hatte einen Radius von 3,5 Km). Ein Gebäude oder Relikt das ich auf meine Expedition gefunden habe, kann ich leider keinen Namen zu ordnen da ich keine Informationen dazu gefunden hatte.

Toshogu Schrein

Kinkoinari Schrein

Interessant an diesem Schrein war, nach einem bestimmten Abschnitt nur kleine Tore und mini Schreine kamen.

Namenlos

Also ich oben auf den Berg angekommen bin, wusste ich erst einmal nicht wo ich genau lang muss. Dann bin ich einfach einen Pfad langgelaufen und bin auf dieses Gebäude/Relikt gestossen.

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Danach habe ich mich auf den Rückweg gemacht, diesmal bin ich aber einen etwas besseren und sicheren Weg langgelaufen. Wie sollte es auch sein, als ich dann zum Hauptbahnhof zurückgelaufen bin hat es aufgehört zu regnen ^^ Ich habe mir dann noch eine Kleinigkeit zum Mittag gekauft und bin dann in den nächsten Shinkansen Richtung Kobe eingestiegen.

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Teil 2 – Unterwegs in Hiroshima

Nach einen ausgiebigen Frühstück und einen wunderschönen Ausblick, habe ich mich ziemlich früh aufgemacht zum Peace Park und zum Museum. Wie beim ersten Beitrag erwähnt ist der Park nur wenige Gehminuten entfernt. Als erstes gibt es eine Menge Fotos zum Park:

 Das Peace Museum

Leider wurde diesmal ein Teil des Museums renoviert, aber ich bin trotzdem rein gegangen und diesmal habe ich mir einen Audioguide ausgeliehen und mir mehr Zeitgenommen. Die Kosten hielten sich in Grenzen 50 Yen für den Eintritt und 300 Yen für den Audioguide (knapp 3 Euro).

Im Museum gab es sehr viele detaillierte Hintergrund Informationen wie es zum Krieg gekommen ist und welche Rolle Hiroshima hatte. Es war eine Stadt der gelehrten, aber auch ein wichtige Stadt für das Militär. An diesem Tag als die Atombombe abgeworfen wurde, haben sich sehr viele Kinder im Zentrum der Stadt aufgehalten um Feuerschneisen zu errichten. Die Atombombe traf genau das Zentrum und am schlimmsten traf es die Kinder. Viele Kinder verbrannten oder starben Tage später an ihren Verletzungen (da die Haut wie Wachs vom Körper flieste). Andere wurden nicht direkt vom Feuer getroffen sondern später vom schwarzen Regen oder die hohe Strahlung hat die Menschen erst Jahre danach Krank gemacht. Durch die Strahlung wurde das Erbgut von vielen Menschen geschädigt und viele Neugeborene kamen mit Missbildungen auf die Welt oder starben später an Blutkrebs.

Japan war zu diesem Zeitpunkt das Versuchskaninchen, um eine Waffe zu testen, die keiner genau einschätzen konnte. Ich möchte aber nicht Japan in Schutz nehmen, da Japan genauso seine Gräueltaten an Unschuldige aus anderen Länder und an ihrer eigenen Bevölkerungen ausgeübt hat (Die komplette Unterordnung an das Militär).

Daher kann ich viele Nationen nicht verstehen, die immer noch Atomwaffen besitzen und an dieser Technologie festhalten, da die Auswirkungen nach einem Abwurf sehr wohl bekannt sein sollten!

Hiroshima Castle

Nach einem kleinen Snack habe ich mich dann zum nächsten Punkt auf meiner To-Do Liste gemacht. Das Hiroshima Castle oder auch Karpfen Burg genannt wurde in den 1590er Jahren errichtet. Nach dem Atombomben Abwurf wurde diese Burg zerstört. 1958 wurde die Burg wieder aufgebaut und es befindet sich ein Museum über den 2. Weltkrieg in dieser Burg. Angrenzend ist noch ein Schrein, an diesem Tag fand eine Zeremonie statt und es gab eine Chrysanthemen Ausstellung (Die Blumen waren riesig). Ich habe mir aber nur die Gebäude angeschaut, da mir ein Museum am Tag doch reicht ^^

Garten Shukkein

Mein letzter Trip an diesem Tag war der Shukkein Garten, den habe mir ganz in Ruhe angeschaut und dann mal auch ein längere Paus gemacht, da sich mein Füße nicht so toll anfüllten nach dem ganzen Tag laufen. Ich musste hier auch ein Eintritt bezahlen, der war war vollkommen in Ordnung (Ich glaub es waren 3 Euro). Es war ein typisch Japanischer Garten, so wie man ihn kennt.

  Am Schluss des Tages oder besser gesagt am Abend, gab es dann noch einmal Okonomiyaki 😀

Teil 1 – Ankunft in Hiroshima

Am 7.11.2014 habe ich mich aufgemacht nach Hiroshima um dort das Wochenende zu verbringen. Zwar war ich schon mal 2009 dort aber ich wollte unbedingt noch einmal diese Stadt besuchen, weil sie für mich geschichtlich sehr interessant ist und weil ich dort das leckerste Okonomiyaki zu essen bekomme 🙂

Wie bewegt man sich am besten fort in Japan, man nimmt den Shinkansen. Er ist extrem schnell, pünktlich und sauber, was ich von der Deutschen Bahn nicht gerade behaupten kann. Zwar ist der Preis nicht unbedingt billig, aber auch nicht so teuer das ich mir das nicht leisten könnte und ich bin auch bereit etwas mehr Geld auszugeben wenn das komplett Paket stimmt ^^ Nach Hiroshima sind es ca. 250 Km und der Shinkansen brauchte dafür 1 Stunde und 12 Minuten. Dafür habe ich für Hin- und Rückfahrt 140 Euro bezahlt. Ich bin von dem Shinkansen Bahnhof von Kobe abgefahren, um dort hinzukommen war es gar nicht so weit vom Studentenwohnheim. Ich musste nur eine Station vom Nada Bahnhof aus fahren, zum Sannomiya Bahnhof und nur noch mal eine Station mit der U-Bahn.

Am Bahnhof Hiroshima angekommen musste ich mich erst einmal orientieren um zu schauen wie ich am besten zum Hotel komme. Da Hiroshima, wie ich finde nicht ganz so groß ist, habe ich mich mit meinen Gepäck zu Fuß auf zum Hotel gemacht.

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Nach dem Einchecken in das Hotel, habe ich mich erst einmal frisch gemacht und ausgeruht. Dann habe ich festgestellt das ich die Hälfte im Wohnheim vergessen habe (Ladegerät für die Kamera und Stromadapter für mein Laptop). Ich war froh das ich zwei Kameras dabei hatte an diesem Wochenende 😀 Da ich mich so wieso aufmachen wollte um etwas zu Essen, habe ich das ganze auch gleich damit verbunden ein Adapter für mein Laptop zu suchen (Mit Erfolg 😀 ).

Wenn ihr in Hiroshima seit müsst ihr unbedingt Okonomiyaki probieren 🙂

Danach habe ich mir noch ein Kaffee gekauft und mich dann noch auf dem Weg zum Peace Park gemacht. Ich kann nicht wirklich beschreiben, was ich fühle wenn ich so einen wichtigen Ort besuche. Ich bin auf der einen Seite schockiert das es so einen Ort überhaupt geben muss, damit meine ich das überhaupt eine Atombombe abgeworfen wurde und auf der anderen Seite finde ich diese Gedenkstätte so wichtig, damit dieses Ereignis sich nicht noch einmal wiederholt.

Der zweite Monate in Japan

Wieder ist ein Monat vergangen und es ist wieder eine Menge passiert 🙂

So langsam merke ich das der Herbst eingetroffen ist und ich mich deutlich wärmer anziehen muss, besonders Nachts haben wir schon Temperaturen von 6 Grad gehabt. Dafür erreicht das Thermostat am Tag, so Temperaturen von 12 bis 16 Grad. Hier hilft definitiv nur der Zwiebellook ^^

Universität:

Ich muss ganz ehrlich sagen, das ich ganz schön verwöhnt werde an dieser Universität. Die Ausstattung und wie die ganzen Räume und Toiletten gepflegt werden, dass kann man einfach nicht mit der HTW-Berlin vergleichen. Es gibt den ganzen Tag Leute die die Tafeln putzen und die Toiletten reinigen. Aber auch in den Räumen überall sind Fernseher, DVD Player, Mikrofone und Beamer mit extra Tafeln, hier gibt es spezielle Personen die sich ebenfalls rund um die Uhr damit beschäftigen. Das einzige was mich nervt sind die Klimaanlagen, da wäre mir eine normale Heizung lieber (Es ist entweder zu kalt oder zu heiß!).

Zur Zeit ist es ganz schön anstrengend da wir überall Arbeiten schreiben und weil leider die Kulturkurse zu kurz kommen, werde ich einen Kurs abwählen, da der Japanisch Kurs mehr Zeit in Anspruch nimmt als ich gedacht hätte. In dieser Woche ist es uns noch möglich Kurse abzuwählen, ich muss aber darauf achten das es nicht weniger als 10 Credits sind. Es wird wohl darauf hinauslaufen das ich mich von Religion/Tradition verabschieden werde. Sonst habe ich schon zwei Ergebnisse bekommen: Mein Kanji Arbeit ist richtig gut ausgefallen (90/100 Punkten) und die Grammatik Arbeit hätte deutlich besser sein können, aber ich habe schon wieder so dumme kleine Fehler gemacht. Das nervt mich richtig und von der Zeit habe ich nicht alles geschafft (80/150 Punkten).

Sonst kann ich sagen das mein Japanisch wieder ein Stückchen besser geworden ist und ich mich mit einfachen Sätzen verständigen kann. Und mein Englisch hat sich ebenfalls verbessert, darauf bin sehr stolz, könnte natürlich immer besser gehen. Aber ich bin ja noch eine ganze Weile hier ^^

Wohnheim:

Im Wohnheim läuft eigentlich alles super, aber ich merke schon das man die anderen deutlich weniger sieht wenn jeder verschiedene Kurse hat oder die Interessen anders gelagert sind. Aber trotzdem bleibt Zeit zum quatschen, zusammen Abendessen oder eine kleine Überraschung zu planen wenn jemand Geburtstag hat. Außerdem veranstaltet das Wohnheim eine Menge Events, leider überschneidet sich manche Veranstaltung mit anderen und ich kann nicht an allem teilnehmen. Morgen werde ich an einer Japanischen Highschool einen Vortrag halten über Deutschland, das wurde ebenfalls von unserem Wohnheim organisiert und es gibt einen kleinen Geldbetrag für den Aufwand ^^

Was mir auch aufgefallen ist, meine Mitbewohner auf meiner Etage werden doch langsam offener. Durch das Kochen (Ich habe Pfandkuchen gemacht) bin ich mit einer Chinesin ins Gespräch gekommen, die mich gefragt hat was ich dort koche und sie war total begeistert 😀

Sonstiges:

Mir fällt schon auf das Leute, die aus dem Ausland kommen eine Rarität sind und das merke ich fast jeden Tag wenn ich unterwegs bin. Ich werde angestarrt oder Zaghaft angesprochen wo ich dich herkomme. Manchmal fühle ich mich schon wie von einem anderen Planeten oder sogar ob ich eine andere Spezies bin ^^ Ich verstehe dadurch aber auch wie sich andere fühlen, die anders ausschauen und aus einem anderen Land kommen und in einem fremden Land leben müssen. Mich stört es nicht wirklich, aber durch das viele Bahn fahren und weil ich viel unterwegs bin beobachte ich schon die Menschen wie sie sich Verhalten. Am besten gefallen mir die älteren Leute die sind ziemlich offen und sehr herzlich. Komischerweise ist ihr Englisch besser als das der Jüngeren!

Zum Schluss noch, was sonst noch passier ist und was ich den noch so vor habe:

– In der nächsten Zeit kommt noch der Bericht über Hiroshima, den werde ich aber in zwei Teile splitten. Das letzte Wochenende hatte ich mich mit meinen Nihongo Partners zum Abendessen getroffen und dann war noch die Takarazuka Tour, da werden ebenfalls noch Berichte folgen.

– Diese Woche steht noch mal Kyoto auf den Plan, weil ich noch gerne die Laubfärbung fotografieren möchte.

– Dann ist mit meinem Geografiekurs ein Fieldtrip geplant, aber ich vergesse ständig den Namen des Ortes wo wir hinfahren (6. und 7. Dezember).

– In den Weihnachtsferien geht es auf nach Tokyo und Ende Januar wollte ich noch nach Okinawa. Außerdem habe ich mir ein Ryokan Mitte März für 3 Nächte gebucht um dort zu wandern und eventuell den Vulkan Aso zu besteigen, wenn den das Wetter und der Vulkan es zulässt!

So das wars schon wieder, bis zum nächsten Eintrag 😀