Der zehnte Monat

Die Universität ist seit dem 15. Juli 2015 für mich vorbei und die letzten Wochen waren doch noch einmal ziemlich stressig. Ich habe alle meine Essays geschafft und mich so gut wie möglich auf die Klausuren vorbereitet. Leider kann ich noch nicht sagen, ob ich die Kurse bestanden oder nicht bestanden habe. Außerdem gab es für uns Austauschstudenten eine schöne und kleine Abschlussfeier, mit einem sehr leckeren Essen und einem Unterhaltungsprogramm. Dann gab es für alle Studenten, die die Kwansai Universität verlassen, eine sehr schöne Mappe, mit einem Teilnehmerzertifikat.

Der Sommer hat in Japan eingezogen und es einfach nur heiß und schwül. Die Temperaturen liegen seit über zwei Wochen bei 30 oder mehr Grad. Die Nächte haben fast die gleichen Temperaturen wie am Tag, so ca. 26 bis 28 Grad. Also schlafen ohne Klimaanlage war für mich nicht mehr möglich, da ich mich sonst überhaupt nicht mehr erholt gefühlt hatte. Was kann ich noch zum Sommer sagen, ich habe gelesen dass die Zikaden die Vorboten des Sommers sind und einfach zu Jahreszeit gehören. Aber sie nerven einfach nur, ich höre die Zikaden schon am frühen Morgen bei geschlossenem Fenster. Am Tag werden sie etwas leiser, aber das solche Tiere so einen Krach machen können hatte ich nicht erwartet. Leider gehören zum Sommer auch die Taifune, zur Zeit ist der Taifun Nangka über Japan gefegt. Der Wind war dieses Mal nicht stark, aber dafür hat es von Donnerstag Nachmittag bis Samstag Morgen (16.7 bis 18.7) durchgängig geregnet. Das hat dazu geführt, dass sich die Erde in den Bergen aufgeweicht hat. Die Folgen sind, dass es zu Erdrutschen kommt. Der nächst Taifun ist schon unterwegs, der Name lautet Halola. Es steht aber noch nicht fest wo er am Ende genau landet.

Am Montag dem 20.7.2015 beginnt dann mein 8 tägiger Trip nach Matsumoto, Nagano und Tokyo. Ich hoffe, dass das Wetter einigermassen Stabil bleibt ^^ 

 

 

 

 

Auf in die ländliche Gegend Japans

Für mich und sieben andere Studenten des Geographie Kurses ging es am 13. Juni 2015 nach Ayabe. Ayabe liegt in der Präfektur Kyoto und das Dorf in dem wir eine Nacht im Hostel übernachtet hatten heisst Yamauchi. Es war wirklich die ländlichste und traditionellste Gegend Japans.

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Verabredet waren wir um 13 Uhr mit unseren Professor am Bahnhof Ayabe, aber erst einmal war es ein langer Fahrtweg bis zu unserem Ziel. Ich bin um ca. 9:30 Uhr vom Wohnheim losgegangen und bin zum Nada Bahnhof der JR-Linie gelaufen (Das waren nur wenige Minuten). Von der Nada Station bin ich dann erst einmal nach Amagasaki gefahren, dann musste ich umsteigen um nach Takarazuka zu kommen. Um 10:30 Uhr etwa bin ich in Takarazuka angekommen und hatte mich mit den anderen Studenten getroffen. Mit dem Zug um 10:46 Uhr sind wir dann alle zusammen weiter gefahren nach Sasayamaguchi, dann sind wir wieder umgestiegen in den Zug nach Fukuchiyama. In Fukuchiyama angekommen mussten wir ca. eine halbe Stunde warten um mit den nächsten Zug nach Ayabe zu fahren. Wir sind dann um ca. 13 Uhr in Ayabe angekommen und dort hat dann unser Professor auf uns gewartet. Außerdem wartete auf uns ein Shuttle Bus, der uns dann zum Hostel gefahren hat. Das war wirklich eine lange fahrt, aber auch die günstigste ca. 2600 Yen.

Als der Bus uns am Hostel abgesetzt hatte, wurde wir sehr freundlich von einer netten Frau begrüßt. Uns wurden die Zimmerschlüssel übergeben und unser Professor hat uns für den restlichen Samstag erste einmal Freizeit gegeben. Das haben wir genutzt um uns die Gegend anzuschauen und dann sind wir ins Onsen gegangen. Am Abend gab es dann ein sehr leckeres Abendessen. Als wir fertige mit dem Essen waren, sind wir dann nach draußen gegangen und ich habe das erste Mal in meinem Leben Glühwürmchen gesehen 😀 Danach konnten wir uns aussuchen ob wir zu unser Unterkunft gehen wollen oder ins Izakaya (Kneipe). Ich bin dann mit ins Izakaya gegangen, wo wir noch was getrunken und Karaoke gesungen hatten.

Der 14. Juni 2015 begann um 8 Uhr mit einem Frühstück, danach hat uns ein Bus abgeholt und hat uns in die Berge gefahren, zu ein sehr sehr kleinen Dorf. Das Dorf wenn ich mich recht erinnere hatte nur noch 4 oder 5 Einwohner, alles Frauen und um die 80 Jahre alt. Uns hat dann einer der Frauen noch etwas zu Essen mitgegeben 🙂 Die Dörfer die wir uns an diesem Tag angesehen hatten, symbolisierten sehr gut den Demographischen Wandel in Japan. Es leben hauptsächlich nur noch ältere oder sehr alte Menschen in den Dörfern. Es gibt kaum Infrastruktur, die Möglichkeit etwas einzukaufen oder etwas zu unternehmen z.B. Kino, Theater oder andere Freizeitaktivitäten. Außerdem sind die Winter extrem hart und die Häuser so gut wir gar nicht isoliert. Nicht wirklich attraktiv für Junge Leute, die es eher in die Städte zieht. Zum Schluss gab es dann noch Mittagessen (Soba) und dann hatten wir uns auf den Rückweg gemacht.

Meine Empfehlung ist, wer wirklich das ursprüngliche Japan sehen möchte, muss in die ländliche Gegend reisen 🙂

Der neunte Monat

Jetzt befinde ich mich schon im neunten Monat meines Japan Aufenthalts. Leider habe ich in letzter Zeit meinen Blog nicht ganz so gut gepflegt und aktualisiert. Da die Universität (Tests, Essay, Hausaufgaben usw.) und eine drei Wöchige Erkältung mir jede Motivation genommen hat. Leider sind meine Midterm Examen dementsprechend bescheiden ausgefallen, was mich einige Gespräche mit meinen Lehrern eingebracht hatten 😦 Deshalb bin ich gerade etwas genervt von der Uni, besonders da bald die Abschlussexamen beginnen und die Abgabe meines Essays in Geographie immer näher rückt.

Am Anfang des Monats kam dann noch ein wichtiges Meeting hinzu, dass sich mit der Rückkehr beschäftigt, das bedeutete wieder einmal Papierkram. Dazu kommt noch das ich bis zum 10. Juli 2015 mein Stipendium Abschlussbericht abgeben muss, da ich sonst mein Stipendium zurück zahlen muss, wenn ich den Bericht vergesse abzugeben. Außerdem muss ich dann mein Internet Vertrag und meine Japanische Krankenversicherung im Juli kündigen. Am 15. Juli 2015 ist dann unser letzter Tag in der Universität und die Studenten die dann nach Hause fliegen haben dann eine Abschlussfeier.

Ich werde dann nach Abschluss der Uni noch etwas reisen. Da mir im letzten Monat noch sehr viel vorgenommen habe, werden noch nach meiner Rückkehr (Anfang August) noch Blog Einträge folgen. Ich hoffe das ich in der nächsten Zeit gesundheitlich fit bleibe und keinen Rückfall bekomme. Ich mach mir deshalb sorgen, weil es jetzt sehr warm ist und das bedeutet Klimaanlagen Zeit. Manchmal bekomme ich ein regelrechten Kälteschock, da draußen um die 30 Grad herrschen und dann jemand die Klimaanlage auf 18 oder 20 Grad einstellt 😦 Aber ohne Klimaanlage kommen ich auch nicht mehr aus, das schwüle Wetter macht einen träge und demotiviert mich.

Noch kurz zum Abschluss des Beitrages wollte ich noch sagen das ich mich langsam auf zu Hause freue und damit der Beitrag noch einen positive Seite erhält gibt es noch ein paar Bilder die ich vor kurzem geschossen hatte 😀

Ausflug nach Kurama

Ein Ausflug nach Kurama den ich am 16. Mai 2015, mit einer Gruppe Austauschstudentin, gemacht hatte. Ich werde hauptsächlich Bilder zeigen, da die Anlage ziemlich Groß ist und ich mich leider nicht mehr an Details erinnere, das kommt davon wenn ich den Blog nicht regelmässiger aktualisiere ^^

Kurama liegt in Kyoto und der Fahrtweg von Kobe war mal wieder sehr lang. Mit dem Treffpunkt hatte es nicht ganz so geklappt wie es sollte, erst am Zielpunkt hatte ich mit einer Freundin die anderen getroffen. Lieber spät als gar nicht 🙂 Es hat sich trotzdem gelohnt, das Wetter war perfekt und es waren auch nicht so viele Touristen unterwegs. Was den Ausflug sehr angenehm gemacht hat 🙂

Trotzdem ein paar Informationen:

Mount Kurama (Kurama Yama) ist 570 m hoch. Der ganze Berg ist ein Jahrhundert alter Kraftplatz.  Auf dem Berg gibt es mehr als 20 Tempel/Schreine. Der Kurama Tempel (Haupt Tempel) wurde im Jahr 770 als Schutz für das nördliche Viertel der Kaiserstadt errichtet. Die original Gebäude wurden mehrfach durch Feuer zerstört. Das Hauptgebäude wurde zuletzt 1971 neu aufgebaut. Ursprünglich wurde der Tempel von der „Tendai“ Schule des Buddhismus betrieben, der auch Mikao Usui angehört hat. Seit 1949 ist Kurama das Zentrum der neu gegründeten „Kurama-Kokyo“ Schule.

Link: http://www.reikispirit.at/index.php?id=kurama

Bilder Kurama

Mount Maya

Der Ausflug ist schon ein bisschen her, genauer gesagt einen Monat ^^ Das war in der Zeit als die „Golden Week“ war. In dieser Woche gab es sehr viele Feiertag und die Japaner nehmen sich gerne in diesem Zeitraum noch ein paar Urlaubstage. Leider hatten wir nicht viel von diesen Feiertagen, genauer gesagt uns wurden zwei Tage gegönnt. In den zwei Tagen wollte ich nicht reisen, da ganz Japan unterwegs ist und es dann einfach keinen Spaß macht. Also habe ich mir gedacht, was könnte ich unternehmen ohne eine weite Strecke zurückzulegen? Mir ist dann eingefallen, das sich in meiner Nähe noch der Mount Maya befindet. Also bin ich am Nachmittag losgezogen und meine erste Station war die  Seilbahn und die Ropeway.

Oben angekommen hatte ich mich auf den Weg zum Tenjoji Tempel gemacht. Es war ein gute Idee zu diesem Tempel zu gehen, da an diesem Tag nicht so viel los war und es war sehr ruhig 🙂

Der Rückweg sah den etwas anders aus. Da die Schlange an der Railrope ziemlich lang war, bin ich zu Fuß bis zu Seilbahn runter gelaufen. Auf den Weg nach unten, hatte ich noch ein paar Ruinen von einem Tempel gesehen.

Der siebente & achte Monat

Ich werde mal zwei Monate  zusammenfassen, da nicht ganz soviel passiert ist. Aber zuerst, mir geht es sehr gut und fühle mich wirklich wohl. Es war bis jetzt eine sehr gute Entscheidung nach Japan zu gehen und besonders in Kobe (Oji-Koen) meine Unterkunft zu haben. Da es angenehm ruhig und doch sehr Zentral ist zu anderen wichtigen Orten zu kommen. Das Wetter hat von den Temperaturen sehr angezogen, bin gerade nur am Schwitzen und es ist noch kein Sommer ^^

Die Universität läuft gerade etwas schleppend, da ich das Gefühl habe mit Japanisch lernen nicht hinterher zu kommen, besonders das ständige Umformen und das Wechseln zwischen Höflichkeitsform und der Normalform macht mir ganz schön zu schaffen 😦 Zwar bekomme ich von meinen Japanischen Freunden gesagt das meine Japanisch schon besser geworden ist, aber ich bin mir da nicht so sicher ^^

Bei Geographie habe ich endlich ein Thema gefunden was mich interessiert, ich muss es aber noch vom Professor abnicken lassen ob es in Ordnung geht (Die wirtschaftliche Entwicklung Japans und die daraus entstandenen Umweltschäden). Was ist sonst noch passiert, ach ja ich bin jetzt in so einer Art Basketballverein und gehe einmal bis zweimal die Woche zum Training. Mir macht es sehr viel Spaß da ich viel in Kontakt mit Japanern komme und ich dadurch mehr sprechen muss. Die Japaner versuchen dann immer mit mir Englisch zu sprechen, was meistens nicht so gut gelingt. Aber die Verständigung klappt trotzdem. Sonst gehe ich noch 2 bis 3 Mal die Woche zum Fitness, um meine Kondition zu verbessern und vielleicht wieder mein Ausgangsgewicht zurück zu bekommen was ich vor Japan hatte ^^

Im Juni, wenn das Semester vorbei ist, habe ich mir eine kleine Reise zusammen gestellt. Werde von Kobe nach Matsumote fahren, von da aus geht es nach Nagano und zum Schluss ist noch einmal Tokyo auf dem Plan. Von Tokyo aus möchte ich Tagesausflüge machen z.B. nach Nikko oder Kumamoto 🙂

Mein erstes Baseballspiel (28.04.2015)

Da ich ein großer Sportfan bin konnte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Besonders da sehr gut Plätze für einen kleinen Preis (500 Yen) bekommen hatten. Mir hatte das Baseballspiel gut gefallen, wir hatten uns untereinander die Regel erklärt und dann war es einfach super. Außerdem hatten die Mädchen und Frauen ein Trikot der Buffalos geschenkt bekommen 🙂

Traditionelle Musik und Sake (17.05.2015) 

Von unserem Wohnheim wurde dieses kleine Event organisiert. Es handelte sich um traditionelle Musik und danach durfte wir unterschiedliche Sake Sorten probieren. Das Konzert dauerte ca. 90 min. und ich fand den Gesang des Mannes sehr beruhigend und entspannend 🙂

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