Teil 1.3 – Besichtigung des Yanaka Viertel und mehr (Sommer 2017)

Am 24.08.2017 sind wir in ein ganz bestimmtes Viertel von Tokyo mit Bahn gefahren. Dieses Viertel heißt „Yanaka“ und man fährt am besten mit der Bahn bis zur Nippori Station. In diesem Viertel befinden sich viele Tempel und es gibt einen sehr großen Friedhof. Besonders wer das alte Tokyo kennenlernen möchte ist hier genau richtig, da man auch ältere Gebäude aus Holz findet und diese an die Edo-Epoche erinnert.

Besucht hatten wir den Tennoji Tempel, den Friedhof und sind etwas durch das Viertel gelaufen. An diesem Tag war es sehr heiß und man hat sich wie ein gegrilltes Hünchen gefühlt, besonders als wir uns den Friedhof angeschaut haben. Hier gab es leider kaum Schatten. Leider hatten wir nicht ganz so viel Zeit, da wir noch ins Kabuki Theater gegangen sind (Mussten sog 14:15 Uhr da sein). Bevor wir uns zum Theater aufgemacht haben sind wir noch in ein kleines Restaurant gegangen, das Nudelsuppen angeboten hat. Geführt wurde das Restaurant von einem älteren Paar und die Nudelsuppe die Angeboten war sehr reichhaltig und lecker, dazu gab es noch Gioza.

Im Kabuki Theater angekommen hatten wir unsere reservierten Karten abgeholt und sind zu unseren Plätzen gegangen. Ich bin jetzt schon das zweite Mal in diesem Theater und war wieder beeindruckt über die Bühne, die Kostüme und die Akustik. Es war mitten in der Woche und Nachmittag und das Theater war komplett belegt.

Insgesamt war es nicht ein Theaterstück, sondern es waren zwei Theaterstücke. Das erste Theaterstück heißt „Shuzenji Monogatari“ was eher ein historisches Stück ist und das zweite heißt „Tokai Dochu Hizakurige – Kobikicho Nazotoki Banashi“ hatte auch einen historischen Bezug war aber auf lustig gemacht. Leider gab es dieses Mal keinen Audioguide, sondern nur ein Gerät wo der Text auf Englisch angezeigt wurde. Es war wirklich schwer gleichzeitig zu lesen und auf die Bühne zu schauen. Insgesamt waren wir ca. drei Stunden im Theater + Pause. Außerdem durften keine Fotos gemacht werden, dafür hatte ich mir das Programmheft gekauft, da sind ein paar Fotos als Erinnerung drinnen. Danach sind wir dann noch in ein kleines Cafe gegangen was ein schönes Ambiente hat. Da hatten wir uns für eine gewisse Zeit niedergelassen und haben Postkarten geschrieben und uns unterhalten was wir noch machen wollen.

Wir sind dann spontan zum Tokyo Skytree mit der Bahn gefahren. Hier haben wir uns was zu Essen besorgt (Takoyaki *lecker*), sind ins Pokemon Center gegangen 😀 und zur Aussichtsplattform hinauf gefahren. Auf der Aussichtsplattform hatte man eine wunderschöne Sicht auf Tokyo bei Nacht. Die ganzen Lichter die gefühlt überhaupt nicht aufgehört haben zu leuchten. Hier sieht man erst einmal wie groß Tokyo ist. Jetzt gibt es noch ein paar Bilder 🙂

Yanaka Viertel

Toky Skytree und mehr

Teil 1.2 – Shabu Shabu essen in Tokyo (Sommer 2017)

Shabu Shabu gehört zu meinem Lieblingsessen in Japan. In meinem Austauschjahr habe ich es zum ersten Mal gegessen und war begeistert. Es handelt sich, um eine japanisches Feuertopf Gericht. Im Topf befindet sich eine spezielle Brühe, diese wird erhitzt und danach werden verschiedene Zutaten wie Gemüse und dünn geschnittenes Fleisch hinzugegeben. Wenn die hinzugegebenen Zutaten erwärmt und durchgegart sind, werden sie mit einem kleinen Kescher hinausgeholt und in eine oder mehrere spezielle Saucen (z.B. Erdnusssauce) gedippt. Außerdem wird das Gericht am Tisch vom Gast selbst zubereitet.

Wir haben uns das Gericht in unserem Urlaub 2017 gegönnt. Eigentlich ist Shabu Shabu ein Wintergericht, aber wir haben es im Sommer gegessen. Bei der Hitze wären leichte Speisen besser gewesen, aber wenn man schon mal in Japan ist muss man sich unbedingt die traditionellen Gerichte gönnen. Bei der Planung habe ich nach einem Restaurant gesucht, was in der Nähe unseres Hotels in Asakusa ist. Ich wurde auch fündig und es war ein schönes, aber ein nicht so günstiges Erlebnis. Wir saßen traditionell auf den Boden und an einem speziellen Tisch. Der Tisch hatte in der Mitte ein Loch für den Topf, die Kocheinheit und den Gasanschluss. Als wir zu unseren Tisch geführt und uns gemütlich hingesetzt hatten, bekamen wir die Speisekarten von Bedienung gereicht und entschieden uns für das günstigste Menü (Beinhaltet Shabu Shabu, Vorspeise und Nachspeise). Getränke und zusätzlich Speisen mussten extra bezahlt werden.  Wenn ich mich noch richtig erinnere haben wir pro Person 8000 Yen + Getränke bezahlt. Das war wirklich nicht billig, dafür habe ich noch nie so ein zartes Rindfleisch gegessen, was einen auf der Zunge zerlaufen ist. Außerdem war die Bedienung sehr sehr gut und zum Schluss habe ich noch ein kleines Geschenk erhalten. Hier noch ein paar Bilder 😀

Teil 1.1 – First time in Tokyo-Shibuya (Sommer 2017)

Wie die Überschrift schon sagt, war ich zum aller erste Mal (22.08.2017) in Tokyo-Shibuya. In meiner ersten Reise 2009 und in meinem 10 monatigen Aufenthalt 2014/2015 in Japan habe ich es irgendwie nicht geschafft mir Shibuya anzuschauen. Warum will man überhaupt nach Shibuya? Das kann ganz verschiedene Gründe haben, einerseits besuchen Reisende Shibuya um shoppen zu gehen oder eins der vielen Restaurants/Cafes aufzusuchen. Die anderen wichtigen Gründe sind eine der größten Hauptkreuzung zu überqueren und zu sehen und sich einmal die Hunde-Statue „Hachiko“ anzusehen.

Für mich persönlich war es wichtig einmal die große Hauptkreuzung zu sehen und mit dem ganzen Menschenstrom diese zu überqueren. Ich habe zwar nie den Film gesehen, aber die Geschichte vom treuen Hund „Hachiko“ müsste fast jedem bekannt sein. Deshalb wollte ich sie mir unbedingt mal anschauen. Die Hunde-Statue ist außerdem ein beliebter Treffpunkt, um sich mit Freunde zu verabreden. Zum Abschluss noch ein paar Bilder und ein Video von Shibuya 😀

 

Kurze Ankündigung

Seit letztdem Wochende steht fest, dass wir am 19. März 2019 für drei Wochen nach Japan fliegen. Aber als erstes muss ich meine Masterarbeit schaffen 🙂 Das ist definitiv ein Ansporn und eine große Motivation meine Masterarbeit rechtzeitig fertig zu bekommen. Der Flug wird von Berlin-Tegel über Helsinki nach Japan-Osaka gehen. Die erste Zeit werden wir uns in der Kansai-Region (Osaka, Kobe usw.) aufhalten. Danach geht es nach Hiroshima, Shikoku und noch Mal ein paar Tage in die Kansai-Region.

Um die Vorfreude zu erhöhen dachte ich mir, dass ich aus dem letzten Japan-Urlaub 2017 noch ein paar Einträge schreiben werde. Besonders Orte und Sehenswürdigkeiten werden hier im Blog folgen die noch nicht in meinem Blog vorgekommen sind. Es wird aber keinen bestimmten Rhythmus geben, wann die Einträge eingestellt werden.

Jedenfalls freue ich mich auf die Reise im Frühjahr, besonders zu der Zeit werden die Kirschblüten aufblühen und  ich hoffe, dass ich wieder ein paar Freunde wiedersehe 😀

Kirschblüten Fotos aus meinen Austauschaufenthalts 2014/015

Global Study Programm – Universtiät Chiba

Das Global Study Programm (GSP) hat in diesem Jahr zum dritten Mal stattgefunden. Das Thema des dies jährigen GSP-2018 behandelt „Gardens and Horticulture in Urban Society“ und fand vom 15.09.2018 bis zum 28.09.2108 statt. Was hat der Eintrag mit Japan zu tun? Am 15.09.2018 kam eine Delegation von Japanischen Studenten und Betreuern von der Universität Chiba nach Dresden zur HTW-Dresden.

Ziel des Projektes war es Probleme zu erkennen und ein Lösungsansatz zu finden, um die Stadt Dresden/Sachsen grüner zu machen. Dafür wurden Fieldtrips in Dresden und Umgebung (Stadtmuseum, Botanischer Garten, Großer Garten, Pillnitz) und ein Tagesausflug nach Berlin (BrickBorn Farm „INFARM“, Tempelhofer Feld, Bundestag, Tiergarten) unternommen, um einerseits mehr Hintergrundwissen zu erlangen und für die Japaner die Kultur Deutschlands kennenzulernen.

Zu den meisten Fieldtrips gab es Gastredener (Professoren/Mitarbeitern von anderen Universitäten) und Professoren von der HTW-Dresden die über bestimmte Themen einen Vortrag gehalten haben. Des Weiteren wurden die einzelnen Teammitglieder (Deutsche und Japanische Studenten) in Gruppen eingeteilt. Meistens war das Verhältnis ein Deutscher Student und vier Japanische Studenten. Es gab aber auch andere Verältnisse 2/3 oder 1/3.

Botanischer Garten

Pillnitz

Berlin

Mein Fazit zu diesem Projekt: Auf einer Seite hat sehr viel Spaß gemacht sich mit den Japanern auszutauschen und meine Erfahrungen aus meinem Austausch einzubringen. Auch das Kennenlernen anderer Studenten aus anderen Fakultäten hat das Projekt bereichert.

Auf der anderen Seite war das Projekt zu kurz und an manchen Tagen zu vollgestopft. Darunter hat meiner Meinung die Konzentration und die Produktivität der Studenten gelitten. Ein weiteres Problem, manche Japaner sind schüchter und kommen nicht aus sich heraus, aber auch das Problem das Japaner nicht richtig diskutieren können und in manchen Dingen sehr unselbstständig sind macht es nicht einfacher. Des Weiteren darf man die sprachlichen Hürden nicht vergessen, die viele Dinge erschweren.

Dennoch kann ich das Projekt empfhelen, da man lernt auf internationalen Ebene zu arbeiten und auf die andere Kultur einzugehen 🙂

Todesstrafe in Japan

In meinem letzten Blog-Eintrag habe ich mitgeteilt, das ab und zu noch ein Blog-Eintrag kommen kann 🙂

Wenn ich über Japan nachdenke fallen mir beim ersten Gedanken nur positive Aspekte ein (Leckeres Essen, respektvolles miteinander im Alltag, Videospiele, Mangas usw.). Beim gestrigen Abendessen kam eher ein negativer Aspekt über Japan auf, nämlich das Thema „Todesstrafe in Japan“. Dieses Thema wird meiner Meinung sehr gerne vergessen und sollte dennoch diskutiert werden.

Der Ursprung der Todesstrafe reicht bis ins 4. Jahrhundert zurück. Durch den steigenden Einfluss aus China wurde ein Strafsystem geschaffen. Dieses Strafsystem beinhaltet auch die Todesstrafe.  Die Ausübung der Todesstrafe nahm erst in der Kamakura-Periode zu und wurde das erset Mal im Jahr 1871 reformiert. Die letzte Reformation der Todesstrafe wurde 1945 vollzogen und beinhaltet den Tod durch den Strang.

Link: https://www.japandigest.de/aktuelles/kolumne/todesstrafe-in-japan/

Der Anwendungsbereich der Todesstrafe wird hauptsächlich bei Mord, Straftaten mit Todesfolge oder verbrechen gegen den Staat verhängt. Dabei müssen bestimmte Kriterien berücksichtigt werden: Bei der Straftat wurden mehrere Personen getötet, der Mord war besonders grausam, der Mörder zeigt Reue oder die Familie des Opfers verzeiht ihm. Des Weiteren gibt es weitere Ausnahmen: Die Person ist zur Tatzeit unter 18 Jahren alt, ist schwanger oder weißt eine psychische Krankheit auf. Bei den zwei letzten Ausnahmen wird  das Todesurteil nachträglich vollhängt.

Die Bedingungen im Todestrakt sind hart und demütigend z.B. werden die Gefangenen in Einzelhaft gehalten, während des ganzen Tages müssen sie in der derselben Position verharren, dürfen nicht nach ihren Bedürfnissen schlafen, sich nicht mit anderen Inhaftieren unterhalten oder sich nicht beschäftigen (Bücher lesen oder fernsehen) usw. Des Weiteren beträgt die durchschnittliche Wartezeit 6 Jahre, aber viele Inhaftierte sitzen bis zu 50 Jahre im Todestrakt.

Vollzogen wird die Hinrichtung durch den Strang. Erst am Tag der Hinrichtung wird dem Gefangenen bescheid gegeben. Familienangehörige und Anwälte des Verurteilten bekommen im Vorfeld keine Informationen über die angeordnete Hinrichtung. Durch die lange Wartezeit entstehen bei den Gefangenen psychische Krankheiten. Besonders wenn eine Person zu Unrecht im Todestrakt sitzt z.B. Hakamada Iwao wurde 1968 zu Unrecht verurteilt und 2014 aus der Haft entlassen. Das Oberste-Gericht hat 2018 die neuen Beweise nicht zu gelassen und damit auch die Freilassung aufgehoben.

Weitere Entwicklung:

„Anfang Oktober 2016 hat sich der Bund der japanischen Anwaltskammern erstmals klar gegen die Todesstrafe positioniert. Die Anwalt-Vereinigung fordert von der Regierung, eine lebenslange Haftstrafe einzuführen und damit die Todesstrafe bis 2020 zu ersetzen. Der Verband der Rechtsanwälte erinnerte daran, das Japan eine der niedrigsten Mordraten der Welt aufweist und insofern keine Notwendigkeit für die Todesstrafe besteht. Als weitere Begründung wurden auch das Risiko von Fehlurteilen und das Fehlen von Beweisen angeführt, dass die Todesstrafe Verbrechen reduziert.“

Link: http://www.amnesty-todesstrafe.de/files/reader_todesstrafe-in-japan.pdf

Zum Abschluss:

Für mich persönlich ist das Thema „Todesstrafe“ ein schwieriges und emotionales Thema. Besonders wenn Menschen unschuldig inhaftiert und im Todestrakt sitzen. Neben Japan sind die USA, die einzigen G7/G8 Staaten, die die Todesstrafe noch praktizieren. Persönlich tendiere eher zur Abschaffung der Todesstrafe (DAS IST ABER NUR MEINE MEINUNG!)

Japan ist dennoch ein spannendes und faszinierendes Land, aber es sollte nicht vergessen werden, dass jedes Land Vorteile und Nachteile hat. Es gibt „KEIN PERFEKTES LAND“ auf dieser Welt!