Teil 1.1 – First time in Tokyo-Shibuya (Sommer 2017)

Wie die Überschrift schon sagt, war ich zum aller erste Mal (22.08.2017) in Tokyo-Shibuya. In meiner ersten Reise 2009 und in meinem 10 monatigen Aufenthalt 2014/2015 in Japan habe ich es irgendwie nicht geschafft mir Shibuya anzuschauen. Warum will man überhaupt nach Shibuya? Das kann ganz verschiedene Gründe haben, einerseits besuchen Reisende Shibuya um shoppen zu gehen oder eins der vielen Restaurants/Cafes aufzusuchen. Die anderen wichtigen Gründe sind eine der größten Hauptkreuzung zu überqueren und zu sehen und sich einmal die Hunde-Statue „Hachiko“ anzusehen.

Für mich persönlich war es wichtig einmal die große Hauptkreuzung zu sehen und mit dem ganzen Menschenstrom diese zu überqueren. Ich habe zwar nie den Film gesehen, aber die Geschichte vom treuen Hund „Hachiko“ müsste fast jedem bekannt sein. Deshalb wollte ich sie mir unbedingt mal anschauen. Die Hunde-Statue ist außerdem ein beliebter Treffpunkt, um sich mit Freunde zu verabreden. Zum Abschluss noch ein paar Bilder und ein Video von Shibuya 😀

 

Kurze Ankündigung

Seit letztdem Wochende steht fest, dass wir am 19. März 2019 für drei Wochen nach Japan fliegen. Aber als erstes muss ich meine Masterarbeit schaffen 🙂 Das ist definitiv ein Ansporn und eine große Motivation meine Masterarbeit rechtzeitig fertig zu bekommen. Der Flug wird von Berlin-Tegel über Helsinki nach Japan-Osaka gehen. Die erste Zeit werden wir uns in der Kansai-Region (Osaka, Kobe usw.) aufhalten. Danach geht es nach Hiroshima, Shikoku und noch Mal ein paar Tage in die Kansai-Region.

Um die Vorfreude zu erhöhen dachte ich mir, dass ich aus dem letzten Japan-Urlaub 2017 noch ein paar Einträge schreiben werde. Besonders Orte und Sehenswürdigkeiten werden hier im Blog folgen die noch nicht in meinem Blog vorgekommen sind. Es wird aber keinen bestimmten Rhythmus geben, wann die Einträge eingestellt werden.

Jedenfalls freue ich mich auf die Reise im Frühjahr, besonders zu der Zeit werden die Kirschblüten aufblühen und  ich hoffe, dass ich wieder ein paar Freunde wiedersehe 😀

Kirschblüten Fotos aus meinen Austauschaufenthalts 2014/015

Global Study Programm – Universtiät Chiba

Das Global Study Programm (GSP) hat in diesem Jahr zum dritten Mal stattgefunden. Das Thema des dies jährigen GSP-2018 behandelt „Gardens and Horticulture in Urban Society“ und fand vom 15.09.2018 bis zum 28.09.2108 statt. Was hat der Eintrag mit Japan zu tun? Am 15.09.2018 kam eine Delegation von Japanischen Studenten und Betreuern von der Universität Chiba nach Dresden zur HTW-Dresden.

Ziel des Projektes war es Probleme zu erkennen und ein Lösungsansatz zu finden, um die Stadt Dresden/Sachsen grüner zu machen. Dafür wurden Fieldtrips in Dresden und Umgebung (Stadtmuseum, Botanischer Garten, Großer Garten, Pillnitz) und ein Tagesausflug nach Berlin (BrickBorn Farm „INFARM“, Tempelhofer Feld, Bundestag, Tiergarten) unternommen, um einerseits mehr Hintergrundwissen zu erlangen und für die Japaner die Kultur Deutschlands kennenzulernen.

Zu den meisten Fieldtrips gab es Gastredener (Professoren/Mitarbeitern von anderen Universitäten) und Professoren von der HTW-Dresden die über bestimmte Themen einen Vortrag gehalten haben. Des Weiteren wurden die einzelnen Teammitglieder (Deutsche und Japanische Studenten) in Gruppen eingeteilt. Meistens war das Verhältnis ein Deutscher Student und vier Japanische Studenten. Es gab aber auch andere Verältnisse 2/3 oder 1/3.

Botanischer Garten

Pillnitz

Berlin

Mein Fazit zu diesem Projekt: Auf einer Seite hat sehr viel Spaß gemacht sich mit den Japanern auszutauschen und meine Erfahrungen aus meinem Austausch einzubringen. Auch das Kennenlernen anderer Studenten aus anderen Fakultäten hat das Projekt bereichert.

Auf der anderen Seite war das Projekt zu kurz und an manchen Tagen zu vollgestopft. Darunter hat meiner Meinung die Konzentration und die Produktivität der Studenten gelitten. Ein weiteres Problem, manche Japaner sind schüchter und kommen nicht aus sich heraus, aber auch das Problem das Japaner nicht richtig diskutieren können und in manchen Dingen sehr unselbstständig sind macht es nicht einfacher. Des Weiteren darf man die sprachlichen Hürden nicht vergessen, die viele Dinge erschweren.

Dennoch kann ich das Projekt empfhelen, da man lernt auf internationalen Ebene zu arbeiten und auf die andere Kultur einzugehen 🙂

Todesstrafe in Japan

In meinem letzten Blog-Eintrag habe ich mitgeteilt, das ab und zu noch ein Blog-Eintrag kommen kann 🙂

Wenn ich über Japan nachdenke fallen mir beim ersten Gedanken nur positive Aspekte ein (Leckeres Essen, respektvolles miteinander im Alltag, Videospiele, Mangas usw.). Beim gestrigen Abendessen kam eher ein negativer Aspekt über Japan auf, nämlich das Thema „Todesstrafe in Japan“. Dieses Thema wird meiner Meinung sehr gerne vergessen und sollte dennoch diskutiert werden.

Der Ursprung der Todesstrafe reicht bis ins 4. Jahrhundert zurück. Durch den steigenden Einfluss aus China wurde ein Strafsystem geschaffen. Dieses Strafsystem beinhaltet auch die Todesstrafe.  Die Ausübung der Todesstrafe nahm erst in der Kamakura-Periode zu und wurde das erset Mal im Jahr 1871 reformiert. Die letzte Reformation der Todesstrafe wurde 1945 vollzogen und beinhaltet den Tod durch den Strang.

Link: https://www.japandigest.de/aktuelles/kolumne/todesstrafe-in-japan/

Der Anwendungsbereich der Todesstrafe wird hauptsächlich bei Mord, Straftaten mit Todesfolge oder verbrechen gegen den Staat verhängt. Dabei müssen bestimmte Kriterien berücksichtigt werden: Bei der Straftat wurden mehrere Personen getötet, der Mord war besonders grausam, der Mörder zeigt Reue oder die Familie des Opfers verzeiht ihm. Des Weiteren gibt es weitere Ausnahmen: Die Person ist zur Tatzeit unter 18 Jahren alt, ist schwanger oder weißt eine psychische Krankheit auf. Bei den zwei letzten Ausnahmen wird  das Todesurteil nachträglich vollhängt.

Die Bedingungen im Todestrakt sind hart und demütigend z.B. werden die Gefangenen in Einzelhaft gehalten, während des ganzen Tages müssen sie in der derselben Position verharren, dürfen nicht nach ihren Bedürfnissen schlafen, sich nicht mit anderen Inhaftieren unterhalten oder sich nicht beschäftigen (Bücher lesen oder fernsehen) usw. Des Weiteren beträgt die durchschnittliche Wartezeit 6 Jahre, aber viele Inhaftierte sitzen bis zu 50 Jahre im Todestrakt.

Vollzogen wird die Hinrichtung durch den Strang. Erst am Tag der Hinrichtung wird dem Gefangenen bescheid gegeben. Familienangehörige und Anwälte des Verurteilten bekommen im Vorfeld keine Informationen über die angeordnete Hinrichtung. Durch die lange Wartezeit entstehen bei den Gefangenen psychische Krankheiten. Besonders wenn eine Person zu Unrecht im Todestrakt sitzt z.B. Hakamada Iwao wurde 1968 zu Unrecht verurteilt und 2014 aus der Haft entlassen. Das Oberste-Gericht hat 2018 die neuen Beweise nicht zu gelassen und damit auch die Freilassung aufgehoben.

Weitere Entwicklung:

„Anfang Oktober 2016 hat sich der Bund der japanischen Anwaltskammern erstmals klar gegen die Todesstrafe positioniert. Die Anwalt-Vereinigung fordert von der Regierung, eine lebenslange Haftstrafe einzuführen und damit die Todesstrafe bis 2020 zu ersetzen. Der Verband der Rechtsanwälte erinnerte daran, das Japan eine der niedrigsten Mordraten der Welt aufweist und insofern keine Notwendigkeit für die Todesstrafe besteht. Als weitere Begründung wurden auch das Risiko von Fehlurteilen und das Fehlen von Beweisen angeführt, dass die Todesstrafe Verbrechen reduziert.“

Link: http://www.amnesty-todesstrafe.de/files/reader_todesstrafe-in-japan.pdf

Zum Abschluss:

Für mich persönlich ist das Thema „Todesstrafe“ ein schwieriges und emotionales Thema. Besonders wenn Menschen unschuldig inhaftiert und im Todestrakt sitzen. Neben Japan sind die USA, die einzigen G7/G8 Staaten, die die Todesstrafe noch praktizieren. Persönlich tendiere eher zur Abschaffung der Todesstrafe (DAS IST ABER NUR MEINE MEINUNG!)

Japan ist dennoch ein spannendes und faszinierendes Land, aber es sollte nicht vergessen werden, dass jedes Land Vorteile und Nachteile hat. Es gibt „KEIN PERFEKTES LAND“ auf dieser Welt!

 

 

 

Zurück in Deutschland

Am 4. August 2015 bin ich wieder in Deutschland (Berlin) gelandet. Ich habe mich sehr gefreut meine Familie wieder zu sehen, aber ich brauchte auch Zeit mich wieder in Deutschland einzuleben. Besonders die ersten Tage waren sehr anstrengend: Ich musste mich erinnern nicht mehr japanisch zu reden oder mich nicht mehr zu verbeugen. Wieder mit der S-Bahn fahren in Berlin war und bleibt nervig, die S-Bahn kam gleich mal zu spät, es ist laut und es ist nicht gerade sauber in den Bahnen. Auch in Berlin selber sind die Menschen deutlich lauter, unfreundlicher und im Gegensatz zu Japan unorganisiert. Der Dreck auf den Straßen und die Graffitis in Berlin wurden einem erst so richtig bewusst als ich wieder zurück in meiner Heimat war. Berlin ist schon ein extremes Beispiel, aber ich wäre wirklich aus den Gründen sofort wieder in ein Flugzeug gestiegen und zurück nach Japan geflogen.

Aber die Zeit ist auch vergangen, ich habe meine Freunde wieder gesehen, mich wieder in mein Hochschultaltag eingelebt und meinen Bachelorabschluss gemacht. Auch sind viele Situationen deutlich leichter zu händeln gewesen, da Deutschland doch in bestimmten Situationen flexibler ist 😀

Ich wollte auch noch mal Danke sagen, zu Menschen die mir es mir ermöglicht haben nach Japan zu gehen. Besonders großen Dank an meine Familie, Freunde und Bekannte die mich während der Vorbereitungszeit auf, während und danach unterstützt haben. Ein weiterer Dank geht an meine Austauschkoordinatorin, meinen Professoren der HTW-Berlin (Fakultät Umweltinformatik) und den Mitarbeitern der Kwansei Gakuin Universität, die mir meine Fragen jederzeit beantwortet haben und ohne diese Menschen wäre ich nicht nach Japan gegangen 🙂

Jetzt ist schon eine lange Zeit vergangen, ich mache gerade meinen Master in Dresden (Geoinformatik) und befinde mich in einer neuen Beziehung. Mit meinem Freund war ich wieder im August/September 2017 für drei Wochen in Japan und es war einfach schön neue und bekannte Orte wieder sehen. Das leckere Essen zu genießen und Freunde wieder zu treffen 😀

In der nächsten Zeit habe ich wieder die Gelegenheit mit Japan in Kontakt zu kommen. Da es ein Projekt mit Universität Chiba gibt. Im September kommt eine Delegation nach Dresden 🙂 Ab und zu lerne ich ein bisschen japanisch und genieße ich im japanischen Restaurant „Yukito“ ein sehr leckeres Sushi und andere japanische Spezialitäten. Leider gibt es keine Ramen Suppe oder Okonomiyaki in Dresden, das vermisse irgendwie schon ^^

Ansonsten gibt es nichts mehr über mein Austauschjahr zu sagen, außer dass ich sehr froh bin diese Erfahrungen (positive und negative) gemacht zu haben. Der Blog ist damit eigentlich abgeschlossen, aber ich hätte schon noch Lust ab und zu etwas über Japan zu schreiben 😀

Letzter Ausflug in Japan zum Koyasan

Dieser Eintrag kommt sehr sehr sehr spät, aber ich hatte wieder Lust etwas über Japan zu schreiben. Mein Ausflug nach Koyasan war am 3. August 2015 und dieser Ausflug war dann auch mein letzter.

Ich bin wieder mal sehr früh gestartet, da der Weg von Osaka nach Koysan etwas über eineinhalb Stunden gedauert hat. Gestartet bin ich von der Station Kitahama, dann bin ich umgestiegen an der Tengachaya Station in den „Limited Express Koya“ und zum Schluss musste ich noch umsteigen an der Gokurakubashi Station  in die „Cable Car“. Angekommen an der Koyasan Station hatte ich den Bus genommen, um in den Ort (Koya) zu gelangen, danach war ich zu Fuß unterwegs.

Zu aller erst hatte ich mir ein Restaurant gesucht, das auf dem Weg zum meinem ersten Tagespunkt auf meiner Besichtigungsliste lag. Im Restaurant hatte ich Yakisoba gegessen, was sehr sehr lecker war und zum Schluss hatte ich mich noch mit der Inhaberin auf japanisch unterhalten. Es war zwar nur Smaltalk, aber ich war sehr glücklich, dass die Lernerei geholfen hat und was hängen geblieben ist ^^

Nach dem Essen bin ich dann weiter zu einem riesengroßen buddhistischen Friedhof gelaufen. Dieser lag in einem Wald, es war sehr ruhig, es lag eine mystische Atmosphäre in der Luft und durch die Berge war es auch angenehm kühl. Am Ende des Friedhofs liegt ein Mausoleum des Koboto Daishi. Koboto Daishi war der Gründer der religiösen Gemeinschaft in Koya. Das einzige was mich etwas gewundert hatte waren die Hinweisschilder, die ich am Anfang nicht deuten konnte. Es handelte sich aber um ein Insekt (Tier), das von den Bäumen fällt und die gleiche Eigenschaften hat wie Blutegel oder es waren sogar Blutegel. Gesehen hatte ich keine, aber ich war froh mein Basecap zu tragen 😀

Danach bin ich weiter, um noch mehr Tempel und Schreine anzuschauen. Leider weiß ich nicht mehr wie die ganzen Gebäude heißen. Hier sind aber einige Bilder 🙂

Auf den Rückweg haben mir ganz schön die Füße wehgetan, am besten wäre es ein Fahrrad zu haben oder in einen der vielen Tempel o. Schreine für ein paar Nächte zu übernachten. Ich bin dann mit dem Bust zur Koyasan Station gefahren und von da aus ging es zurück in mein Hotel in Osaka. Zum Abschluss bin ich dann noch mal Okonomiyaki essen gewesen, bevor es dann am 4. August 2015 zurück nach Deutschland ging.