5.5 – Himeji Burg im Abendrot (Herbst 2022)

Willkommen zu einem weiteren Gastbeitrag von mir in Danas Japan Blog. Ich hoffe, Euch gefällt der neue Artikel.

Am Freitag, dem 18. November 2022 trennt sich unsere Reisegruppe mal wieder da verschiedene Interessen bedient werden wollen. Ich reise mit meinem Freund nach Himeji, wir wollen uns diese berühmte Burg ansehen. Soll ja ganz nett sein…

Wie immer ist die Reise mit der japanischen Eisenbahn einfach und schnell. Himeji ist von Osaka in ca. einer Stunde zu erreichen, wenn man zum Beispiel den „Tokaido-Sanyo Special Rapid“ nimmt. Schneller wird es nur mit dem Shinkansen, aber der fährt nicht ab Osaka Station, wo unsere Unterkunft nahe des Umeda Sky Building ist (Teil 5.1 – Treffen mit Mai in Osaka (Sommer 2017)), sondern vom Bahnhof Shin-Osaka. Da muss man auch erst einmal mit einem Local Service hinfahren.

Himeji ist eine mittelgroße Stadt (Wikipedia – Himeji), in etwa so groß wie meine Heimat Dresden.  Hier ist man genauso stolz auf die historische Bausubstanz wie bei uns. Zwar ist die Stadt zu großen Teilen so modern wie andere japanische Städte auch, aber die weiße Burg ist hervorstechend, absolut nicht zu übersehen. Bereits vom Bahnhof aus ist sie zu sehen.

 

Doch wer die Burg erobern will, muss gut gegessen haben. Gleich am Bahnhof essen wir bei „St. Marc“, einer japanischen Kaffeekette, einen sogenannten „addictive Hot Dog“ und lauschen einem jungen Paar, das auf der Freifläche vor dem Café japanische Schlager singt. Dabei reichen sie sich ihr Baby hin und her, je nachdem wer gerade den „großen Auftritt“ hat.

So gestärkt laufen wir die Otemae Dori hinauf. Die Burg ist in der Ferne zu sehen. Aber wir gehen nicht direkt zum Haupteingang, sondern nach rechts. Dort befindet sich der Himeji Gokoku Schrein, hier ist es ruhig und friedlich, es ist Zeit um Omamori und Goshuin (Teil 1.1.1 – Meiji Schrein „Herbstfest“ (Herbst 2022)) zu kaufen.

Durch den Shiromidai Park gehen wir zum Westeingang der Burg, vorbei am kleinen Himeji City Zoo. Der Zugang zum Burggelände erfolgt über eine Brücke und das ehemalige Tor Kisai-Mon.

Zwar kaufen wir Tickets für die Burg und den Garten, aber noch wissen wir nicht, dass wir den Garten zeitlich nicht schaffen werden. Zuerst besuchen wir die Wehrganganlage im Westen, in den Gemäuern waren früher auch die Kammern der Damen untergebracht. Alles ist hervorragend instandgesetzt, es grenzt an ein Wunder, dass diese Burg heute noch zu besichtigen ist, hat sie doch als eine von nur zwölf Burgen, die amerikanischen Brandbomben im zweiten Weltkrieg überlebt. Und das, obwohl die Burg primär aus Holz besteht.

Es gibt einiges an Ausstellungsstücken zu sehen, auch im Hauptturm. Interessanterweise ist in der obersten Etage ein Shinto Schrein untergebracht. Der Blick von oben ist wunderbar, und man kann auch gut die „Shachihoko“ aus der Nähe sehen. Mystische Figuren in Form eines Fisches, die vor Feuer schützen sollen (Japanliebe – Shachi-Shachihoko).

Diese Burg ist nachhaltig beeindruckend, ein Modell des inneren Holzstützgerüsts ist ausgestellt. Es zeigt wie elaboriert die Bauweise ist. Kein Wunder, daß hier bekannte Filme wie „Shogun“, „Ran“, „Last Samurai“ und „James Bond“ gedreht wurden.

 

Die Zeit vergeht wie im Fluge und wir werden als einige der letzten Besucher hinaus gebeten. Uns empfängt ein wunderbares Abendrot, das die weiße Burg einfärbt. Ein erhabener Anblick.

 

Nun haben wir auch etwas Hunger und gehen ins Viertel „Uomachi“, hier gibt es einige nette Restaurants. In einem sehr kleinen Restaurant mit vielleicht 5 bis 7 Sitzplätzen sind wir so zeitig die einzigen Kunden und bestellen Curry Udon und Sake. In Japan wird bei Bestellung einer Curry Udon Suppe üblicherweise ein Lätzchen ausgegeben, da das Schlürfen dieser Suppe helle Bekleidung nachhaltig einfärben kann.

 

Auf dem Rückweg im Tokaido Sanyo Rapid ist es sehr voll, hier hätten wir doch besser den Shinkansen genommen. Aber wir kommen natürlich sicher und pünktlich an.

Den Abend lassen wir zu dritt im koreanischen Barbecue Restaurant 炭火焼肉 一 獲 Charcoal Grilled Yakiniku Ikki im Bezirk Fukushima ausklingen (https://maps.app.goo.gl/qERNNfvbcndE8bem8). Mit leckerem, gegrillem Wagyu und scharfer Yukgaejang Suppe. Dazu Nama Bier und Shochu. Leider ist Dana nicht dabei, da es ihr nicht so gut geht. Sie ist bis heute neidisch auf das leckere Essen.

 

Morgen geht es nach Tokyo, also geht es zeitiger ins Bett.

Ein Kommentar zu “5.5 – Himeji Burg im Abendrot (Herbst 2022)

  1. Wunderschön! Früher war ich in der nähe von Himeji, aber ich habe noch nie in dieser Gebäude von Burg. (Nur im Sannomal-Hiroba-Park war ich)
    Im Dezember wollten wir eigentlich Himeji-Burg besuchen, leider ist da an den Tagen geschlossen.
    Nächstes mal hätte ich gerne.
    Wie lang hat es gedauert im Burg anzuschauen?

    Ja Shinkaisoku- Rapid-Zug fahrt sehr schnell, maximal 130 km pro Stunde.

    Schönes Wochenende!

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