Am 1. April 2019 sind wir mit dem Zug auf die Insel Shikoku gefahren. Shikoku ist die kleinste der vier Hauptinseln. Sie ist bekannt für den buddhistischen Pilgerweg „Henro“. Dieser Pilgerweg umfasst 88 Tempel, die der Pilger besuchen sollte. Wir wollten auf der Insel nicht pilgern gehen, sondern das ländliche Japan zur Kirschblütenzeit kennenlernen. Besonders weil die Insel nicht überlaufen ist von Touristen. Um die Insel zu erkunden, hatten wir uns ein Auto gemietet. Da der öffentliche Nahverkehr nicht so gut ausgebaut ist wie auf der Hauptinsel „Honshu“.
Gestartet sind wir mit dem Shinkansen von Hiroshima nach Okayama. Hier verbindet die Seto-Oohashi Brücke, die Hauptinseln Honshu mit Shikoku. In Okayama nahmen wir dann einen Limit-Expresszug zur Haltestelle „Kan-Onji“. Hier gibt in der Nähe des Bahnhofs eine Autovermietung von Toyota. Der Vorteil von Toyota ist, dass wir alles von der Reservierung bis zur Abholung des Autos auf Englisch erledigen konnten. Voraussetzung zum Mieten eines Autos in Japan ist eine Übersetzung des deutschen Führerscheins. Auf der Seite von Wanderweib.de findet ihr eine gute Anleitung.




Bei vier Personen hatten wir uns ein größeres Auto gemietet, da wir viel Gepäck zu transportieren hatten. Die ersten Meter mit Auto waren definitiv herausfordernd. Es herrscht nämlich Linksverkehr in Japan und wir hatten ein Automatikauto. An der Unterkunft (Region Mitoyo) angekommen, wurden wir herzlich vom unserem Gastgeber begrüßt. Gemietet hatten wir ein traditionelles japanisches Haus. Ein wunderschönes Haus mit Schiebetüren, Tatamimatten, Holzschnitzereien und einem japanischen Garten. Anfang April kann es noch kalt sein, besonders in der Nacht. Deshalb sollte man wärmere Kleidung (Zwiebellook) dabei haben, da traditionelle japanische Häuser schlecht isoliert sind. In der Nacht hatten wir unter unseren Futons noch einen Heizteppich, damit es kuschelig warm in der Nacht ist.


Es war noch recht früh am Tag, als wir an unserer Unterkunft angekommen sind. Deshalb sind wir mit dem Auto zum Berg Asahi gefahren. Dieser Ort wurde uns von unserem Gastgeber empfohlen, da es ein schöner Kirschblütenspot sein soll. Wir wurden nicht enttäuscht. Es gab einen Garten mit vielen Kirschblütenbäumen, ein Schloss und ein Shinto-Schrein zu erkunden. Zudem war es hier nicht überlaufen, da hauptsächlich Einheimische den Ort besuchen.













Danach sind wir Richtung Chichibugahama Strand gefahren, aber zuerst gab es eine Udon Suppe. Auf Shikoku ist es noch einmal schwieriger mit dem Japanisch, dennoch haben wir was zu essen bekommen. Wir sind gerade rechtzeitig am Strand angekommen, da die Sonne langsam unterging. Es war etwas windig und kühl. Dennoch setzten wir uns mit einem Kaffee auf die Terrasse des Cafés und schauten uns den Sonnenuntergang an.
Zum Abschluss des Tages sind wir noch zum Supermarkt gefahren. Hier kauften wir ein paar Lebensmittel für das Frühstück, Snacks und Getränke für das abendliche Vergnügen. Zudem gab es noch leckeres Sushi.
Ich bin nicht ganz unschuldig am schwierigen start mit dem Auto. Nutzte ich doch die Bremse als Kupplung. Alle haben viel und heftig genickt! Automatik mit Steuer rechts. Irgendwann geht’s dann…
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