Teil 1 – Ankunft in Hiroshima

Am 7.11.2014 habe ich mich aufgemacht nach Hiroshima um dort das Wochenende zu verbringen. Zwar war ich schon mal 2009 dort aber ich wollte unbedingt noch einmal diese Stadt besuchen, weil sie für mich geschichtlich sehr interessant ist und weil ich dort das leckerste Okonomiyaki zu essen bekomme 🙂

Wie bewegt man sich am besten fort in Japan, man nimmt den Shinkansen. Er ist extrem schnell, pünktlich und sauber, was ich von der Deutschen Bahn nicht gerade behaupten kann. Zwar ist der Preis nicht unbedingt billig, aber auch nicht so teuer das ich mir das nicht leisten könnte und ich bin auch bereit etwas mehr Geld auszugeben wenn das komplett Paket stimmt ^^ Nach Hiroshima sind es ca. 250 Km und der Shinkansen brauchte dafür 1 Stunde und 12 Minuten. Dafür habe ich für Hin- und Rückfahrt 140 Euro bezahlt. Ich bin von dem Shinkansen Bahnhof von Kobe abgefahren, um dort hinzukommen war es gar nicht so weit vom Studentenwohnheim. Ich musste nur eine Station vom Nada Bahnhof aus fahren, zum Sannomiya Bahnhof und nur noch mal eine Station mit der U-Bahn.

Am Bahnhof Hiroshima angekommen musste ich mich erst einmal orientieren um zu schauen wie ich am besten zum Hotel komme. Da Hiroshima, wie ich finde nicht ganz so groß ist, habe ich mich mit meinen Gepäck zu Fuß auf zum Hotel gemacht.

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Nach dem Einchecken in das Hotel, habe ich mich erst einmal frisch gemacht und ausgeruht. Dann habe ich festgestellt das ich die Hälfte im Wohnheim vergessen habe (Ladegerät für die Kamera und Stromadapter für mein Laptop). Ich war froh das ich zwei Kameras dabei hatte an diesem Wochenende 😀 Da ich mich so wieso aufmachen wollte um etwas zu Essen, habe ich das ganze auch gleich damit verbunden ein Adapter für mein Laptop zu suchen (Mit Erfolg 😀 ).

Wenn ihr in Hiroshima seit müsst ihr unbedingt Okonomiyaki probieren 🙂

Danach habe ich mir noch ein Kaffee gekauft und mich dann noch auf dem Weg zum Peace Park gemacht. Ich kann nicht wirklich beschreiben, was ich fühle wenn ich so einen wichtigen Ort besuche. Ich bin auf der einen Seite schockiert das es so einen Ort überhaupt geben muss, damit meine ich das überhaupt eine Atombombe abgeworfen wurde und auf der anderen Seite finde ich diese Gedenkstätte so wichtig, damit dieses Ereignis sich nicht noch einmal wiederholt.

Tag der Kultur (Bunka no Hi)

„Bunka no Hi“ bedeutet Tag der Kultur und findet jedes Jahr am 3. November eines Jahres in Japan statt. Das bedeutete für mich ein freier Tag. Aber ich hatte so wieso frei, da an unserer Universität das Mondfestival statt fand 😀

Den Tag habe ich dann für einen Ausflug nach Kyoto genutzt. Diesmal war ich aber nicht allein unterwegs, sondern wir waren so circa 13 Leute,wenn ich mich noch richtig erinnern kann. Diesmal hat es mich und die anderen nach Kyoto verschlagen, für mich war es nicht das erste mal das ich in Kyoto war. 2009 war meine erste Reise nach Japan und da war natürlich Kyoto Pflicht. An diesem Tag stand der Kaiserpalast der Öffentlichkeit frei zu Verfügung. Der Kaiserpalast öffnet seine Pforten nur zwei mal im Jahr und sonst muss jeder sich vorher anmelden wenn man den Palast besichtigen möchte. An diesem Tag bedeutete das auch, dass ziemlich viele Menschen unterwegs waren, es hat trotzdem viel Spaß gemacht und ich fand es sehr spannend 🙂 Natürlich war das nicht das einzige was wir an diesem Tag besichtigt haben. Nach dem Kaiserpalast sind wir dann noch zum Goldenen Pavillion gefahren.

Aber erst einmal zum Anfang, wir haben uns am Montag um 9 Uhr am Bahnhof Juso getroffen uns sind dann in den Zug Richtung Kyoto gefahren, mit Hankyo Line. Als wir dann in Kyoto angekommen sind, haben wir dann unseren persönlichen Sightseeing Guide kennengelernt. Das war der Freund eines Japaners der auch an der Kwansai studiert und der mit uns befreundet ist und der auch an diesem Tag dabei war. Er hat für uns im Voraus eine Tagesfahrkarte für den Bus besorgt für 500 Yen (ca. 3,50€).

Kyoto Kaiserpalast

Der Palast und die Gartenanlage waren wunderschön, hier ein paar Bilder 🙂

Information über den Palast: http://de.wikipedia.org/wiki/Kinkaku-ji

Goldener Pavillion – Kinkaku

Nach dem Besuch des Kaiserpalastes sind wir dann weiter gegangen zum nächsten wichtigen Punkt auf unserer Tagesordnung, wir sind dann mit dem nächsten Bus Richtung Goldener Pavillion gefahren. Der Pavillion besteht aus drei Etagen und zwei davon sind mit Blattgold überzogen und es gibt hier ebenfalls einen wunderschönen Park. Leider war die Herbstlaub Färbung noch nicht so soweit fortgeschritten.

Informationen über den Goldenen Pavillion: http://de.wikipedia.org/wiki/Kinkaku-ji

Wir haben uns nach dem Besuch des Pavillion erst einmal gestärkt, den Nachtisch (Softeis mit „Grünem Tee Geschmack“) gab es zu erst und dann die Hauptspeise (Udon Hühner Suppe). Danach hat sich die Gruppe aufgespalten, da ich ziemlich müde war und  es ziemlich schnell dunkel in Japan wird, hat sich der Besuch der anderen Attraktion für mich nicht mehr gelohnt. Ich habe mich dann auf dem Heimweg gemacht ^^

Mit Sakiko auf dem Unifestival

Die Kwansai Gakuin Universität veranstaltet jährlich das Mond Festival (das hängt mit dem Logo der Unversität zusammen). Vom 30.10.14  bis zum 4.11.14 wurde dieses Festival veranstaltet und das bedeutete für mich das ich am 31.10 und 3.11 keine Uni hatte. Ich habe mich natürlich auf dem Fest blicken lassen (am 31.10.14), schon deshalb weil eine meiner Nihongo Partner (Hono-san) in einer Band als Drummer spielt und das musste mir natürlich anschauen 😀

Danach bin ich dann mit Sakiko-san etwas auf dem Campus rumgelaufen und es gab wirklich Unmengen an Essen, besonders auf Deutsche Wiener stehen die Japaner. Viele Stände haben Hotdogs angeboten, aber auch traditonelle Gerichte und Süßspeisen wurden für einen schmalen Taler angeboten. Die Stände wurden von den Clubs/AGs geleitet, für die Clubs war das eine Art Werbung für neue Mitglieder und wahrscheinlich auch für die Aufbesserung der Clubkasse.

Wir haben dann noch ein paar andere Austauschstudenten getroffen und haben ein bisschen gequatscht. Zum Schluss habe ich mir noch einen Traditionellen Tanz angeschaut mit Sakiko-san und danach haben wir uns auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Leider hat das Wetter nicht wirklich gepasst, zwar hat es nicht geregnet aber es hat ein nicht gerade in freudige Stimmung versetzt ^^

Traditioneller Tanz

Besuch des Nationalparks Minoo

Da der Herbst vor der Tür steht, verschlägt es mich immer mehr in die Natur Japans um mir die wunderschöne Herbstfärbung anzuschauen. Leider gibt es noch nicht so viel zu sehen, nur einzelne Bäume haben schon angefangen sich zu verfärben (Geht erst richtig im November los 😀 ). Ich hatte mich trotzdem am Dienstag den 21.10.2014 aufgemacht nach Minoo einem Nationalpark mit einem wunderschönen Wasserfall. Der Nationalpark liegt etwas außerhalb Osakas und ich brauchte eine gute Stunde mit dem Zug dort hin. Ein Problem hatte ich mein Knie hat langsam angefangen zu streiken, bei der Wandertour zum Rokko Mountain war es schon sehr grenzwertig. Aber wer mich kennt, weiß das ich solange damit rumlaufe bis erst mal gar nichts mehr geht. Nach diesem Trip war es den auch so weit, ich konnte kein Sport mehr machen und laufen war echt eine Qual. Nach gut zwei Wochen ist es etwas besser, da ich mir eine Salbe und eine Bandage geholt hatte.

Aber das nur am Rande und jetzt zu den schönen Seiten ^^ Am Bahnhof Minoo angekommen, hatte ich erst einmal geschaut wo ich den genau hin muss, aber der Weg zum Wasserfall war sehr einfach und betrug ca. 2,6 Kilometer. Bis zum Wasserfall, gab es wirklich eine Menge zu sehen und ich bin extra Vormittag losgegangen, da nicht so viele Menschen unterwegs sind. Also auch mehr Zeit zum Fotografieren.

Zu sehen gab es traditionelle Häuser, dann einen wunderschönen Schrein und ein Gottesanbeterin die Fotoscheu ist. Da sie sich immer weggedreht hat wenn ich sie fotografieren wollte ^^ Den einfacheren Weg konnte ich nicht begehen da dort Bauarbeiten stattfanden und ich musste einen etwas beschwerlicheren Weg begehen. Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt auch etwas komisch, ohne Jacke zu kalt und mit Jacke dann wieder zu warm, zu mindestens beim laufen. Meine Brille ist sogar beschlagen beim Wandern ^^

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Am Ziel angekommen hatte ich erstmal eine Pause gemacht und mein Proviant aufgegessen. Ich saß dann noch eine ganze Weile am Wasserfall und habe es einfach genossen. Den Rückweg empfand ich als wesentlich angenehmer und ich war da auch nicht so kaputt. Es gibt auch noch andere Wanderrouten, die dann weiter die Berge hinaufgehen und es ist sehr wahrscheinlich das man auf Affen trifft. Mir ist leider keiner über den Weg gelaufen 🙂

Halloween Party

Ja, auch hier ist Halloween ein Thema. Es wird sogar der gleiche Wirbel gemacht wie bei uns zu Weihnachten. Die Läden dekorieren schon Wochen vorher ihre Geschäfte, haben extra Produkte nur für Halloween (Extra Süßkram, Kostüme…). Es gibt dann eine Woche überall irgendwelche Parties. Ich bin natürlich auch zu einer Party gegangen, nämlich die die in unserem Studentenwohnheim veranstaltet wurde. Es war auch nicht unbedingt Pflicht ein Kostüm zu tragen, was mir zu gute kam da ich kein Kostüm gefunden habe für das ich Geld ausgegeben hätte ^^

Die Party hat definitiv spaß gemacht, auch wenn sie nicht lange ging. Die anderen die noch weiter feiern wollten sind dann einfach weiter gezogen. Es war einfach schön wieder die ganzen Leute zu sehen die ich nicht jeden Tag über den Weg laufe und mit denen ich mich dann einfach mal wieder austauschen und quatschen kann 😀

Was ich natürlich nicht vergessen darf, es gab wieder reichlich zu Essen (Pizza, Sushi, Kuchen, Süßkram…) und zu Trinken. Nur die Alkoholischen Getränke waren limitiert, das hat der Stimmung überhaupt nicht geschadet und die Leute waren richtig gut am Feiern 😀

 

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Auf zum Berg „Rokko“

In Kobe befinden sich eine Menge Berge und diese laden regelrecht dazu ein sie zu erklimmen. Am Sonntag den 19.10.14, habe ich es endlich mal geschafft einen dieser Berge zu besteigen. Es war aber noch nicht sicher ob ich es an diesem Wochenende klappt da mich Tage davor eine Erkältung erwischt hatte. Als ich dann am Sonntag aufgewacht war ging es mir schon wesentlich besser und das Wetter hat regelrecht dazu eingeladen rauszugehen. Ein Problem was ich jetzt auch habe was ziehe ich bei diesem Wetter an. An manchen Tagen ist es kühl, besonders am Morgen und am Nachmittag ist es wieder ziemlich warm (um die 20-22 Grad). Da ich mich auf zu einem Berg machte habe ich mich vorsichtshalber wärmer angezogen um nicht wieder Krank zu werden. Das war gewissermassen ein Fehler, es war so warm (26 Grad) das mir das Wasser runtergelaufen ist ^^ Außerdem hatte ich mir ein paar Tage davor ein kleines Reisestativ gekauft und wollte es gleich mal ausprobieren 🙂

Grün-> Weg zum Cable Car Gelb-> Weg zur Aussichtsplattform Orange-> Weg zurück

Grün-> Weg zum Cable Car
Gelb-> Weg zur Aussichtsplattform
Orange-> Weg zurück

Als erstes bin ich mit der Bahn zur Rokko Station gefahren, dass war nur eine Station. Meine erste Etappe war die Rokko Cable Station (Seilbahn) und ich bin geschätzte 30 min. steil Berg auf gelaufen. Aber es hat sich definitiv gelohnt zu laufen da ich eine Menge gesehen habe, was ich definitiv nicht gesehen hätte wenn ich mit Bus gefahren wäre.

 An der Rokko Cable Station habe ich mir dann erst einmal ein Ticket für 1000 Yen gekauft, das beinhaltete das ich mit der Seilbahn rauf und wieder runter fahren kann. Auf dem Berg angekommen konnte ich mich entscheiden ob ich mit den Bus fahre oder laufe. Ich habe mich natürlich für das laufen entschieden, da es eindeutig schönere Variante war. Besonders hatte ich beim laufen einen guten und schönen Überblick über Kobe 😀

Ich habe glaube ich über eine Stunde gebraucht um zu dem bestimmten Aussichtspunkt zu kommen und als ich dort angekommen bin war ich dann erst einmal nicht zu gebrauchen. Nach einer kleinen Stärkung leider nur Kaffee und kleine Waffeln, da ich mir leider nichts zu Essen mitgenommen habe.

Eingangshalle Rokko Cable Station

 Weg zur Aussichtsplattform

Aussichtsplattform

Der Rückweg

Der Rückweg war jetzt nicht wirklich problematisch und wenn meine Kanji Kenntnisse um das 1000 fache besser wären hätte ich mich nicht das eine Mal verlaufen. Ich brauchte auch hier wieder über eine Stunde bis zum Ausgangspunkt. Auf dem Rückweg waren schon die ersten Anzeichen der Herbstfärbung der Bäume zu sehen. Wieder unten an der Rokko Cable Station angekommen, habe ich diesmal den Bus genommen, weil ich tierischen Hunger hatte und ziemlich müde war 😀

Es war wirklich ein schöner Ausflug besonders die Bergluft hat gut getan.