Der dritte Monat in Japan „Weihnachten“

In den letzten Tagen war es doch ziemlich stressig, da wichtige Termine vor Weihnachten eingehalten werden mussten für die Semesternoten. Da war das Essay für Geographie (Vergleich zwischen Geothermal Energie u. Atomenergie) und die Präsentation in Moderne Umweltprobleme in Japan (Elektroschrott in Japan u. wie entsteht Elektroschrott). Aber jetzt sind Weihnachtsferien bis zum 5.01.2015 und deshalb kann ich jetzt etwas entspannen und für mich geht es erst einmal am 25. Dezember nach Tokyo 😀

Bevor ich mit meinen Artikel Anfange möchte ich allen die diesen Artikel lesen oder meinen Blog verfolgt haben „Ich wünsche euch ein schönes, ruhiges und entspanntes Weihnachtsfest 😀 

Weihnachten in Japan

In Japan gibt es ca. 1 Prozent Christen, aber die Vorweihnachtszeit unterscheidet sich nicht viel von der Deutschen. Geschäfte werden Dekoriert und mit Weihnachtsmusik seit Mitte November beschallt. Es läuft dann auch wirklich nur Weihnachtsmusik in den Japanischen Geschäften. Es ist natürlich eine wichtige Einnahmequelle für die Unternehmen, deshalb ist es egal in welchen Land man sich befindet.  Einen Deutschen Weihnachtsmarkt gibt es in Osaka, da bekommt man alles was es auch in Deutschland angeboten wird (Bratwurst, Glühwein und Süßkram). Natürlich gibt es die typischen Weihnachtsfeiern, mit gutem Essen und guter Unterhaltung. Darauf konnte ich dann nicht verzichten 😀 Wesentliche Unterschiede gibt es dann doch, es eher ein Tag für Pärchen, das Weihnachtsmenü sieht anders aus (Weihnachtskuchen und Hühnchen von Kentucky Fried Chicken) und Weihnachten beschränkt sich nur auf den 24. Dezember. Am nächsten Tag ist der Spuk vorbei. Der Neujahreswechsel ist in Japan viel Bedeutungsvoller als Weihnachten das kommt dann im zweiten Teil 🙂

Japanische-Weihnachtstorte

Klassischer Weihnachtskuchen mit Erdbeeren

Ein paar Artikel zu Weihnachten in Japan:

http://www.goethe.de/ins/jp/de/lp/kul/mag/umw/10313704.html

http://asienspiegel.ch/2009/12/weihnachten-im-fastfood-restaurant/

Halten eines Vortrages in einer japanischen Highschool

Bei diesem kulturellen Austausch ging es um das präsentieren seines Heimatlandes auf Englisch. Damit die Japanischen Schüler einerseits ihr Englisch verbessern und etwas über die anderen Länder erfahren. Das hat am 18.11.2014 stattgefunden und die Highschool befand sich in Kobe, aber ich habe leider den Namen der Schule vergessen. Es war gar nicht so einfach sein eigenes Land vorzustellen, besonders da wir auf ein sehr einfaches Englisch achten sollten und ich konnte es nicht lassen die Deutsche Politik zu erklären. Was auch für mich nicht ganz einfach war ^^

Wir haben den Nachmittag dann in der Highschool verbracht und uns wurden dann immer kleine Gruppen zu gewiesen. Meinen Vortrag habe ich dann zwei mal gehalten und die Schüler mussten uns dann auf Englisch fragen stellen. Manche konnten schon recht gut Englisch, andere wiederum haben es zu mindestens versucht und wieder andere hatte ich vom Gefühl her kein Interesse oder waren zu schüchtern. Für den Tag bekamen wir dann etwas Geld (4300 Yen) und habe mich dann noch mit den Austauschstudenten in kleines Restaurant gesetzt und etwas zu Abend gegessen.

 

Aufführung einer Takarazuka Revue

Das traditionelle Theater in Japan heißt Kabuki und alle Rollen werden von Männern gespielt. Bei der Takarazuka Revue ist es genau anders herum, hier spielen alle Rollen die Frauen. Am 16.11.2014 hatten wir die Möglichkeit, dank unserer Universität, uns ein Stück anzuschauen (kostenlos). Der Name des Stück hieß „Gustav 3: A Battle by a Proud King“ und es war ein Mischung aus Schauspiel, Tanz und Gesang. Das ganze war natürlich auf Japanisch und ich habe kein Wort verstanden, aber durch diese Mischung war es definitiv nicht langweilig.

Es war ein sehr schönes Theater, aber für große Menschen nicht geeignet da null Beinfreiheit vorhanden war. Außerdem sollte man nicht aus der Reihe fallen da man ganz schnell belehrt wird. Einige Austauschstudenten haben ganz leise miteinander gesprochen, dass habe ich nicht einmal mitbekommen. Aber irgendwie die Theatermitarbeiterin, jedenfalls wurden die Studenten gleich ermahnt. Leider konnte ich während des Stückes keine Fotos machen da es verboten war. Danach bin ich noch mit ein paar Leuten was essen gegangen und dann war der Tag auch schon wieder vorbei ^^

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Unterwegs mit Freunden in Namba

Ich hänge etwas mit den Einträgen zurück, da mich die Uni doch zur Zeit ziemlich beansprucht. Aber genug davon heute geht es um den 15.11.2014. Ich hatte mich für den Abend mit meinen Nihongo Partnern in Osaka getroffen. Wir sind dann in den Stadtteil Namba gegangen, nach Aussage meiner Nihongo Partnern eines der bekanntes und meist besuchte Stadtteil in Osaka. Am Samstag Abend war es auch ziemlich voll und wir haben uns erst einmal eine kleine Lokalität gesucht, wo wir dann zu Abend gegessen hatten. Danach haben wir uns noch etwas die Läden angeschaut und ich habe mir dann noch was süßes gegönnt 😀

Zum Schluss hat uns Sakiko noch ihre Arbeitsstelle gezeigt,der Chef war richtig nett und hat uns noch mit Süßkram versorgt ^^

Namba 

Hauptspeise

Nachtisch

Teil 3 – Der letzte Tag in Hiroshima

Am Sonntag den 9.11.2014 musste ich mich schon von Hiroshima verabschieden. Bevor ich aber wieder zurück nach Kobe bin, habe ich mir noch ein schönes Frühstück gegönnt und mich dann auf dem Weg zum Hauptbahnhof gemacht. Leider war das Wetter an diesem Vormittag ziemlich miserabel um zu laufen, deshalb habe ich mir eine Taxi geleistet. Angekommen am Bahnhof wollte ich mich nicht gleich in den nächsten Zug setzen. Deshalb hatte ich mich entschlossen, mich auf den Weg zu ein paar Schreinen zu machen, trotz des Wetters. Bevor ich losgezogen bin hatte ich mir noch das Zugticket für die Rückfahrt gekauft und meine zwei Taschen in einen Spinnt eingeschlossen. Ausgerüstet mit meiner Kamera und mit meinem Regenschirm bin ich dann gestartet. Sah bestimmt lustig aus in einer Hand die Kamera und in der Hand den Regenschirm ^^

Die Schreine die ich zeige sind hauptsächlich Nachbildungen, da leider nach dem Atombomben Abwurf diese wertvollen Gebäude zerstört wurden (Die Atombombe hatte einen Radius von 3,5 Km). Ein Gebäude oder Relikt das ich auf meine Expedition gefunden habe, kann ich leider keinen Namen zu ordnen da ich keine Informationen dazu gefunden hatte.

Toshogu Schrein

Kinkoinari Schrein

Interessant an diesem Schrein war, nach einem bestimmten Abschnitt nur kleine Tore und mini Schreine kamen.

Namenlos

Also ich oben auf den Berg angekommen bin, wusste ich erst einmal nicht wo ich genau lang muss. Dann bin ich einfach einen Pfad langgelaufen und bin auf dieses Gebäude/Relikt gestossen.

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Danach habe ich mich auf den Rückweg gemacht, diesmal bin ich aber einen etwas besseren und sicheren Weg langgelaufen. Wie sollte es auch sein, als ich dann zum Hauptbahnhof zurückgelaufen bin hat es aufgehört zu regnen ^^ Ich habe mir dann noch eine Kleinigkeit zum Mittag gekauft und bin dann in den nächsten Shinkansen Richtung Kobe eingestiegen.

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Teil 2 – Unterwegs in Hiroshima

Nach einen ausgiebigen Frühstück und einen wunderschönen Ausblick, habe ich mich ziemlich früh aufgemacht zum Peace Park und zum Museum. Wie beim ersten Beitrag erwähnt ist der Park nur wenige Gehminuten entfernt. Als erstes gibt es eine Menge Fotos zum Park:

 Das Peace Museum

Leider wurde diesmal ein Teil des Museums renoviert, aber ich bin trotzdem rein gegangen und diesmal habe ich mir einen Audioguide ausgeliehen und mir mehr Zeitgenommen. Die Kosten hielten sich in Grenzen 50 Yen für den Eintritt und 300 Yen für den Audioguide (knapp 3 Euro).

Im Museum gab es sehr viele detaillierte Hintergrund Informationen wie es zum Krieg gekommen ist und welche Rolle Hiroshima hatte. Es war eine Stadt der gelehrten, aber auch ein wichtige Stadt für das Militär. An diesem Tag als die Atombombe abgeworfen wurde, haben sich sehr viele Kinder im Zentrum der Stadt aufgehalten um Feuerschneisen zu errichten. Die Atombombe traf genau das Zentrum und am schlimmsten traf es die Kinder. Viele Kinder verbrannten oder starben Tage später an ihren Verletzungen (da die Haut wie Wachs vom Körper flieste). Andere wurden nicht direkt vom Feuer getroffen sondern später vom schwarzen Regen oder die hohe Strahlung hat die Menschen erst Jahre danach Krank gemacht. Durch die Strahlung wurde das Erbgut von vielen Menschen geschädigt und viele Neugeborene kamen mit Missbildungen auf die Welt oder starben später an Blutkrebs.

Japan war zu diesem Zeitpunkt das Versuchskaninchen, um eine Waffe zu testen, die keiner genau einschätzen konnte. Ich möchte aber nicht Japan in Schutz nehmen, da Japan genauso seine Gräueltaten an Unschuldige aus anderen Länder und an ihrer eigenen Bevölkerungen ausgeübt hat (Die komplette Unterordnung an das Militär).

Daher kann ich viele Nationen nicht verstehen, die immer noch Atomwaffen besitzen und an dieser Technologie festhalten, da die Auswirkungen nach einem Abwurf sehr wohl bekannt sein sollten!

Hiroshima Castle

Nach einem kleinen Snack habe ich mich dann zum nächsten Punkt auf meiner To-Do Liste gemacht. Das Hiroshima Castle oder auch Karpfen Burg genannt wurde in den 1590er Jahren errichtet. Nach dem Atombomben Abwurf wurde diese Burg zerstört. 1958 wurde die Burg wieder aufgebaut und es befindet sich ein Museum über den 2. Weltkrieg in dieser Burg. Angrenzend ist noch ein Schrein, an diesem Tag fand eine Zeremonie statt und es gab eine Chrysanthemen Ausstellung (Die Blumen waren riesig). Ich habe mir aber nur die Gebäude angeschaut, da mir ein Museum am Tag doch reicht ^^

Garten Shukkein

Mein letzter Trip an diesem Tag war der Shukkein Garten, den habe mir ganz in Ruhe angeschaut und dann mal auch ein längere Paus gemacht, da sich mein Füße nicht so toll anfüllten nach dem ganzen Tag laufen. Ich musste hier auch ein Eintritt bezahlen, der war war vollkommen in Ordnung (Ich glaub es waren 3 Euro). Es war ein typisch Japanischer Garten, so wie man ihn kennt.

  Am Schluss des Tages oder besser gesagt am Abend, gab es dann noch einmal Okonomiyaki 😀