Todesstrafe in Japan

In meinem letzten Blog-Eintrag habe ich mitgeteilt, das ab und zu noch ein Blog-Eintrag kommen kann 🙂

Wenn ich über Japan nachdenke fallen mir beim ersten Gedanken nur positive Aspekte ein (Leckeres Essen, respektvolles miteinander im Alltag, Videospiele, Mangas usw.). Beim gestrigen Abendessen kam eher ein negativer Aspekt über Japan auf, nämlich das Thema „Todesstrafe in Japan“. Dieses Thema wird meiner Meinung sehr gerne vergessen und sollte dennoch diskutiert werden.

Der Ursprung der Todesstrafe reicht bis ins 4. Jahrhundert zurück. Durch den steigenden Einfluss aus China wurde ein Strafsystem geschaffen. Dieses Strafsystem beinhaltet auch die Todesstrafe.  Die Ausübung der Todesstrafe nahm erst in der Kamakura-Periode zu und wurde das erset Mal im Jahr 1871 reformiert. Die letzte Reformation der Todesstrafe wurde 1945 vollzogen und beinhaltet den Tod durch den Strang.

Link: https://www.japandigest.de/aktuelles/kolumne/todesstrafe-in-japan/

Der Anwendungsbereich der Todesstrafe wird hauptsächlich bei Mord, Straftaten mit Todesfolge oder verbrechen gegen den Staat verhängt. Dabei müssen bestimmte Kriterien berücksichtigt werden: Bei der Straftat wurden mehrere Personen getötet, der Mord war besonders grausam, der Mörder zeigt Reue oder die Familie des Opfers verzeiht ihm. Des Weiteren gibt es weitere Ausnahmen: Die Person ist zur Tatzeit unter 18 Jahren alt, ist schwanger oder weißt eine psychische Krankheit auf. Bei den zwei letzten Ausnahmen wird  das Todesurteil nachträglich vollhängt.

Die Bedingungen im Todestrakt sind hart und demütigend z.B. werden die Gefangenen in Einzelhaft gehalten, während des ganzen Tages müssen sie in der derselben Position verharren, dürfen nicht nach ihren Bedürfnissen schlafen, sich nicht mit anderen Inhaftieren unterhalten oder sich nicht beschäftigen (Bücher lesen oder fernsehen) usw. Des Weiteren beträgt die durchschnittliche Wartezeit 6 Jahre, aber viele Inhaftierte sitzen bis zu 50 Jahre im Todestrakt.

Vollzogen wird die Hinrichtung durch den Strang. Erst am Tag der Hinrichtung wird dem Gefangenen bescheid gegeben. Familienangehörige und Anwälte des Verurteilten bekommen im Vorfeld keine Informationen über die angeordnete Hinrichtung. Durch die lange Wartezeit entstehen bei den Gefangenen psychische Krankheiten. Besonders wenn eine Person zu Unrecht im Todestrakt sitzt z.B. Hakamada Iwao wurde 1968 zu Unrecht verurteilt und 2014 aus der Haft entlassen. Das Oberste-Gericht hat 2018 die neuen Beweise nicht zu gelassen und damit auch die Freilassung aufgehoben.

Weitere Entwicklung:

„Anfang Oktober 2016 hat sich der Bund der japanischen Anwaltskammern erstmals klar gegen die Todesstrafe positioniert. Die Anwalt-Vereinigung fordert von der Regierung, eine lebenslange Haftstrafe einzuführen und damit die Todesstrafe bis 2020 zu ersetzen. Der Verband der Rechtsanwälte erinnerte daran, das Japan eine der niedrigsten Mordraten der Welt aufweist und insofern keine Notwendigkeit für die Todesstrafe besteht. Als weitere Begründung wurden auch das Risiko von Fehlurteilen und das Fehlen von Beweisen angeführt, dass die Todesstrafe Verbrechen reduziert.“

Link: http://www.amnesty-todesstrafe.de/files/reader_todesstrafe-in-japan.pdf

Zum Abschluss:

Für mich persönlich ist das Thema „Todesstrafe“ ein schwieriges und emotionales Thema. Besonders wenn Menschen unschuldig inhaftiert und im Todestrakt sitzen. Neben Japan sind die USA, die einzigen G7/G8 Staaten, die die Todesstrafe noch praktizieren. Persönlich tendiere eher zur Abschaffung der Todesstrafe (DAS IST ABER NUR MEINE MEINUNG!)

Japan ist dennoch ein spannendes und faszinierendes Land, aber es sollte nicht vergessen werden, dass jedes Land Vorteile und Nachteile hat. Es gibt „KEIN PERFEKTES LAND“ auf dieser Welt!

 

 

 

Der dritte Monat in Japan „Weihnachten“

In den letzten Tagen war es doch ziemlich stressig, da wichtige Termine vor Weihnachten eingehalten werden mussten für die Semesternoten. Da war das Essay für Geographie (Vergleich zwischen Geothermal Energie u. Atomenergie) und die Präsentation in Moderne Umweltprobleme in Japan (Elektroschrott in Japan u. wie entsteht Elektroschrott). Aber jetzt sind Weihnachtsferien bis zum 5.01.2015 und deshalb kann ich jetzt etwas entspannen und für mich geht es erst einmal am 25. Dezember nach Tokyo 😀

Bevor ich mit meinen Artikel Anfange möchte ich allen die diesen Artikel lesen oder meinen Blog verfolgt haben „Ich wünsche euch ein schönes, ruhiges und entspanntes Weihnachtsfest 😀 

Weihnachten in Japan

In Japan gibt es ca. 1 Prozent Christen, aber die Vorweihnachtszeit unterscheidet sich nicht viel von der Deutschen. Geschäfte werden Dekoriert und mit Weihnachtsmusik seit Mitte November beschallt. Es läuft dann auch wirklich nur Weihnachtsmusik in den Japanischen Geschäften. Es ist natürlich eine wichtige Einnahmequelle für die Unternehmen, deshalb ist es egal in welchen Land man sich befindet.  Einen Deutschen Weihnachtsmarkt gibt es in Osaka, da bekommt man alles was es auch in Deutschland angeboten wird (Bratwurst, Glühwein und Süßkram). Natürlich gibt es die typischen Weihnachtsfeiern, mit gutem Essen und guter Unterhaltung. Darauf konnte ich dann nicht verzichten 😀 Wesentliche Unterschiede gibt es dann doch, es eher ein Tag für Pärchen, das Weihnachtsmenü sieht anders aus (Weihnachtskuchen und Hühnchen von Kentucky Fried Chicken) und Weihnachten beschränkt sich nur auf den 24. Dezember. Am nächsten Tag ist der Spuk vorbei. Der Neujahreswechsel ist in Japan viel Bedeutungsvoller als Weihnachten das kommt dann im zweiten Teil 🙂

Japanische-Weihnachtstorte

Klassischer Weihnachtskuchen mit Erdbeeren

Ein paar Artikel zu Weihnachten in Japan:

http://www.goethe.de/ins/jp/de/lp/kul/mag/umw/10313704.html

http://asienspiegel.ch/2009/12/weihnachten-im-fastfood-restaurant/

Aufführung einer Takarazuka Revue

Das traditionelle Theater in Japan heißt Kabuki und alle Rollen werden von Männern gespielt. Bei der Takarazuka Revue ist es genau anders herum, hier spielen alle Rollen die Frauen. Am 16.11.2014 hatten wir die Möglichkeit, dank unserer Universität, uns ein Stück anzuschauen (kostenlos). Der Name des Stück hieß „Gustav 3: A Battle by a Proud King“ und es war ein Mischung aus Schauspiel, Tanz und Gesang. Das ganze war natürlich auf Japanisch und ich habe kein Wort verstanden, aber durch diese Mischung war es definitiv nicht langweilig.

Es war ein sehr schönes Theater, aber für große Menschen nicht geeignet da null Beinfreiheit vorhanden war. Außerdem sollte man nicht aus der Reihe fallen da man ganz schnell belehrt wird. Einige Austauschstudenten haben ganz leise miteinander gesprochen, dass habe ich nicht einmal mitbekommen. Aber irgendwie die Theatermitarbeiterin, jedenfalls wurden die Studenten gleich ermahnt. Leider konnte ich während des Stückes keine Fotos machen da es verboten war. Danach bin ich noch mit ein paar Leuten was essen gegangen und dann war der Tag auch schon wieder vorbei ^^

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Tag der Kultur (Bunka no Hi)

„Bunka no Hi“ bedeutet Tag der Kultur und findet jedes Jahr am 3. November eines Jahres in Japan statt. Das bedeutete für mich ein freier Tag. Aber ich hatte so wieso frei, da an unserer Universität das Mondfestival statt fand 😀

Den Tag habe ich dann für einen Ausflug nach Kyoto genutzt. Diesmal war ich aber nicht allein unterwegs, sondern wir waren so circa 13 Leute,wenn ich mich noch richtig erinnern kann. Diesmal hat es mich und die anderen nach Kyoto verschlagen, für mich war es nicht das erste mal das ich in Kyoto war. 2009 war meine erste Reise nach Japan und da war natürlich Kyoto Pflicht. An diesem Tag stand der Kaiserpalast der Öffentlichkeit frei zu Verfügung. Der Kaiserpalast öffnet seine Pforten nur zwei mal im Jahr und sonst muss jeder sich vorher anmelden wenn man den Palast besichtigen möchte. An diesem Tag bedeutete das auch, dass ziemlich viele Menschen unterwegs waren, es hat trotzdem viel Spaß gemacht und ich fand es sehr spannend 🙂 Natürlich war das nicht das einzige was wir an diesem Tag besichtigt haben. Nach dem Kaiserpalast sind wir dann noch zum Goldenen Pavillion gefahren.

Aber erst einmal zum Anfang, wir haben uns am Montag um 9 Uhr am Bahnhof Juso getroffen uns sind dann in den Zug Richtung Kyoto gefahren, mit Hankyo Line. Als wir dann in Kyoto angekommen sind, haben wir dann unseren persönlichen Sightseeing Guide kennengelernt. Das war der Freund eines Japaners der auch an der Kwansai studiert und der mit uns befreundet ist und der auch an diesem Tag dabei war. Er hat für uns im Voraus eine Tagesfahrkarte für den Bus besorgt für 500 Yen (ca. 3,50€).

Kyoto Kaiserpalast

Der Palast und die Gartenanlage waren wunderschön, hier ein paar Bilder 🙂

Information über den Palast: http://de.wikipedia.org/wiki/Kinkaku-ji

Goldener Pavillion – Kinkaku

Nach dem Besuch des Kaiserpalastes sind wir dann weiter gegangen zum nächsten wichtigen Punkt auf unserer Tagesordnung, wir sind dann mit dem nächsten Bus Richtung Goldener Pavillion gefahren. Der Pavillion besteht aus drei Etagen und zwei davon sind mit Blattgold überzogen und es gibt hier ebenfalls einen wunderschönen Park. Leider war die Herbstlaub Färbung noch nicht so soweit fortgeschritten.

Informationen über den Goldenen Pavillion: http://de.wikipedia.org/wiki/Kinkaku-ji

Wir haben uns nach dem Besuch des Pavillion erst einmal gestärkt, den Nachtisch (Softeis mit „Grünem Tee Geschmack“) gab es zu erst und dann die Hauptspeise (Udon Hühner Suppe). Danach hat sich die Gruppe aufgespalten, da ich ziemlich müde war und  es ziemlich schnell dunkel in Japan wird, hat sich der Besuch der anderen Attraktion für mich nicht mehr gelohnt. Ich habe mich dann auf dem Heimweg gemacht ^^

Auf der Suche nach Buddha

An diesem Samstag, den 27.09.2014, wachte ich schon ziemlich früh auf. Nach dem Aufstehen machte ich mir ein gutes Frühstück und ruhte mich noch etwas aus. Danach putzte ich noch mein Wohnheimzimmer, bevor ich mich auf den Weg machte, um ein ganz bestimmten Buddha in Kobe zu finden.

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