Kurze Ankündigung

Seit letztdem Wochende steht fest, dass wir am 19. März 2019 für drei Wochen nach Japan fliegen. Aber als erstes muss ich meine Masterarbeit schaffen 🙂 Das ist definitiv ein Ansporn und eine große Motivation meine Masterarbeit rechtzeitig fertig zu bekommen. Der Flug wird von Berlin-Tegel über Helsinki nach Japan-Osaka gehen. Die erste Zeit werden wir uns in der Kansai-Region (Osaka, Kobe usw.) aufhalten. Danach geht es nach Hiroshima, Shikoku und noch Mal ein paar Tage in die Kansai-Region.

Um die Vorfreude zu erhöhen dachte ich mir, dass ich aus dem letzten Japan-Urlaub 2017 noch ein paar Einträge schreiben werde. Besonders Orte und Sehenswürdigkeiten werden hier im Blog folgen die noch nicht in meinem Blog vorgekommen sind. Es wird aber keinen bestimmten Rhythmus geben, wann die Einträge eingestellt werden.

Jedenfalls freue ich mich auf die Reise im Frühjahr, besonders zu der Zeit werden die Kirschblüten aufblühen und  ich hoffe, dass ich wieder ein paar Freunde wiedersehe 😀

Kirschblüten Fotos aus meinen Austauschaufenthalts 2014/015

Global Study Programm – Universtiät Chiba

Das Global Study Programm (GSP) hat in diesem Jahr zum dritten Mal stattgefunden. Das Thema des dies jährigen GSP-2018 behandelt „Gardens and Horticulture in Urban Society“ und fand vom 15.09.2018 bis zum 28.09.2108 statt. Was hat der Eintrag mit Japan zu tun? Am 15.09.2018 kam eine Delegation von Japanischen Studenten und Betreuern von der Universität Chiba nach Dresden zur HTW-Dresden.

Ziel des Projektes war es Probleme zu erkennen und ein Lösungsansatz zu finden, um die Stadt Dresden/Sachsen grüner zu machen. Dafür wurden Fieldtrips in Dresden und Umgebung (Stadtmuseum, Botanischer Garten, Großer Garten, Pillnitz) und ein Tagesausflug nach Berlin (BrickBorn Farm „INFARM“, Tempelhofer Feld, Bundestag, Tiergarten) unternommen, um einerseits mehr Hintergrundwissen zu erlangen und für die Japaner die Kultur Deutschlands kennenzulernen.

Zu den meisten Fieldtrips gab es Gastredener (Professoren/Mitarbeitern von anderen Universitäten) und Professoren von der HTW-Dresden die über bestimmte Themen einen Vortrag gehalten haben. Des Weiteren wurden die einzelnen Teammitglieder (Deutsche und Japanische Studenten) in Gruppen eingeteilt. Meistens war das Verhältnis ein Deutscher Student und vier Japanische Studenten. Es gab aber auch andere Verältnisse 2/3 oder 1/3.

Botanischer Garten

Pillnitz

Berlin

Mein Fazit zu diesem Projekt: Auf einer Seite hat sehr viel Spaß gemacht sich mit den Japanern auszutauschen und meine Erfahrungen aus meinem Austausch einzubringen. Auch das Kennenlernen anderer Studenten aus anderen Fakultäten hat das Projekt bereichert.

Auf der anderen Seite war das Projekt zu kurz und an manchen Tagen zu vollgestopft. Darunter hat meiner Meinung die Konzentration und die Produktivität der Studenten gelitten. Ein weiteres Problem, manche Japaner sind schüchter und kommen nicht aus sich heraus, aber auch das Problem das Japaner nicht richtig diskutieren können und in manchen Dingen sehr unselbstständig sind macht es nicht einfacher. Des Weiteren darf man die sprachlichen Hürden nicht vergessen, die viele Dinge erschweren.

Dennoch kann ich das Projekt empfhelen, da man lernt auf internationalen Ebene zu arbeiten und auf die andere Kultur einzugehen 🙂

Zurück in Deutschland

Am 4. August 2015 bin ich wieder in Deutschland (Berlin) gelandet. Ich habe mich sehr gefreut meine Familie wieder zu sehen, aber ich brauchte auch Zeit mich wieder in Deutschland einzuleben. Besonders die ersten Tage waren sehr anstrengend: Ich musste mich erinnern nicht mehr japanisch zu reden oder mich nicht mehr zu verbeugen. Wieder mit der S-Bahn fahren in Berlin war und bleibt nervig, die S-Bahn kam gleich mal zu spät, es ist laut und es ist nicht gerade sauber in den Bahnen. Auch in Berlin selber sind die Menschen deutlich lauter, unfreundlicher und im Gegensatz zu Japan unorganisiert. Der Dreck auf den Straßen und die Graffitis in Berlin wurden einem erst so richtig bewusst als ich wieder zurück in meiner Heimat war. Berlin ist schon ein extremes Beispiel, aber ich wäre wirklich aus den Gründen sofort wieder in ein Flugzeug gestiegen und zurück nach Japan geflogen.

Aber die Zeit ist auch vergangen, ich habe meine Freunde wieder gesehen, mich wieder in mein Hochschultaltag eingelebt und meinen Bachelorabschluss gemacht. Auch sind viele Situationen deutlich leichter zu händeln gewesen, da Deutschland doch in bestimmten Situationen flexibler ist 😀

Ich wollte auch noch mal Danke sagen, zu Menschen die mir es mir ermöglicht haben nach Japan zu gehen. Besonders großen Dank an meine Familie, Freunde und Bekannte die mich während der Vorbereitungszeit auf, während und danach unterstützt haben. Ein weiterer Dank geht an meine Austauschkoordinatorin, meinen Professoren der HTW-Berlin (Fakultät Umweltinformatik) und den Mitarbeitern der Kwansei Gakuin Universität, die mir meine Fragen jederzeit beantwortet haben und ohne diese Menschen wäre ich nicht nach Japan gegangen 🙂

Jetzt ist schon eine lange Zeit vergangen, ich mache gerade meinen Master in Dresden (Geoinformatik) und befinde mich in einer neuen Beziehung. Mit meinem Freund war ich wieder im August/September 2017 für drei Wochen in Japan und es war einfach schön neue und bekannte Orte wieder sehen. Das leckere Essen zu genießen und Freunde wieder zu treffen 😀

In der nächsten Zeit habe ich wieder die Gelegenheit mit Japan in Kontakt zu kommen. Da es ein Projekt mit Universität Chiba gibt. Im September kommt eine Delegation nach Dresden 🙂 Ab und zu lerne ich ein bisschen japanisch und genieße ich im japanischen Restaurant „Yukito“ ein sehr leckeres Sushi und andere japanische Spezialitäten. Leider gibt es keine Ramen Suppe oder Okonomiyaki in Dresden, das vermisse irgendwie schon ^^

Ansonsten gibt es nichts mehr über mein Austauschjahr zu sagen, außer dass ich sehr froh bin diese Erfahrungen (positive und negative) gemacht zu haben. Der Blog ist damit eigentlich abgeschlossen, aber ich hätte schon noch Lust ab und zu etwas über Japan zu schreiben 😀

Letzter Ausflug in Japan zum Koyasan

Dieser Eintrag kommt sehr sehr sehr spät, aber ich hatte wieder Lust etwas über Japan zu schreiben. Mein Ausflug nach Koyasan war am 3. August 2015 und dieser Ausflug war dann auch mein letzter.

Ich bin wieder mal sehr früh gestartet, da der Weg von Osaka nach Koysan etwas über eineinhalb Stunden gedauert hat. Gestartet bin ich von der Station Kitahama, dann bin ich umgestiegen an der Tengachaya Station in den „Limited Express Koya“ und zum Schluss musste ich noch umsteigen an der Gokurakubashi Station  in die „Cable Car“. Angekommen an der Koyasan Station hatte ich den Bus genommen, um in den Ort (Koya) zu gelangen, danach war ich zu Fuß unterwegs.

Zu aller erst hatte ich mir ein Restaurant gesucht, das auf dem Weg zum meinem ersten Tagespunkt auf meiner Besichtigungsliste lag. Im Restaurant hatte ich Yakisoba gegessen, was sehr sehr lecker war und zum Schluss hatte ich mich noch mit der Inhaberin auf japanisch unterhalten. Es war zwar nur Smaltalk, aber ich war sehr glücklich, dass die Lernerei geholfen hat und was hängen geblieben ist ^^

Nach dem Essen bin ich dann weiter zu einem riesengroßen buddhistischen Friedhof gelaufen. Dieser lag in einem Wald, es war sehr ruhig, es lag eine mystische Atmosphäre in der Luft und durch die Berge war es auch angenehm kühl. Am Ende des Friedhofs liegt ein Mausoleum des Koboto Daishi. Koboto Daishi war der Gründer der religiösen Gemeinschaft in Koya. Das einzige was mich etwas gewundert hatte waren die Hinweisschilder, die ich am Anfang nicht deuten konnte. Es handelte sich aber um ein Insekt (Tier), das von den Bäumen fällt und die gleiche Eigenschaften hat wie Blutegel oder es waren sogar Blutegel. Gesehen hatte ich keine, aber ich war froh mein Basecap zu tragen 😀

Danach bin ich weiter, um noch mehr Tempel und Schreine anzuschauen. Leider weiß ich nicht mehr wie die ganzen Gebäude heißen. Hier sind aber einige Bilder 🙂

Auf den Rückweg haben mir ganz schön die Füße wehgetan, am besten wäre es ein Fahrrad zu haben oder in einen der vielen Tempel o. Schreine für ein paar Nächte zu übernachten. Ich bin dann mit dem Bust zur Koyasan Station gefahren und von da aus ging es zurück in mein Hotel in Osaka. Zum Abschluss bin ich dann noch mal Okonomiyaki essen gewesen, bevor es dann am 4. August 2015 zurück nach Deutschland ging.

 

 

Yakkan Shoumei

Wenn ihr mal plant eine längere Zeit in Japan zu verbringen und ihr benötigt für den Zeitraum Medikamente und auch Zubehör (z.B. Spritzen) , dann solltet ihr unbedingt das „Yakkan Shoumei“ beantragen. Da ihr sonst Probleme mit dem Zoll bekommt, wenn ihr eine große Menge an Medikamenten einführt und kontrolliert werdet.

Das „Yakkan Shoumei“ ist ein Zertifikat, dass es erlaubt die beantragten Medikamente ins Land einzuführen. Bei mir war es die Pille für den gesamten Zeitraum des Akademischen Jahres (ca. 10 Monate). Ich musste meiner Frauenärztin genau erklären warum ich die Pille für so einen langen Zeitraum benötige, da normalerweise die Pille nicht für 10 Monate verschrieben wird. Zumindest kann ich das von meiner Frauenärztin sagen. Ich wurde dann noch mal von ihr durchgecheckt und habe dann das Rezept erhalten. In Japan ist es auch schwierig genau diese Pille (Präparat) zu erhalten, da die Japanischen Frauen kaum die Pille nehmen und für 10 Monate auf ein andere Pille umzusteigen wollte ich nicht . Hier ein kurzer Artikel über die Pille in Japan: https://asienspiegel.ch/2009/09/die-pille-feiert-ihr-zehnjahriges/

Das Rezept muss dann kopiert und mit den ausgefüllten Formularen nach Japan geschickt werden . Ich hatte es nach Osaka zum Gesundheitsministerium geschickt und da es 2013 ein Änderung gab, bekommt man das Zertifikat per Email zu gesendet. Vorher musstet ihr an euch selbst adressierten und frankierten Umschlag dazulegen. Das hatte eine Menge Zeit gespart, da ich das Zertifikat innerhalb von einhalb Wochen hatte. Dennoch sollte man genug Zeit einplanen für die Beantragung.

Link zum „Yakkan Shoumi“: http://www.mhlw.go.jp/english/policy/health-medical/pharmaceuticals/dl/qa1.pdf

Wenn ihr Fragen zum Beantragen habt schreibt einfach eine Email (Englisch oder Japanisch)an das zuständige Gesundheitsministerium. Ihr bekommt sehr schnell eine Antwort auf eure Frage 🙂

 

 

Rathaus Shinjuku und Akasaka Palast

Da der Prüfungsstress vorbei ist kommt wieder ein Eintrag 🙂

Bei diesem Eintrag geht es um Montag, den 27.07.2015. Ich wusste nicht wirklich was ich an diesem Tag unternehmen sollte, da alles was mit Kultur zu tun und mich interessiert geschlossen hatte 😦

Also musste ich mir was anderes überlegen, da ich noch nie in Shinjuku war, machte ich mich auf den Weg, um auf die kostenlose Aussichtsplattform des Shinjuku Rathauses zu gelangen. Von Akasaka nach Shinjuku ist es ein kurzer Weg mit der Bahn. Am Bahnhof Shinjuku musste ich zum West-Ausgang.  In Richtung Westen befinden sich das Rathaus von Shinjuku und Wolkenkratzer. Um den Bahnhof Shinjuku befinden sich viele Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Wenn man Richtung Nordosten geht, erreicht man das größte Rotlichtviertel Japans (Kabukicho).

Am Rathaus angekommen musste ich eine Etage nach unten gehen und dann durch eine Sichheitskontrolle. Dann ging es mit einem Fahrstuhl ganz nach oben. Dadurch das es kostenlos war kann man das definitiv machen, aber man sollte nicht zu viel ertwarten. Es wirkt alles schon ein bisschen älter und der Ausblick ist zwar immer noch schön, aber da würde eher den Tokyo Tower empfehlen. Wie der Ausblick auf den Skytree ist kann ich nicht beurteilen, aber da müsste ich auch noch rauf 😀

Danach hatte ich mich in ein Kaffee geflüchtet und eine Pause gemacht. Weiter ging es zu einem Park, von dort aus bin ich dann zu meinem Hotel gelaufen. Auf den Weg  dort hin entdeckte ich den Akasaka Palast, leider war die Anlage geschlossen und deshalb konnte ich nur ein paar Bilder von Aussen machen.

„Auf dem Gelände der ehemaligen Edo-Residenz der Kishu-Tokugawa entstand der neobarocke Togu-Palast, der heutige Akasaka-Palast. Seit Jahrzehnten dient er als Gästehaus der Regierung für ausländische Staatsoberhäupter und Regierungschefs und ist damit ein wichtiges Element in den diplomatischen Beziehungen des Landes.“

Am 28.07.2015, bin ich mit dem Shinkansen wieder zurück nach Kobe gefahren. Angekommen musste ich langsam mein Zimmer im Studendenwohnheim ausmissten und Pakete nach Deutschland senden, da ich niemals alles in meine Koffer bekommen hätte. Damit sind auch meine letzten Tage in Japan angebrochen, aber dazu mehr in einem anderen Beitrag 🙂