Der vierte Monat

Wieder ist ein Monat vorbei gegangen und mein erstes Semester in Japan. Mit Ende der Prüfung haben dann meine Ferien begonnen und ich bin dann die ersten Tage ziemlich faul gewesen. D.h. ich habe erst einmal gar nichts getan und nach der Begegnung mit einer Waage habe ich sofort wieder mit Bewegung/Sport angefangen ^^ Leider habe ich meine Prüfungsergebnisse immer noch nicht, ich hoffe am Montag (9.02.2015) mit dem Beginn des Winter Intensivkurses bekomme ich dann meine Noten. Da ich ja ziemlich lange Ferien hatte, genauer gesagt vier Wochen musste ich die Zeit noch mit anderen sinnvollen Sachen füllen. Also hatte ich mich mit Freunden getroffen, wir waren einmal in Osaka und dann noch in Kyoto (Die Berichte folgen gebündelt in diesem Eintrag). Außerdem war ich noch eine Woche in Okinawa und hatte mir etwas Wärme gegönnt (18 bis 22 Grad). Der Reisebericht erfolgt in den nächsten Blog Eintrag. Was ist noch spannendes passiert, ich hatte am 6.02.2015 mein erstes Erdbeben mit erlebt, es war zwar nur ein kleines aber es hatte sich trotzdem komisch angefühlt wenn der ganze Raum auf einmal wackelt.

Aquarium in Osaka (19.01.2015)

Das Aquarium in Osaka war schon ziemlich beeindruckend, besonders da das Aquarium einen Walhai besitzt und andere Meeresbewohner die ich vorher noch nie gesehen hatte. Außerdem war es uns möglich einem bestimmten Bereich, einen Rochen und einen Hai zu berühren. Der Rochen war ziemlich glitschig/schleimig und der Hai war sehr rau.

 Kyoto – Arashiyama  (23.01.2015)

Da uns ziemlich langweilig war und keiner wusste was er mit seiner freien Zeit anfangen sollte, hatten wir beschlossen nach Kyoto zu fahren. Leider war das Wetter so gar nicht optimal, aber wenigstens an der frischen Luft. Wir sind dann nach Kyoto gefahren, genauer gesagt nach Arashiyama. Vorgenommen hatten wir uns den Bambuswald und den Affenpark. Bevor wir zum Bambuswald gegangen sind, hatten wir uns noch einen Japanischen Garten angeschaut. Der sieht natürlich im Frühling wesentlich besser aus, dafür waren nicht so viele Leute unterwegs ^^ Der Bambuswald war jetzt nicht sehr groß, dafür fand ich die Begegnung mit den Affen schon sehr viel besser. Wir mussten zuerst einen Berg erklimmen und dann waren auf einmal ganz viele Affen die frei rumgelaufen sind. Wir mussten uns an bestimmte Regeln halten z.B. die Affen nicht in die Augen zu schauen und Abstand zu halten. Außerdem gab es die Möglichkeit die Tiere in einem bestimmten Gebäude zu füttern. Das hatten wir dann auch gemacht 🙂

Der zweite Monate in Japan

Wieder ist ein Monat vergangen und es ist wieder eine Menge passiert 🙂

So langsam merke ich das der Herbst eingetroffen ist und ich mich deutlich wärmer anziehen muss, besonders Nachts haben wir schon Temperaturen von 6 Grad gehabt. Dafür erreicht das Thermostat am Tag, so Temperaturen von 12 bis 16 Grad. Hier hilft definitiv nur der Zwiebellook ^^

Universität:

Ich muss ganz ehrlich sagen, das ich ganz schön verwöhnt werde an dieser Universität. Die Ausstattung und wie die ganzen Räume und Toiletten gepflegt werden, dass kann man einfach nicht mit der HTW-Berlin vergleichen. Es gibt den ganzen Tag Leute die die Tafeln putzen und die Toiletten reinigen. Aber auch in den Räumen überall sind Fernseher, DVD Player, Mikrofone und Beamer mit extra Tafeln, hier gibt es spezielle Personen die sich ebenfalls rund um die Uhr damit beschäftigen. Das einzige was mich nervt sind die Klimaanlagen, da wäre mir eine normale Heizung lieber (Es ist entweder zu kalt oder zu heiß!).

Zur Zeit ist es ganz schön anstrengend da wir überall Arbeiten schreiben und weil leider die Kulturkurse zu kurz kommen, werde ich einen Kurs abwählen, da der Japanisch Kurs mehr Zeit in Anspruch nimmt als ich gedacht hätte. In dieser Woche ist es uns noch möglich Kurse abzuwählen, ich muss aber darauf achten das es nicht weniger als 10 Credits sind. Es wird wohl darauf hinauslaufen das ich mich von Religion/Tradition verabschieden werde. Sonst habe ich schon zwei Ergebnisse bekommen: Mein Kanji Arbeit ist richtig gut ausgefallen (90/100 Punkten) und die Grammatik Arbeit hätte deutlich besser sein können, aber ich habe schon wieder so dumme kleine Fehler gemacht. Das nervt mich richtig und von der Zeit habe ich nicht alles geschafft (80/150 Punkten).

Sonst kann ich sagen das mein Japanisch wieder ein Stückchen besser geworden ist und ich mich mit einfachen Sätzen verständigen kann. Und mein Englisch hat sich ebenfalls verbessert, darauf bin sehr stolz, könnte natürlich immer besser gehen. Aber ich bin ja noch eine ganze Weile hier ^^

Wohnheim:

Im Wohnheim läuft eigentlich alles super, aber ich merke schon das man die anderen deutlich weniger sieht wenn jeder verschiedene Kurse hat oder die Interessen anders gelagert sind. Aber trotzdem bleibt Zeit zum quatschen, zusammen Abendessen oder eine kleine Überraschung zu planen wenn jemand Geburtstag hat. Außerdem veranstaltet das Wohnheim eine Menge Events, leider überschneidet sich manche Veranstaltung mit anderen und ich kann nicht an allem teilnehmen. Morgen werde ich an einer Japanischen Highschool einen Vortrag halten über Deutschland, das wurde ebenfalls von unserem Wohnheim organisiert und es gibt einen kleinen Geldbetrag für den Aufwand ^^

Was mir auch aufgefallen ist, meine Mitbewohner auf meiner Etage werden doch langsam offener. Durch das Kochen (Ich habe Pfandkuchen gemacht) bin ich mit einer Chinesin ins Gespräch gekommen, die mich gefragt hat was ich dort koche und sie war total begeistert 😀

Sonstiges:

Mir fällt schon auf das Leute, die aus dem Ausland kommen eine Rarität sind und das merke ich fast jeden Tag wenn ich unterwegs bin. Ich werde angestarrt oder Zaghaft angesprochen wo ich dich herkomme. Manchmal fühle ich mich schon wie von einem anderen Planeten oder sogar ob ich eine andere Spezies bin ^^ Ich verstehe dadurch aber auch wie sich andere fühlen, die anders ausschauen und aus einem anderen Land kommen und in einem fremden Land leben müssen. Mich stört es nicht wirklich, aber durch das viele Bahn fahren und weil ich viel unterwegs bin beobachte ich schon die Menschen wie sie sich Verhalten. Am besten gefallen mir die älteren Leute die sind ziemlich offen und sehr herzlich. Komischerweise ist ihr Englisch besser als das der Jüngeren!

Zum Schluss noch, was sonst noch passier ist und was ich den noch so vor habe:

– In der nächsten Zeit kommt noch der Bericht über Hiroshima, den werde ich aber in zwei Teile splitten. Das letzte Wochenende hatte ich mich mit meinen Nihongo Partners zum Abendessen getroffen und dann war noch die Takarazuka Tour, da werden ebenfalls noch Berichte folgen.

– Diese Woche steht noch mal Kyoto auf den Plan, weil ich noch gerne die Laubfärbung fotografieren möchte.

– Dann ist mit meinem Geografiekurs ein Fieldtrip geplant, aber ich vergesse ständig den Namen des Ortes wo wir hinfahren (6. und 7. Dezember).

– In den Weihnachtsferien geht es auf nach Tokyo und Ende Januar wollte ich noch nach Okinawa. Außerdem habe ich mir ein Ryokan Mitte März für 3 Nächte gebucht um dort zu wandern und eventuell den Vulkan Aso zu besteigen, wenn den das Wetter und der Vulkan es zulässt!

So das wars schon wieder, bis zum nächsten Eintrag 😀

 

 

Tag der Kultur (Bunka no Hi)

„Bunka no Hi“ bedeutet Tag der Kultur und findet jedes Jahr am 3. November eines Jahres in Japan statt. Das bedeutete für mich ein freier Tag. Aber ich hatte so wieso frei, da an unserer Universität das Mondfestival statt fand 😀

Den Tag habe ich dann für einen Ausflug nach Kyoto genutzt. Diesmal war ich aber nicht allein unterwegs, sondern wir waren so circa 13 Leute,wenn ich mich noch richtig erinnern kann. Diesmal hat es mich und die anderen nach Kyoto verschlagen, für mich war es nicht das erste mal das ich in Kyoto war. 2009 war meine erste Reise nach Japan und da war natürlich Kyoto Pflicht. An diesem Tag stand der Kaiserpalast der Öffentlichkeit frei zu Verfügung. Der Kaiserpalast öffnet seine Pforten nur zwei mal im Jahr und sonst muss jeder sich vorher anmelden wenn man den Palast besichtigen möchte. An diesem Tag bedeutete das auch, dass ziemlich viele Menschen unterwegs waren, es hat trotzdem viel Spaß gemacht und ich fand es sehr spannend 🙂 Natürlich war das nicht das einzige was wir an diesem Tag besichtigt haben. Nach dem Kaiserpalast sind wir dann noch zum Goldenen Pavillion gefahren.

Aber erst einmal zum Anfang, wir haben uns am Montag um 9 Uhr am Bahnhof Juso getroffen uns sind dann in den Zug Richtung Kyoto gefahren, mit Hankyo Line. Als wir dann in Kyoto angekommen sind, haben wir dann unseren persönlichen Sightseeing Guide kennengelernt. Das war der Freund eines Japaners der auch an der Kwansai studiert und der mit uns befreundet ist und der auch an diesem Tag dabei war. Er hat für uns im Voraus eine Tagesfahrkarte für den Bus besorgt für 500 Yen (ca. 3,50€).

Kyoto Kaiserpalast

Der Palast und die Gartenanlage waren wunderschön, hier ein paar Bilder 🙂

Information über den Palast: http://de.wikipedia.org/wiki/Kinkaku-ji

Goldener Pavillion – Kinkaku

Nach dem Besuch des Kaiserpalastes sind wir dann weiter gegangen zum nächsten wichtigen Punkt auf unserer Tagesordnung, wir sind dann mit dem nächsten Bus Richtung Goldener Pavillion gefahren. Der Pavillion besteht aus drei Etagen und zwei davon sind mit Blattgold überzogen und es gibt hier ebenfalls einen wunderschönen Park. Leider war die Herbstlaub Färbung noch nicht so soweit fortgeschritten.

Informationen über den Goldenen Pavillion: http://de.wikipedia.org/wiki/Kinkaku-ji

Wir haben uns nach dem Besuch des Pavillion erst einmal gestärkt, den Nachtisch (Softeis mit „Grünem Tee Geschmack“) gab es zu erst und dann die Hauptspeise (Udon Hühner Suppe). Danach hat sich die Gruppe aufgespalten, da ich ziemlich müde war und  es ziemlich schnell dunkel in Japan wird, hat sich der Besuch der anderen Attraktion für mich nicht mehr gelohnt. Ich habe mich dann auf dem Heimweg gemacht ^^