Der Frühling kommt

Ein kleiner Eintrag zwischen durch

Langsam beginnt der Frühling in Japan. Die Bäume und Pflanzen beginnen zu blühen, dafür spielt das Wetter komplett verrückt. Es fühlt sich an wie der April, der nicht weiß was er will. Die Woche bestand aus Regentage oder einen Mix aus Sonne, Schnee, Regen und viel Wind. Was mir etwas zu schaffen macht sind diese starken Temperaturschwankungen von angenehm warm bis kalt und würde am liebsten im Bett liegen bleiben ^^

Am 12.03.2015, bin ich und einer Freundin nach unserem Deutsch/Österreichische Kaffeekränzchen zu einem Pflaumengarten in der Nähe unserer Universität gelaufen. Dort gab es richtig viele Pflaumenbäume, mit sehr viel unterschiedlichen Farben. Mir hat der Garten sehr gut gefallen, besonders da es nicht so ein großes gedränge gab. Wenn die Kirschblüte beginnt sind sehr viele Menschen unterwegs und das macht mir nicht immer so viel Spaß.

Der fünfte Monat- Halbzeit

Jetzt bin ich schon etwas mehr als fünf Monate hier und habe mich ganz gut eingelebt. Aber ich merke auch, dass die Rückkehr nach Deutschland immer näher rückt. Ich werde die restlichen Monate definitiv noch genießen bevor es zurück geht. Meine Pläne sehen für die nächsten Wochen so aus, dass es mit dem Studentenwohnheim einen Trip nach Osaka gibt, dann komme ich auch das erste Mal in Genuss mir Sumo live anzuschauen. Dann werde ich Mitte März mit der Bahn nach Aso fahren, außerdem beginnt bald die Kirschblüten Session und das bedeutet kleine Ausflüge in die Umgebung 🙂

Mitte Februar hatten wir dann endlich unsere kompletten Ergebnisse erhalten, also Sprachkurse und Kulturkurse. Im Japanischkurs Pre 1 A (Grammatik + Kanji) habe 76 Prozent erhalten und in dem Japanischkurs Pre 1 B (Kommunikation) durfte ich mich über 72 Prozent freuen. Ich muss dazu sagen das ich in Kommunikation nicht mit soviel Prozentpunkten gerechnet hätte. Mit meinen Japanisch sieht es zur Zeit so aus das ich einfach Kontexte verstehe und auf Fragen kurze/einfache Antworten geben kann. Wenn es komplizierter wird, fühle ich mich dann doch ziemlich überfordert und wechsle dann ziemlich schnell ins Englische. Meine Kulturkurse die ich belegt hatte sind gut bis sehr gut ausgefallen. In dem Modul Umweltprobleme im modernen Japan habe ich 90 Prozent erreicht. Im anderen Modul Geographie Japans habe ich mir 74 Prozent verdient. Ich bin jedenfalls sehr happy, dass ich das Herbst Semester (Japan ist es aufgeteilt in Frühling/Herbst) gut abgeschlossen habe.

Zur Zeit befinde ich mich im Intensivkurs und es ist wirklich sehr intensiv (4 1/2 Wochen, Montag bis Freitag Japanisch) Das bedeutet jeden Tag Hausaufgaben, Anwesenheitspflicht und fast jeden Tag einen Test. Die letzten drei Wochen waren besonders hart da ich in einer Woche 5, in der nächsten 6 und in der letzten Woche 5 Tests + eine Abschlussarbeit in Kanji geschrieben hatte. Die nächste Woche sieht bei mir so aus, dass ich 2 Tests in Kommunikation + 2 Abschlussarbeiten (Grammatik und Kommunikation) schreibe. Aber am 12.3.2015 habe ich es erst einmal wieder geschafft und knappe 3 Wochen frei bis das Frühlingssemester beginnt.

Außerdem steht mein Rückflug nach Deutschland jetzt endgültig fest. Ich werde am 4. August wieder nach Deutschland zurückkehren. Zum Abschluss noch zwei Ereignisse die im letzten Monat stattgefunden hatten.

Origami (7.02.2015)

Diese Veranstaltung wurde von ein paar sehr ganz netten Japanerinnen organisiert. Sie hatten uns mit viel Geduld gezeigt, wie man Figuren aus Papier faltet. Es war jedenfalls ein sehr lustiger und entspannter Nachmittag. Zum Schluss gab es dann noch Kuchen und Tee. Was natürlich nicht fehlen darf sind die Fotos die meistens am Ende gemacht werden 😀

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Meine gefalteten Werke

Snowboard Ausflug (28.02.2015)

Ich hatte die Möglichkeit durch das Studenten Wohnheim einen Ausflug in die Berge zu machen. Wir mussten uns vorher festlegen ob wir mit einem Snowboard oder mit den Ski fahren wollen. Ich hatte mich für das Snowboard entschieden und war mit der Entscheidung ganz zu frieden. Auch wenn ich mehr im Schnee lag als auf dem Board zu stehen ^^ An dem Tag sind wir sehr früh losgefahren, da wir auch 2 1/2 Stunden unterwegs waren. Der Ort hieß Hachikogen und so viel Schnee hatte ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Bevor wir uns auf die Bretter machten, gab es erst einmal Mittagessen und danach hat jeder seine Ausrüstung bekommen. Ich hatte für alles ca. 15 Euro bezahlt (2000 Yen), also das war extrem günstig 🙂

Okinawa Teil 4- Shurijo Burg & Tama-U-Dun

Mein letzter Tag in Okinawa war etwas entspannter als die anderen. Nur das Wetter hatte mir einen Strich durch Rechnung gemacht, da es die meiste Zeit des Tages (30.01.2015) geregnet hatte. Ich bin dann wieder mit den Bus Nummer 99 nach Naha gefahren um mir die Shurijo Burg und das königliche Mausoleum Tama-U-Dun anzusehen. Angekommen am Naha Busterminal durfte diesmal noch ein anderes Verkehrsmittel nutzen, als immer nur den Bus ^^ Ich bin an diesem Tag mit der Monorail Bahn zur Endstation Shuri gefahren und konnte mir die Hauptstadt Okinawas noch aus einer anderen Perspektive anschauen.

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Monorail Bahn

Von der Shuri Station musst ich gerade mal 10 min. laufen um die Burg zu erreichen. Zuerst bin ich durch den Park gelaufen in dem sich die Burg befindet und das regnerische Wetter hat dazu beigetragen  das nicht so viele Menschen unterwegs waren.

Um in die Burg reinzukommen musste ich mir natürlich noch eine Eintrittskarte kaufen, die beinhaltete nicht nur die Besichtigung der Burg, sondern auch ein Museum. Ich war dann ganz froh das ich mich im Gebäude befand, weil das Wetter zu diesem Zeitpunkt immer ungemütlicher wurde (Es war definitiv ein Museumstag 🙂 )

Hier sind noch ein paar Fakten über die Burg:  Erbaut wurde die Burg unter Shunbaijunki. Aber die Burg wurde erst unter Sho Hashi zum Regierungssitz vom vereinigten Königreich Ryūkyū. Davor wurde Okinawa hauptsächlich von lokalen Fürsten regiert und es war in drei Königreiche unterteilt  (Hokuzan, Nanzan und Chūzan). Im zweiten Weltkrieg wurde auch dieses historische Gebäude zerstört und erst später wieder restauriert und aufgebaut.  

Die Burg sah schon ziemlich beeindruckend aus und hebt sich von anderen Japanischen Sehenswürdigkeiten sehr ab, besonders die Farben und die Architektur hatten es mir angetan 😀

Bilder Shurijo Burg

   Mausoleum Tama-U-Dun

Die letzte Station des Tages war das Mausoleum, es war jetzt nicht wirklich groß. Ich fand das Design der Urnen sehr interessant und außergewöhnlich 🙂

Nach dieser Besichtigung, hatte ich mich auf den Rückweg gemacht zum Hotel und hatte mich noch etwas entspannt. Außerdem musste ich auch schon wieder packen da am Samstag (31.01.2015) mein Rückflug nach Kobe war.

Okinawa Teil 3- Auf zum Strand

Am Donnerstag 29.01.2015 bin ich mit dem Bus (20 Kilometer) in den Norden von Okinawa gefahren. Der Ort heißt Yomitan und dort war ein kleiner, aber ein sehr schöner Strand. Außerdem gab es an diesem Ort einen Leuchtturm, den hatte mir natürlich angesehen 🙂 Der Donnerstag war vom Wetter her der beste Tag, sogar die Sonne hat sich blicken lassen. An der Endstation der Buslinie angekommen musste ich dann noch eine kleine Wanderung unternehmen um mein Ziel zu erreichen (ca. 4,5 Kilometer). Als ich am Strand angekommen war, musste ich gleich mal die Wassertemperatur testen. Also bin ich bis Kniehöhe ins Wasser gelaufen, leider war es noch ziemlich kalt zum Baden. Es war Ende Januar und die Wassertemperatur fühlte sich so an, wie die Ostsee im Juni (Vielleicht so um die 16-17 Grad Celsius). Vielleicht noch ein Monat oder zwei und man hätte eine sehr angenehme Badetemperatur. Die eigentliche Badesaison beginnt in Okinawa März/April, aber mir war bewusst das man jetzt noch nicht wirklich Schwimmen gehen konnte. Ich wollte auch keinen Strandurlaub machen sondern mir die Insel etwas genauer anschauen und mich über die Geschichte informieren 🙂

Bilder Yomitan

Zum Schluss des Tages, war ich ziemlich kaputt. Ich hatte den Tag trotzdem sehr genossen, da es wie ich schon oben erwähnt hatte, sehr angenehm warm war. Außerdem hatte ich noch etwas mehr Farbe im Gesicht und auf den Armen bekommen 😀

Okinawa Teil 2- Wandertour zur Steinburg Nakagusuku

Komplette Wanderroute

Komplette Wanderroute

An diesem Tag bin ich zur Steinburg Nakagusuku gewandert, dass war am Mittwoch den 28.01.2015. Da hatte ich mir ganz schön was vorgenommen, es waren ca. 8 km zur Burg hin und dann wieder zurück. Ich bin so zu sagen von der einen Seite der Insel zur anderen Seite gelaufen 🙂 Als ich losgegangen bin vom Hotel dachte ich schon, dass der Ausflug ins Wasser fallen würde da es angefangen hatte zu Regnen, aber der Regen ist dann ins Nieseln übergangen und während der Tour hatte es den ganz aufgehört. Bei meiner ersten Etappe war nicht viel zu sehen, ich bin dann nur noch schnell in ein Conbini gegangen und hatte mir Proviant für den Tag gekauft. Meine Orientierung sah dann so aus, dass ich mir das Kartenmaterial aus Google Maps geholt hatte (Ich hatte mir ein paar Screenshots gemacht, da ich kein mobiles Internet hatte).

Zweite Etappe

Zweite Etappe

Bei der der zweiten Etappe gab es dann schon mehr zu sehen. Ich bin an dem Armeestützpunkt der Amerikaner vorbeigelaufen und ich hatte die erste Kirschblüte in diesem Jahr gesehen 😀 Außerdem konnte ich mir die Gebäude und die Lebensweise etwas genauer anschauen. Wie ich es mitbekommen hatte, wird in Okinawa jeder Fleck für den Anbau von Gemüse und Obst genutzt. Dazu kommt das die Architektur eine ganz andere ist als auf der Hauptinsel.

Die dritte Etappe war vom laufen noch sehr angenehm und ich bin an einer kleinen Grünfläche mit unterschiedlichen Pflanzen vorbeigekommen und mein Basketballherz wurde ein Stück glücklicher 😀

Bevor die letzte Etappe in Angriff nahm, habe ich mir eine kleine Pause gegönnt, da das letzte Stück ziemlich anstrengend aussah.

Vierte Etappe

Vierte Etappe

Nach der Pause begann ein ziemlich steiler Anstieg, angekommen auf den Berg musste ich erst einmal kurz verschnaufen. Dann kam ein kleines Stück das sehr angenehm zu laufen war, aber wirklich nur ein kurzes Stück. Bevor ich wieder runter musste vom Berg, wurde ich mit einer schönen Aussicht auf das Meer belohnt 🙂 Ich dachte, dass das der schlimmste Part war, aber falsch Gedacht. Das aller letzte Stück war nur Berg auf, aber dafür konnte ich noch ein paar Bilder von den Kirschblüten machen. Ich brauchte ungefähr zu meinem Ziel 3 Stunden, mit kurzen Unterbrechungen (Pause und Fotos).

Steinburg Nakagusuku

Ich muss noch dazu sagen das es keine vollständige Burg ist, sondern eine Burgruine. Angekommen an der Steinburg musste ich etwas für den Eintritt bezahlen, es waren aber nur 2-3 Euro. Die Burg wurde vom Fürsten Gosamaru im Jahre 1440 erbaut und war die zweitgrößte Burganlage auf Okinawa. Viele Teile der Burg wurden bei kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört, aber die aus Kalkstein bestehende Festungsmauer ist erhalten geblieben. Nach dem 2. Weltkrieg wurde begonnen die Burg zu restaurieren und zu erhalten (Gehört zum UNESCO Welterbe).

Nach der Besichtigung machte ich noch eine längere Essens/Trink Pause und danach ging es zurück zum Hotel. Den Weg zurück schaffte ich dann in 2 Stunden und zum Schluss war ich dann ziemlich kaputt. Am Ende des Tages hatte ich dann festgestellt, dass ich mir einen Sonnenbrand im Gesicht zugezogen hatte. Die Sonne hatte sich an diesem Tag aber nicht wirklich blicken lassen ^^

Okinawa Teil 1- Ankunft & Peace Museum

Bevor es mit dem eigentlichen Thema losgeht wollte ich nur sagen, dass ich meine Kurse alle bestanden habe. Somit kann ich am Winter Intensivkurs teilnehmen und heißt jeden Tag Japanisch 🙂

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Am 26.01.2015 hatte ich mich auf den Weg nach Okinawa gemacht. Diesmal mit dem Flugzeug und ich hatte den Vorteil das Kobe einen kleinen Flughafen hat. Somit hatte ich es nicht weit zum Flughafen. Mein Flugzeug ist um 14:15 gestartet und 2 Stunden später bin ich dann auch schon wieder gelandet. Angekommen am Naha Flughafen konnte ich gleich erkennen, dass die Insel ein Militärstützpunkt ist (Sehr viele Düsenjets und Militärhubschrauber sind auf diesem Flughafen.) und  es war so warm das ich meine Winterklamotten erst einmal nicht mehr brauchte 🙂

Ich musste dann den Bus mit der Nummer 99 nach Ginowan nehmen der mich direkt am Hotel absetzte. Es war ein ganz normaler Linienbus, d.h. der Bus hielt sehr oft. Bin mir in dem Punkt nicht ganz sicher, ich glaube es waren fast 90 Minuten vom Flughafen bis zum Hotel. Das Hotel lag dann schön am Meer und ich hatte ein Zimmer mit Meerblick bekommen 😀

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Mein Hotel in Okinawa

Mein erster Morgen in Okinawa begann mit einem richtig guten Frühstück, danach hatte ich mich auf den Weg gemacht zum Peace Museum von Okinawa. Mein Haupttransportmittel für die Woche war der Bus. Der große Vorteil vom Bus war, dass ich sehr viel von der Insel gesehen hatte und der Nachteil ich war sehr lange unterwegs um meine Ziele zu erreichen. Ich bin kein großer Busfan, auch in Berlin mag ich es nicht mit dem Bus unterwegs zu sein. Ich brauchte mit dem Bus zum Museum 4 Stunden und zurück 3 Stunden. Das kam dadurch zu Stande das ich eine Stunde auf einen bestimmten Bus warten musste.

Als erstes bin ich wieder in den Bus Nummer 99 eingestiegen und am Naha Bus Terminal ausgestiegen. Der nächste Bus war die Nummer 89, da bin ich bis zur Endstation gefahren Itoman Bus Terminal. Da hatte ich dann meine Zwangspause, ich bin dann etwas rumgelaufen und hatte ein paar Fotos gemacht. Außerdem hatte ich dort meine Mittagspause gemacht. Die Verkäuferin im Laden war sehr nett und mochte meine Brille 🙂

Nach der Pause bin ich dann in den Bus Nummer 82 eingestiegen und ich bin dann bis Heiwa Kinendo Iriguchi gefahren. Dort war dann das Museum und der Park. Das Wetter war jetzt nicht ganz ideal, aber es war trotzdem angenehm. Als erstes bin ich zu der Stelle gegangen, wo alle getöteten des Krieges auf Gedenktafeln nieder geschrieben wurden. Danach bin ich dann zum Museum gegangen und hatte mich über die Geschichte des Pazifik Krieges informiert. Es hat mich wieder sehr nachdenklich gemacht (Besonders wenn man diese Bilder sieht und das die Regierungen der einzelnen Länder immer noch Kriege leichtfertig in Kauf  nehmen. Um hauptsächlich wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, auf Kosten der Bevölkerung.) In dem Museum war es nicht erlaubt Fotos zu machen, das Museum ist in fünf Räumen unterteilt, die die unterschiedlichen Phasen des Krieges auf Okinawa zeigen (Vom Anfang bis zum Ende des Krieges). Zum Schluss des Museums hatte ich mir noch ein Buch mit Informationsmaterial gekauft. Nach über 2 Stunden, hatte ich mich auf den Rückweg gemacht und hatte mich sehr auf etwas zu Essen/Ruhe gefreut (Der Tag war doch ziemlich lang 😀 ).