Nagano Teil 1.0 – Ankunft

In Nagano (20.07.2015) angekommen bin ich direkt zum Hotel gelaufen. Ich war ziemlich froh, dass das Hotel nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt war, da ich extrem Müde und unbedingt eine Dusche brauchte. Das Hotel heißt Sunroute, das Zimmer war zwar klein aber sehr modern und für meine Bedürfnisse war es vollkommen ausreichend. Nach meiner Dusche und ein paar Minuten Ruhe, hatte ich mich auf den Weg gemacht mir ein Restaurant zu suchen um meinen Hunger zu stillen 😀 Da die Nagano Präfektur bekannt ist für ihre Soba Nudeln, hatte ich mich in ein Soba Restaurant, in der nähe des Bahnhofs, gesetzt. Soba Nudeln werden entweder kalt oder warm gegessen. Hängt von der Jahreszeit und der persönlichen Vorliebe jedes einzelnen ab. Ich hatte mir kalte Soba bestellt, da im Sommer die Soba Nudeln kalt gegessen werden und bei der Hitze musste ich nichts warmes essen. Die Soba Nudeln werden mit Stäbchen in eine spezielle Soße getunkt und dann werden die Nudeln nach kurzen einziehen einfach gegessen 😀  Danach hatte ich noch einen kleinen Spaziergang durch Nagano gemacht und hatte mich außerdem erkundigt wo genau der Bus startet, der mich zu meinen nächsten Ausflugsziel in Nagano bringt.

In meinem nächsten Beitrag geht es dann um der Berg und den Schrein Togakushi 

Matsumoto Teil 1.2

Nach der Besichtigung der Krähenburg, hatte ich mich aufgemacht zum Gokoku Schrein. Außerdem hatte ich noch einen kleinen Abstecher zur Shinshu-Universität gemacht. Bevor ich aber an einen der Ziele angekommen bin, hatte ich noch einen Fußmarsch vor mir und ich konnte mir etwas die Stadt Matsumoto anschauen. Ich finde dass die Stadt sich schon von den Städten an der Ostküste unterscheiden und ich konnte alles zu Fuß ablaufen, dass konnte ich leider nicht an meinem Wohnort.

Als erstes bin ich an der Shinshu-Universität angekommen und war schon ziemlich fertig, da die Sonne extrem heftig war. Am liebsten wäre ich duschen gegangen oder in einen See gesprungen 😀 Die Universität unterscheidet sich nicht sonderlich von den anderen Universitäten. Die Architektur der Shinshu-Universität ist eher Realität, als die der Kwansei-Universität.

Die letzte Sightseeing Station an diesem Tag war der Schrein, danach bin wieder zurück Hauptbahnhof von Matsumoto und hatte mir mein Zugticket Richtung Nagano gekauft. Die fahrt dauerte auch noch einmal 45 Minuten.

 

 

Matsumoto Teil 1.1

Am 20. Juli 2015 hatte ich mich auf meine letzte Reise in Japan begeben. An diesem Tag musste ich sehr früh aufstehen damit ich meinen Zug um 7:36 Uhr nach Nagoya bekomme. Hat aber alles super geklappt und in Nagoya angekommen, musste ich mich wieder etwas beeilen damit ich meinen Anschlusszug nach Matsumoto bekomme. Als ich es in den Anschlusszug geschafft hatte, wurde ich mit einen schönen Ausblick auf die Japanischen Alpen belohnt. Es war wirklich sehr schön, besonders da der Himmel fast wolkenlos war.

Meine erste Etappe in Matsumoto war die Burg Matsumoto, aber bevor ich bei der Burg angekommen bin, hatte ich noch ein paar Fotos von der Umgebung gemacht und mir ein Restaurant gesucht, wo ich mein Mittagessen zu mir nehmen konnte. Außerdem muss ich noch dazu sagen, dass es extrem Heiß war. Ohne irgend welche Schutzmaßnahmen (Kopfschutz, Sonnenbrille usw.), hätte ich es nicht den ganzen Tag draußen ausgehalten ^^

Nach meinem Mittagessen bin ich dann zur Burg Matsumoto gelaufen. Die Burg sah von der Farbe definitiv anders aus als die anderen Burgen. Die Burg wurde 1593 bis 1594 erbaut und durch die Schwarz-Weißen Schattierungen ist sie auch bekannt als Krähenburg.

http://welcome.city.matsumoto.nagano.jp/de/contents03+index.id+3.htm

 

Tagesausflug nach Himeji

Da der Taifun Nangka sich abgeschwächt und das Wetter sich deutlich gebessert hat. Wollte ich meinen Ausflug nach Himeji nachholen, den ich am Donnerstag (16.07.2015) geplant hatte. Also bin ich am Sonntag den 19.07.2015 mit der JR-Linie von der Nada Station nach Himeji gefahren. Ich musste nur einmal kurz umsteigen in einen schnelleren Zug am Bahnhof Sannomiya. Die ganze Fahrt hatte ca. eine Stunde gedauert und den Weg zur Burg bin ich dann ganz gemütlich zu Fuß gelaufen. Die Burg sah ich das erste Mal 2009 und es wurde im gleichen Jahr begonnen die Burg zu restaurieren. Anfang Mai 2015 wurde die Burg wieder eröffnet und ich hatte mir die ganze Zeit vorgenommen die restaurierte Burg anzuschauen. Die Burg erstrahlt jetzt in einem kompletten weiß. Vorher waren die Dächer schwarz und die Außenfassade weiß. Mir gefällt die Burg vom Äußeren wesentlich besser, leider hat sich im Inneren nichts getan (Keine Ausstellungstücke oder Informationen über die Geschichte).

Ich persönlich kann nur empfehlen einen Ausflug zur Himeji Burg zu unternehmen, wenn man die Möglichkeit hat, besonders da die Burganlage wunderschön ist 🙂

Der zehnte Monat

Die Universität ist seit dem 15. Juli 2015 für mich vorbei und die letzten Wochen waren doch noch einmal ziemlich stressig. Ich habe alle meine Essays geschafft und mich so gut wie möglich auf die Klausuren vorbereitet. Leider kann ich noch nicht sagen, ob ich die Kurse bestanden oder nicht bestanden habe. Außerdem gab es für uns Austauschstudenten eine schöne und kleine Abschlussfeier, mit einem sehr leckeren Essen und einem Unterhaltungsprogramm. Dann gab es für alle Studenten, die die Kwansai Universität verlassen, eine sehr schöne Mappe, mit einem Teilnehmerzertifikat.

Der Sommer hat in Japan eingezogen und es einfach nur heiß und schwül. Die Temperaturen liegen seit über zwei Wochen bei 30 oder mehr Grad. Die Nächte haben fast die gleichen Temperaturen wie am Tag, so ca. 26 bis 28 Grad. Also schlafen ohne Klimaanlage war für mich nicht mehr möglich, da ich mich sonst überhaupt nicht mehr erholt gefühlt hatte. Was kann ich noch zum Sommer sagen, ich habe gelesen dass die Zikaden die Vorboten des Sommers sind und einfach zu Jahreszeit gehören. Aber sie nerven einfach nur, ich höre die Zikaden schon am frühen Morgen bei geschlossenem Fenster. Am Tag werden sie etwas leiser, aber das solche Tiere so einen Krach machen können hatte ich nicht erwartet. Leider gehören zum Sommer auch die Taifune, zur Zeit ist der Taifun Nangka über Japan gefegt. Der Wind war dieses Mal nicht stark, aber dafür hat es von Donnerstag Nachmittag bis Samstag Morgen (16.7 bis 18.7) durchgängig geregnet. Das hat dazu geführt, dass sich die Erde in den Bergen aufgeweicht hat. Die Folgen sind, dass es zu Erdrutschen kommt. Der nächst Taifun ist schon unterwegs, der Name lautet Halola. Es steht aber noch nicht fest wo er am Ende genau landet.

Am Montag dem 20.7.2015 beginnt dann mein 8 tägiger Trip nach Matsumoto, Nagano und Tokyo. Ich hoffe, dass das Wetter einigermassen Stabil bleibt ^^ 

 

 

 

 

Auf in die ländliche Gegend Japans

Für mich und sieben andere Studenten des Geographie Kurses ging es am 13. Juni 2015 nach Ayabe. Ayabe liegt in der Präfektur Kyoto und das Dorf in dem wir eine Nacht im Hostel übernachtet hatten heisst Yamauchi. Es war wirklich die ländlichste und traditionellste Gegend Japans.

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Verabredet waren wir um 13 Uhr mit unseren Professor am Bahnhof Ayabe, aber erst einmal war es ein langer Fahrtweg bis zu unserem Ziel. Ich bin um ca. 9:30 Uhr vom Wohnheim losgegangen und bin zum Nada Bahnhof der JR-Linie gelaufen (Das waren nur wenige Minuten). Von der Nada Station bin ich dann erst einmal nach Amagasaki gefahren, dann musste ich umsteigen um nach Takarazuka zu kommen. Um 10:30 Uhr etwa bin ich in Takarazuka angekommen und hatte mich mit den anderen Studenten getroffen. Mit dem Zug um 10:46 Uhr sind wir dann alle zusammen weiter gefahren nach Sasayamaguchi, dann sind wir wieder umgestiegen in den Zug nach Fukuchiyama. In Fukuchiyama angekommen mussten wir ca. eine halbe Stunde warten um mit den nächsten Zug nach Ayabe zu fahren. Wir sind dann um ca. 13 Uhr in Ayabe angekommen und dort hat dann unser Professor auf uns gewartet. Außerdem wartete auf uns ein Shuttle Bus, der uns dann zum Hostel gefahren hat. Das war wirklich eine lange fahrt, aber auch die günstigste ca. 2600 Yen.

Als der Bus uns am Hostel abgesetzt hatte, wurde wir sehr freundlich von einer netten Frau begrüßt. Uns wurden die Zimmerschlüssel übergeben und unser Professor hat uns für den restlichen Samstag erste einmal Freizeit gegeben. Das haben wir genutzt um uns die Gegend anzuschauen und dann sind wir ins Onsen gegangen. Am Abend gab es dann ein sehr leckeres Abendessen. Als wir fertige mit dem Essen waren, sind wir dann nach draußen gegangen und ich habe das erste Mal in meinem Leben Glühwürmchen gesehen 😀 Danach konnten wir uns aussuchen ob wir zu unser Unterkunft gehen wollen oder ins Izakaya (Kneipe). Ich bin dann mit ins Izakaya gegangen, wo wir noch was getrunken und Karaoke gesungen hatten.

Der 14. Juni 2015 begann um 8 Uhr mit einem Frühstück, danach hat uns ein Bus abgeholt und hat uns in die Berge gefahren, zu ein sehr sehr kleinen Dorf. Das Dorf wenn ich mich recht erinnere hatte nur noch 4 oder 5 Einwohner, alles Frauen und um die 80 Jahre alt. Uns hat dann einer der Frauen noch etwas zu Essen mitgegeben 🙂 Die Dörfer die wir uns an diesem Tag angesehen hatten, symbolisierten sehr gut den Demographischen Wandel in Japan. Es leben hauptsächlich nur noch ältere oder sehr alte Menschen in den Dörfern. Es gibt kaum Infrastruktur, die Möglichkeit etwas einzukaufen oder etwas zu unternehmen z.B. Kino, Theater oder andere Freizeitaktivitäten. Außerdem sind die Winter extrem hart und die Häuser so gut wir gar nicht isoliert. Nicht wirklich attraktiv für Junge Leute, die es eher in die Städte zieht. Zum Schluss gab es dann noch Mittagessen (Soba) und dann hatten wir uns auf den Rückweg gemacht.

Meine Empfehlung ist, wer wirklich das ursprüngliche Japan sehen möchte, muss in die ländliche Gegend reisen 🙂