5.7 – Geburtstag über Tokyo (Herbst 2022)

Liebe Leser, willkommen zu einem neuen Gastbeitrag meinerseits für Danas Japanblog. Es ist der letzte Tag unserer Reise, wir wollen ihn noch richtig nutzen. Unerwarteterweise habe ich auch noch zufällig Geburtstag…

Meine lieben Freunde bringen mir Geschenke, ich freue mich sehr über eine Kalimba (dieses Instrument klingt sehr schön, aber ich bin trotzdem unmusikalisch. Arme Dana! 😀 ) und eine Flasche eines seltenen lokalen Setouchi Gin, den mein Freund in Hiroshima vom Barkeeper Kentaro gekauft hat und signieren ließ.

Dafür sind alle zu Frühstück mit Kuchen in „unserem“ Komeda’s Coffee (Komeda’s Coffee in Shibuya) eingeladen.

Als nächstes gehen wir zum berühmten „Shibuya Sky Scramble Building“. Der Ausblick muss vom 46. Stock fantastisch sein, zumindest sind Webseite und Werbevideo beeindruckend. (展望施設「SHIBUYA SKY(渋谷スカイ)」について). Die Tickets gehen schnell weg, es ist ratsam vorab zu reservieren. Aber 2022, kurz nach der Öffnung für Touristen nach dem Einreiseverbot (Covid-19), kriegen wir noch Tickets für denselben Tag. Ich habe die Zeit auf den Sonnenuntergang festgelegt. Sieht bestimmt toll aus.

Mit den Tickets in der Tasche fahren wir mit der Yamanote Line nach Shinjuku und steigen in die Chuo Line um. Unser Zielbahnhof ist Nakano Station. Dana besucht mit einem Freund das „Nakano Broadway“ Einkaufszentrum (Teil 1 – Ankunft in Tokyo (Austauschjahr 2014/15) ). Da gibt es viel, was das Otaku-Herz begehrt. Auch seltenere Figuren und Karten kann man hier günstiger als in Akihabara bekommen (Kaiserpalast und Akihabara (Austauschjahr 2014/15)).

Ich dagegen möchte mit meinem Freund spazieren gehen, er ist so wie ich nicht so sehr an dem Einkaufszentrum interessiert wie die anderen beiden. Wir schauen uns den „Nakano Shiki no Mori Park“ an und laufen dann nordwärts durch die Gassen. Hier ist Tokyo ruhig und leise, nur 30 min mit dem Zug von Shibuya entfernt. Ein gemütliches Wohnviertel mit lokalen Geschäften, kleinen Cafés und Restaurants. Wir sehen ein Torii (Verlinkung Google Maps) und erkunden die heilige Stätte dahinter. Nicht nur einer, sondern gleich drei Schreine befinden sich hier. Es ist sehr friedlich, wir kaufen Omamori und genießen die Ruhe.

Direkt daneben findet sich mit dem „Nakano City Araiyakushi Park“ (Verlinkung Google Maps) ein klassisches Beispiel eines Tokyoter Stadteilparks mit Fischteich (tatsächlich darf man hier angeln, aber vermutlich muss man den Fisch wieder zurück ins Wasser geben und nicht mit nach Hause nehmen), kleinem Kinderplanschbecken, Kirschbäumen und einem buddhistischen Tempel „Araiyakushi Baishouin“ (https://araiyakushi.or.jp/), den man besonders in Sachen Augenheilkunde konsultieren kann.

 

Am „Nakano Broadway“ treffen wir uns wieder und fahren zurück nach Shibuya. Es wird Zeit, auf den Wolkenkratzer zu gehen. Unser reserviertes Zeitfenster naht.

Es ist etwas wolkig, ob wir den Fuji sehen können? Das hochmoderne Gebäude ist beeindruckend, oben gibt es indoor Kunst zu sehen, und auch die Möglichkeit bei schlechtem Wetter durch Fenster zu schauen. Die Dachterrasse wird nur bei geeignetem Wetter geöffnet und man darf keine Gegenstände mitnehmen, die leicht davon geweht werden können.

Der Ausblick ist fantastisch! In alle Richtungen gibt es was zu sehen, und sogar Fuji-San ist am Horizont auszumachen. Ich habe für Dana und mich das Premium Paket in der „The Roof Bar“ gebucht, wir haben eine eigene Couch und Champagner um auf uns, diese Reise und meinen Geburtstag anzustoßen.

 

Die Nacht bricht herein, und Tokyo schaltet die Lichter ein. Ein Farbenmeer ohne Gleichen erstreckt sich bis zum Horizont. Tokyo Tower, Skytree, Miyashita Park… Alles ist bunt beleuchtet. Ich würde das einen gelungenen Abschluss dieser Reise nennen, wäre ich nicht ich. Natürlich muss es noch ein tolles, sehr japanisches Essen geben!

Wieder auf Bodenniveau irren wir um den Bahnhof Shibuya herum. Danas Freundin Mai hat für uns einen Tisch im „Hyoto Kyoto“ Restaurant (https://hyoto.jp/menu/) reserviert. Das Restaurant ist im 7. Stock eines Hochhauses, Japans Großstädte sind unglaublich vertikal. Alles kann zwischen Etage -2 bis +unendlich stattfinden. Wir sind Mai sehr dankbar für die Organisation, und dafür, dass sie uns auch noch als Übersetzerin hilft, das Personal versteht so viel Englisch wie wir Japanisch.

Ich ordere direkt Nomihodai für uns, damit kann man für einen festen Preis in begrenzter Zeit so viel trinken wie man möchte. Dieses Konzept gibt es auch für Essen, aber das ist dann eher in Izykaya üblich (Japan-Experience – Tabehodai u. Nomihodai). Das Essen ist ein edler „Shabu Shabu“ Kurs, den ich noch um saisonales japanisches Schweinefleisch erweitern lasse (Wikipedia – Shabu Shabu). Köstlich! Wir haben viel Spaß und ich bekomme sogar noch ein Eis mit Wunderkerze zum Dessert.

 

Was für ein schöner Tag, so feiert man gerne seinen Geburtstag. Ich bin dankbar für diese Reise, die ich mit meiner Dana und unseren lieben Freunden erleben durfte. Morgen geht es wieder nach Deutschland. Doch es warten neue Reisen auf uns, das ist sicher!

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