Dies ist mein erster Gastbeitrag für „Danas Exchange Year Blog“. Dana hat mir als wir uns kennenlernten viel von Japan erzählt und so beschlossen wir, 2017 gemeinsam nach Japan zu reisen. Guess what… Jetzt bin ich auch mit der Liebe zu Japan infiziert! Na herzlichen Dank 😀
Im Jahre 2019 reisten wir erneut ins „gelobte Land“, diesmal mit Verstärkung in Form von Danas Bruder und einem guten Freund. Meist haben wir zu viert etwas unternommen, doch in Hiroshima brach ich am 30. März 2019 mit Danas Bruder zu einen eigenen Ausflug auf. Nach dem Frühstück bei „Komeda’s Coffee“ und einem Morgenspaziergang, bei dem wir die Japaner im Peace Park die Kirschblüten bestaunen sahen, nahmen wir die Straßenbahn zur Hiroshimako Station. Hier starten verschiedene Fährverbindungen, wir haben uns für die schnelle „Super Jet“ Variante nach Kure entschieden. Hier findet ihr die Abfahrtzeiten: http://setonaikaikisen.co.jp/language/en/superjet/
Die Fahrt vergeht wie im Fluge, das kann daran liegen, dass das Boot tatsächlich fast fliegt. „Super Jet“ eben. Mit einem Eiskaffee an Bord lässt es sich gut leben und man kann die Küstenlinie und vielen Schiffe betrachten. Kure ist eine historische Hafenstadt, neben zivilem Schiffbau wurden vor allem im zweiten Weltkrieg hier auch Kriegsschiffe gebaut. Das berühmteste Schiff ist sicher die Yamato, das weltweit größte Schlachtschiff. Leider ist in Kure keine historische Bebauung übrig, die amerikanischen Bomben haben alles vernichtet.
Im Hafendistrikt befindet sich das Yamato Museum (Link zum Museum: https://yamato-museum.com), gleich neben dem Museum der „Japanische Self Defence Force“. Das ist heutzutage die Quasi-Armee Japans, das offiziell keine richtige Streitmacht unterhält.
Da ich in der Zeit gern das Spiel „World of Warships“ gespielt habe, war ich sehr neugierig. Das Museum hat mich dann auch nicht enttäuscht. Es gibt ein Modell des Schlachtschiffs im Maßstab 1:10, um dieses kann man herumlaufen und per Smartphone-AR „in das Schiff hineinsehen“.

Es gibt viele Modelle berühmter Schiffe zu sehen, auch ein original Mitsubishi Zero Kampfflugzeug ist zu bestaunen. Ebenso kleine Spezial-U-Boote, die in ziemlich selbstmörderischer Art zum Angriff auf feindliche Großkampfschiffe vorgesehen waren. Sogar solche Kuriositäten wie der Unterwasser-Flugzeugträger I-400 (damit wollten die Japaner die USA bombardieren) sind als Modell zu begutachten.
Die Bilder zeigen Eindrücke aus dem Museum. Wer das Krokodil findet bekommt 100 Bonus-EXP. 😀







Im angrenzenden Gelände ist ein Wellenbrecher derart gestaltet, dass man auf ihm einen Teil des Decks der Yamato „begehen“ kann. Es verdeutlicht ganz gut die Ausmaße dieses Koloss! Doch die Zeit der Schlachtschiffe war vorbei als es gegen Ende des Krieges geopfert wurde. Ein sinnloser Angriff sollte die Ehre der Marine retten und kostete doch nur viele Menschenleben.
Beeindruckt und auch etwas bedrückt wanderten wir zum Bahnhof in Kure, um mit dem Bus nach Hiroshima zurückzufahren. Ein Abend mit leckerem Essen und dem Nachtleben in Hiroshima erwartete uns.
Hier noch ein Video über das Krokodil in Kure 🙂