Zurück in Deutschland

Am 4. August 2015 bin ich wieder in Deutschland (Berlin) gelandet. Ich habe mich sehr gefreut meine Familie wieder zu sehen, aber ich brauchte auch Zeit mich wieder in Deutschland einzuleben. Besonders die ersten Tage waren sehr anstrengend: Ich musste mich erinnern nicht mehr japanisch zu reden oder mich nicht mehr zu verbeugen. Wieder mit der S-Bahn fahren in Berlin war und bleibt nervig, die S-Bahn kam gleich mal zu spät, es ist laut und es ist nicht gerade sauber in den Bahnen. Auch in Berlin selber sind die Menschen deutlich lauter, unfreundlicher und im Gegensatz zu Japan unorganisiert. Der Dreck auf den Straßen und die Graffitis in Berlin wurden einem erst so richtig bewusst als ich wieder zurück in meiner Heimat war. Berlin ist schon ein extremes Beispiel, aber ich wäre wirklich aus den Gründen sofort wieder in ein Flugzeug gestiegen und zurück nach Japan geflogen.

Aber die Zeit ist auch vergangen, ich habe meine Freunde wieder gesehen, mich wieder in mein Hochschultaltag eingelebt und meinen Bachelorabschluss gemacht. Auch sind viele Situationen deutlich leichter zu händeln gewesen, da Deutschland doch in bestimmten Situationen flexibler ist 😀

Ich wollte auch noch mal Danke sagen, zu Menschen die mir es mir ermöglicht haben nach Japan zu gehen. Besonders großen Dank an meine Familie, Freunde und Bekannte die mich während der Vorbereitungszeit auf, während und danach unterstützt haben. Ein weiterer Dank geht an meine Austauschkoordinatorin, meinen Professoren der HTW-Berlin (Fakultät Umweltinformatik) und den Mitarbeitern der Kwansei Gakuin Universität, die mir meine Fragen jederzeit beantwortet haben und ohne diese Menschen wäre ich nicht nach Japan gegangen 🙂

Jetzt ist schon eine lange Zeit vergangen, ich mache gerade meinen Master in Dresden (Geoinformatik) und befinde mich in einer neuen Beziehung. Mit meinem Freund war ich wieder im August/September 2017 für drei Wochen in Japan und es war einfach schön neue und bekannte Orte wieder sehen. Das leckere Essen zu genießen und Freunde wieder zu treffen 😀

In der nächsten Zeit habe ich wieder die Gelegenheit mit Japan in Kontakt zu kommen. Da es ein Projekt mit Universität Chiba gibt. Im September kommt eine Delegation nach Dresden 🙂 Ab und zu lerne ich ein bisschen japanisch und genieße ich im japanischen Restaurant „Yukito“ ein sehr leckeres Sushi und andere japanische Spezialitäten. Leider gibt es keine Ramen Suppe oder Okonomiyaki in Dresden, das vermisse irgendwie schon ^^

Ansonsten gibt es nichts mehr über mein Austauschjahr zu sagen, außer dass ich sehr froh bin diese Erfahrungen (positive und negative) gemacht zu haben. Der Blog ist damit eigentlich abgeschlossen, aber ich hätte schon noch Lust ab und zu etwas über Japan zu schreiben 😀

Letzter Ausflug in Japan zum Koyasan

Dieser Eintrag kommt sehr sehr sehr spät, aber ich hatte wieder Lust etwas über Japan zu schreiben. Mein Ausflug nach Koyasan war am 3. August 2015 und dieser Ausflug war dann auch mein letzter.

Ich bin wieder mal sehr früh gestartet, da der Weg von Osaka nach Koysan etwas über eineinhalb Stunden gedauert hat. Gestartet bin ich von der Station Kitahama, dann bin ich umgestiegen an der Tengachaya Station in den „Limited Express Koya“ und zum Schluss musste ich noch umsteigen an der Gokurakubashi Station  in die „Cable Car“. Angekommen an der Koyasan Station hatte ich den Bus genommen, um in den Ort (Koya) zu gelangen, danach war ich zu Fuß unterwegs.

Zu aller erst hatte ich mir ein Restaurant gesucht, das auf dem Weg zum meinem ersten Tagespunkt auf meiner Besichtigungsliste lag. Im Restaurant hatte ich Yakisoba gegessen, was sehr sehr lecker war und zum Schluss hatte ich mich noch mit der Inhaberin auf japanisch unterhalten. Es war zwar nur Smaltalk, aber ich war sehr glücklich, dass die Lernerei geholfen hat und was hängen geblieben ist ^^

Nach dem Essen bin ich dann weiter zu einem riesengroßen buddhistischen Friedhof gelaufen. Dieser lag in einem Wald, es war sehr ruhig, es lag eine mystische Atmosphäre in der Luft und durch die Berge war es auch angenehm kühl. Am Ende des Friedhofs liegt ein Mausoleum des Koboto Daishi. Koboto Daishi war der Gründer der religiösen Gemeinschaft in Koya. Das einzige was mich etwas gewundert hatte waren die Hinweisschilder, die ich am Anfang nicht deuten konnte. Es handelte sich aber um ein Insekt (Tier), das von den Bäumen fällt und die gleiche Eigenschaften hat wie Blutegel oder es waren sogar Blutegel. Gesehen hatte ich keine, aber ich war froh mein Basecap zu tragen 😀

Danach bin ich weiter, um noch mehr Tempel und Schreine anzuschauen. Leider weiß ich nicht mehr wie die ganzen Gebäude heißen. Hier sind aber einige Bilder 🙂

Auf den Rückweg haben mir ganz schön die Füße wehgetan, am besten wäre es ein Fahrrad zu haben oder in einen der vielen Tempel o. Schreine für ein paar Nächte zu übernachten. Ich bin dann mit dem Bust zur Koyasan Station gefahren und von da aus ging es zurück in mein Hotel in Osaka. Zum Abschluss bin ich dann noch mal Okonomiyaki essen gewesen, bevor es dann am 4. August 2015 zurück nach Deutschland ging.