Auf in die ländliche Gegend Japans

Für mich und sieben andere Studenten des Geographie Kurses ging es am 13. Juni 2015 nach Ayabe. Ayabe liegt in der Präfektur Kyoto und das Dorf in dem wir eine Nacht im Hostel übernachtet hatten heisst Yamauchi. Es war wirklich die ländlichste und traditionellste Gegend Japans.

Bildschirmfoto 2015-06-27 um 03.48.44

Verabredet waren wir um 13 Uhr mit unseren Professor am Bahnhof Ayabe, aber erst einmal war es ein langer Fahrtweg bis zu unserem Ziel. Ich bin um ca. 9:30 Uhr vom Wohnheim losgegangen und bin zum Nada Bahnhof der JR-Linie gelaufen (Das waren nur wenige Minuten). Von der Nada Station bin ich dann erst einmal nach Amagasaki gefahren, dann musste ich umsteigen um nach Takarazuka zu kommen. Um 10:30 Uhr etwa bin ich in Takarazuka angekommen und hatte mich mit den anderen Studenten getroffen. Mit dem Zug um 10:46 Uhr sind wir dann alle zusammen weiter gefahren nach Sasayamaguchi, dann sind wir wieder umgestiegen in den Zug nach Fukuchiyama. In Fukuchiyama angekommen mussten wir ca. eine halbe Stunde warten um mit den nächsten Zug nach Ayabe zu fahren. Wir sind dann um ca. 13 Uhr in Ayabe angekommen und dort hat dann unser Professor auf uns gewartet. Außerdem wartete auf uns ein Shuttle Bus, der uns dann zum Hostel gefahren hat. Das war wirklich eine lange fahrt, aber auch die günstigste ca. 2600 Yen.

Als der Bus uns am Hostel abgesetzt hatte, wurde wir sehr freundlich von einer netten Frau begrüßt. Uns wurden die Zimmerschlüssel übergeben und unser Professor hat uns für den restlichen Samstag erste einmal Freizeit gegeben. Das haben wir genutzt um uns die Gegend anzuschauen und dann sind wir ins Onsen gegangen. Am Abend gab es dann ein sehr leckeres Abendessen. Als wir fertige mit dem Essen waren, sind wir dann nach draußen gegangen und ich habe das erste Mal in meinem Leben Glühwürmchen gesehen 😀 Danach konnten wir uns aussuchen ob wir zu unser Unterkunft gehen wollen oder ins Izakaya (Kneipe). Ich bin dann mit ins Izakaya gegangen, wo wir noch was getrunken und Karaoke gesungen hatten.

Der 14. Juni 2015 begann um 8 Uhr mit einem Frühstück, danach hat uns ein Bus abgeholt und hat uns in die Berge gefahren, zu ein sehr sehr kleinen Dorf. Das Dorf wenn ich mich recht erinnere hatte nur noch 4 oder 5 Einwohner, alles Frauen und um die 80 Jahre alt. Uns hat dann einer der Frauen noch etwas zu Essen mitgegeben 🙂 Die Dörfer die wir uns an diesem Tag angesehen hatten, symbolisierten sehr gut den Demographischen Wandel in Japan. Es leben hauptsächlich nur noch ältere oder sehr alte Menschen in den Dörfern. Es gibt kaum Infrastruktur, die Möglichkeit etwas einzukaufen oder etwas zu unternehmen z.B. Kino, Theater oder andere Freizeitaktivitäten. Außerdem sind die Winter extrem hart und die Häuser so gut wir gar nicht isoliert. Nicht wirklich attraktiv für Junge Leute, die es eher in die Städte zieht. Zum Schluss gab es dann noch Mittagessen (Soba) und dann hatten wir uns auf den Rückweg gemacht.

Meine Empfehlung ist, wer wirklich das ursprüngliche Japan sehen möchte, muss in die ländliche Gegend reisen 🙂