Nachmittag in Osaka

Ein kurzer Beitrag zwischendurch, bevor der nächste Teil über Aso kommt 🙂

Heute hatte ich mich mit Sakiko in Osaka am Bahnhof Umeda getroffen. Da ich Sakiko schon lange nicht mehr gesehen hatte, habe ich mich sehr gefreut sie wieder zu sehen. Sie hatte den Vorschlag gemacht in ein Schokoladen Cafe zu gehen. Ich hatte mir einen heißen Kakao und ein Stück Schokoladenkuchen bestellt 😀

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Wir hatten uns dann uns sehr viel zu erzählen, es war mal wieder eine Mischung aus Englisch und Japanisch. Aber hauptsächlich hatten wir uns in Englisch verständigt und uns gegenseitig viele Fotos gezeigt. Da Sakiko jetzt mit ihrem Studium fertig ist und erst am 1. April mit ihrem neuen Job beginnt, hatte sie viel Zeit zum Reisen. Deshalb gab es auch viele Fotos die ich mir unbedingt angucken wollte 🙂 Danach sind wir noch in ein Anime Shop (JUMP) gegangen, ich fand den Shop sehr teuer, besonders die Animefiguren.

Nach unserem kleinen Besuch im Anime Shop, hatten wir uns an der U-Bahnlinie Midosuji verabschiedet. Da ich noch unbedingt nach Namba wollte, um einen NBA Shop aufzusuchen. Der Shop befand sich in der Nähe der U-Bahnstation Shinsaibashi. Angekommen gab es mehrere Abteilungen, die aufgeteilt sind in Basketball, Fußball, Baseball und American Football. Mich hat es natürlich zum Basketball verschlagen und ich hatte alles gefunden was mich interessiert hat. Dafür hat sich mein Kontostand etwas nach unten verschoben, war nicht ganz billig der Spaß ^^

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Nach meinen kleinen Shopping Trip, hatte ich mich wieder auf den Weg nach Kobe gemacht. Bevor ich den Eintrag beende, hatte ich noch nach dem verlassen des NBA Shops diese kuriosen und aufgemotzten Autos gesehen 🙂

Aso Teil 1- Ankunft im Ryokan Sozankyo

Diese vier Tage Reise begann am 16.03.2015 und meine Reise führte mich nach Kyushu. Besser gesagt verschlug es mich in die kleine Stadt Aso. Bekannt ist Aso durch seinen aktiven Vulkan, der mehrere Krater hat. Aber nur einer davon ist aktiv und dass ist der Krater Naka-dake. Ich bin wieder einmal mit den Shinkansen gereist (Drauf hatte ich mich richtig gefreut 🙂 ) und gestartet bin ich vom Bahnhof Shin-Kobe um 11:12 Uhr. Dieses Mal bin ich mit Sakura Schnellzug gefahren und mein erster Reiseabschnitt war der Bahnhof Kumamoto, den erreichte ich um 14:14 Uhr.

Dann musste ich mir noch ein Ticket nach Aso kaufen und setzte mich in die nächste Bahn. Ich musste aber noch einmal umsteigen. Nach 35 Minuten bin ich dann in Higoozu ausgestiegen und da wartete dann mein letzter Zug, der mich dann bis zum Bahnhof Aso gebracht hat (Fahrtdauer 45 Minuten). Angekommen am Bahnhof gab es zwei Möglichkeiten zum Ryokan zu kommen: Erstens mit dem Bus und zweitens mit dem Taxi. Ich entschied mich für das Taxi, weil ich mit den Bussen einfach nicht zurecht kam. Da alles auf Kanji geschrieben war und bevor ich in den falschen Bus einsteige, nehmen doch lieber ein Verkehrsmittel das mich heil an mein Ziel bringt.

Angekommen am Ryokan wurde sehr sehr höflich begrüßt und mir wurde erst einmal alles erklärt. Während mir alles erklärt wurde bekam ich eine Tasse traditionellen Japanischen Tee und eine Japanische Süßigkeit. Ich musste mich noch entscheiden wann ich den Frühstücken möchte, es gab drei Auswahlmöglichkeiten 7:30, 8:00 und 8:30 Uhr. Meine Entscheidung fiel auf 8:30 Uhr, da ich etwas länger schlafen konnte (Wirklich ausschlafen war das auch nicht ^^ ). Außerdem hatte ich mir gleich eines der Private Onsen reserviert. Nach der langen Fahrt war das wirklich eine Wohltat. Aber erst wurde mir mein traditionelles Japanisches Zimmer gezeigt, mit Tatami Matten und Futon. Mein Futon wurde von einem Mitarbeiter jeden Abend aufgebaut und am Morgen wieder weggeräumt.

 

Nach meinen Besuch im Onsen machte ich noch eine kleine Pause und wollte ich mir eine Lokalität für mein Abendessen suchen. Ich hatte vom Onsen eine Karte von der Umgebung erhalten, wo alle Restaurants und Bars eingezeichnet sind. Ich hatte mich an diesem Abend für Sushi entschieden 🙂

 Dann fehlt nur noch mein Bett für die nächsten Nächte ^^

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Sumo Tournament

Als das Studentenwohnheim beschloss zum Sumo Tournament zu gehen, hatte ich mich richtig gefreut. Da ich mir umbedingt einmal Sumo anschauen wollte 😀

Am Samstag den 14.03.2015 hatten wir uns um 9 Uhr auf den Weg nach Osaka gemacht. Der Ausflug beinhaltete nicht nur das Sumo, sondern auch eine Besichtigung der Osaka Castle, des Namba Viertels und eine kleine Bootstour. Ich hatte zwar schon das Osaka Castle und das Namba Viertel gesehen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Wir waren eine ziemlich große Gruppe und dadurch konnte ich mal wieder mit Leuten sprechen die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte 🙂 Leider war das Wetter am Morgen ziemlich regnerisch, aber am Nachmittag kam die Sonne raus.

Osaka Castle

Kleine Bootstour

Die Bootstour war jetzt nicht sehr lang. Wir waren ungefähr 20 Minuten auf dem Boot und hatten uns mit dem Boot in Richtung Namba aufgemacht. Als wir ausgestiegen sind mussten wir noch kurz mit der U-Bahn fahren.

Namba Viertel

In Namba angekommen hatten wir dann 2 Stunden Zeit für das Mittagessen unserer Wahl und wer noch Zeit und Lust hatte konnte noch etwas shoppen. Nach einer Empfehlung eines Japaners gab es ein richtig gutes Ramen Restaurant in Namba und da ich gerne Ramen esse bin dann einfach mitgegangen. Jeder konnte seine Ramen beliebig zusammen stellen z.B. den Schärfegrad, mit/ohne Fleisch usw.

Sumo Tournament

Nach der Mittagspause hatten wir uns mit der U-Bahn auf den Weg zum Sumo gemacht. Am Eingang hatten wir unsere Eintrittskarte erhalten und von den Mittarbeitern des Sumo Turniers noch einen Ablaufplan mit den Namen der Sumoringer bekommen.

Wir saßen zwar ziemlich weit hinten, aber die Plätze war trotzdem richtig gut. Ich konnte den Ring und die Kämpfe sehr gut erkennen. Die Atmosphäre war ebenfalls sehr gut und die Japaner hatten ihre lieblings Ringer immer mit sehr viel Begeisterung angefeuert (Das hat uns sogar mitgerissen 😀 )  An sich sind die Regeln des Sumo sehr einfach, ein Ringer hat den Kampf verloren wenn er mit einen Körperteil (außer den Füßen) den Boden berührt oder über die Ringmakierung kommt. Manche Kämpfe sind sehr schnell vorbei, dafür sind andere Kämpfe extrem spannend und mitreißend. Sumo hat natürlich einer sehr lange Geschichte und es ist verknüpft mit Japanischen Religion (dem Shintoismus).

Hier ist ein Link über die Entwicklung des Sumos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sumō#Regeln_und_Ablauf 

Bilder vom Sumo Tournament

Zum Schluss gab es noch für uns ein Autogramm von einem Sumoringer. Ich kann nur jedem empfehlen sich Sumo anzuschauen 😀

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Autogrammkarte: Wir schätzen, dass das Autogram von einem Sumoringer mit dem höchsten Rang kommt (Yokuzuna). Wir konnten leider das Kanji nicht entziffern und es gab in diesem Turnier zwei Yokuzunas.

Der Frühling kommt

Ein kleiner Eintrag zwischen durch

Langsam beginnt der Frühling in Japan. Die Bäume und Pflanzen beginnen zu blühen, dafür spielt das Wetter komplett verrückt. Es fühlt sich an wie der April, der nicht weiß was er will. Die Woche bestand aus Regentage oder einen Mix aus Sonne, Schnee, Regen und viel Wind. Was mir etwas zu schaffen macht sind diese starken Temperaturschwankungen von angenehm warm bis kalt und würde am liebsten im Bett liegen bleiben ^^

Am 12.03.2015, bin ich und einer Freundin nach unserem Deutsch/Österreichische Kaffeekränzchen zu einem Pflaumengarten in der Nähe unserer Universität gelaufen. Dort gab es richtig viele Pflaumenbäume, mit sehr viel unterschiedlichen Farben. Mir hat der Garten sehr gut gefallen, besonders da es nicht so ein großes gedränge gab. Wenn die Kirschblüte beginnt sind sehr viele Menschen unterwegs und das macht mir nicht immer so viel Spaß.

Der fünfte Monat- Halbzeit

Jetzt bin ich schon etwas mehr als fünf Monate hier und habe mich ganz gut eingelebt. Aber ich merke auch, dass die Rückkehr nach Deutschland immer näher rückt. Ich werde die restlichen Monate definitiv noch genießen bevor es zurück geht. Meine Pläne sehen für die nächsten Wochen so aus, dass es mit dem Studentenwohnheim einen Trip nach Osaka gibt, dann komme ich auch das erste Mal in Genuss mir Sumo live anzuschauen. Dann werde ich Mitte März mit der Bahn nach Aso fahren, außerdem beginnt bald die Kirschblüten Session und das bedeutet kleine Ausflüge in die Umgebung 🙂

Mitte Februar hatten wir dann endlich unsere kompletten Ergebnisse erhalten, also Sprachkurse und Kulturkurse. Im Japanischkurs Pre 1 A (Grammatik + Kanji) habe 76 Prozent erhalten und in dem Japanischkurs Pre 1 B (Kommunikation) durfte ich mich über 72 Prozent freuen. Ich muss dazu sagen das ich in Kommunikation nicht mit soviel Prozentpunkten gerechnet hätte. Mit meinen Japanisch sieht es zur Zeit so aus das ich einfach Kontexte verstehe und auf Fragen kurze/einfache Antworten geben kann. Wenn es komplizierter wird, fühle ich mich dann doch ziemlich überfordert und wechsle dann ziemlich schnell ins Englische. Meine Kulturkurse die ich belegt hatte sind gut bis sehr gut ausgefallen. In dem Modul Umweltprobleme im modernen Japan habe ich 90 Prozent erreicht. Im anderen Modul Geographie Japans habe ich mir 74 Prozent verdient. Ich bin jedenfalls sehr happy, dass ich das Herbst Semester (Japan ist es aufgeteilt in Frühling/Herbst) gut abgeschlossen habe.

Zur Zeit befinde ich mich im Intensivkurs und es ist wirklich sehr intensiv (4 1/2 Wochen, Montag bis Freitag Japanisch) Das bedeutet jeden Tag Hausaufgaben, Anwesenheitspflicht und fast jeden Tag einen Test. Die letzten drei Wochen waren besonders hart da ich in einer Woche 5, in der nächsten 6 und in der letzten Woche 5 Tests + eine Abschlussarbeit in Kanji geschrieben hatte. Die nächste Woche sieht bei mir so aus, dass ich 2 Tests in Kommunikation + 2 Abschlussarbeiten (Grammatik und Kommunikation) schreibe. Aber am 12.3.2015 habe ich es erst einmal wieder geschafft und knappe 3 Wochen frei bis das Frühlingssemester beginnt.

Außerdem steht mein Rückflug nach Deutschland jetzt endgültig fest. Ich werde am 4. August wieder nach Deutschland zurückkehren. Zum Abschluss noch zwei Ereignisse die im letzten Monat stattgefunden hatten.

Origami (7.02.2015)

Diese Veranstaltung wurde von ein paar sehr ganz netten Japanerinnen organisiert. Sie hatten uns mit viel Geduld gezeigt, wie man Figuren aus Papier faltet. Es war jedenfalls ein sehr lustiger und entspannter Nachmittag. Zum Schluss gab es dann noch Kuchen und Tee. Was natürlich nicht fehlen darf sind die Fotos die meistens am Ende gemacht werden 😀

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Meine gefalteten Werke

Snowboard Ausflug (28.02.2015)

Ich hatte die Möglichkeit durch das Studenten Wohnheim einen Ausflug in die Berge zu machen. Wir mussten uns vorher festlegen ob wir mit einem Snowboard oder mit den Ski fahren wollen. Ich hatte mich für das Snowboard entschieden und war mit der Entscheidung ganz zu frieden. Auch wenn ich mehr im Schnee lag als auf dem Board zu stehen ^^ An dem Tag sind wir sehr früh losgefahren, da wir auch 2 1/2 Stunden unterwegs waren. Der Ort hieß Hachikogen und so viel Schnee hatte ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Bevor wir uns auf die Bretter machten, gab es erst einmal Mittagessen und danach hat jeder seine Ausrüstung bekommen. Ich hatte für alles ca. 15 Euro bezahlt (2000 Yen), also das war extrem günstig 🙂

Okinawa Teil 4- Shurijo Burg & Tama-U-Dun

Mein letzter Tag in Okinawa war etwas entspannter als die anderen. Nur das Wetter hatte mir einen Strich durch Rechnung gemacht, da es die meiste Zeit des Tages (30.01.2015) geregnet hatte. Ich bin dann wieder mit den Bus Nummer 99 nach Naha gefahren um mir die Shurijo Burg und das königliche Mausoleum Tama-U-Dun anzusehen. Angekommen am Naha Busterminal durfte diesmal noch ein anderes Verkehrsmittel nutzen, als immer nur den Bus ^^ Ich bin an diesem Tag mit der Monorail Bahn zur Endstation Shuri gefahren und konnte mir die Hauptstadt Okinawas noch aus einer anderen Perspektive anschauen.

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Monorail Bahn

Von der Shuri Station musst ich gerade mal 10 min. laufen um die Burg zu erreichen. Zuerst bin ich durch den Park gelaufen in dem sich die Burg befindet und das regnerische Wetter hat dazu beigetragen  das nicht so viele Menschen unterwegs waren.

Um in die Burg reinzukommen musste ich mir natürlich noch eine Eintrittskarte kaufen, die beinhaltete nicht nur die Besichtigung der Burg, sondern auch ein Museum. Ich war dann ganz froh das ich mich im Gebäude befand, weil das Wetter zu diesem Zeitpunkt immer ungemütlicher wurde (Es war definitiv ein Museumstag 🙂 )

Hier sind noch ein paar Fakten über die Burg:  Erbaut wurde die Burg unter Shunbaijunki. Aber die Burg wurde erst unter Sho Hashi zum Regierungssitz vom vereinigten Königreich Ryūkyū. Davor wurde Okinawa hauptsächlich von lokalen Fürsten regiert und es war in drei Königreiche unterteilt  (Hokuzan, Nanzan und Chūzan). Im zweiten Weltkrieg wurde auch dieses historische Gebäude zerstört und erst später wieder restauriert und aufgebaut.  

Die Burg sah schon ziemlich beeindruckend aus und hebt sich von anderen Japanischen Sehenswürdigkeiten sehr ab, besonders die Farben und die Architektur hatten es mir angetan 😀

Bilder Shurijo Burg

   Mausoleum Tama-U-Dun

Die letzte Station des Tages war das Mausoleum, es war jetzt nicht wirklich groß. Ich fand das Design der Urnen sehr interessant und außergewöhnlich 🙂

Nach dieser Besichtigung, hatte ich mich auf den Rückweg gemacht zum Hotel und hatte mich noch etwas entspannt. Außerdem musste ich auch schon wieder packen da am Samstag (31.01.2015) mein Rückflug nach Kobe war.