Die erste Nacht nach dem Einzug in das Studentenwohnheim fühlte sich noch etwas seltsam an, da die neue Umgebung sich noch nicht vertraut anfühlte. Zudem war Ausschlafen an diesem Tag (14.09.2014) nicht möglich, da ich mich am Vortag für einen Ausflug nach Nara anmeldete. Für den Ausflug bezahlte ich einen kleinen Obolus. Besonders am Anfang finde ich diese Ausflüge oder Veranstaltung wichtig, da ich noch keinen Anschluss in der kurzen Zeit gefunden habe.
Der Tag startete mit einem wolkenlosen Himmel. Perfekt für einen Ausflug, nur die Temperatur hätte etwas kühler sein können. Fühlte sich wie 35 C° an. Für solche Temperaturen sollte man sich mit einer Kopfbedeckung und einer Sonnenbrille schützen. Leider vergaß ich diese Utensilien auf meinem Zimmer.
Treffpunkt war 8:15 Uhr in der Lobby. Pünktlichkeit ist bei Japanern wichtig, deshalb sollte man immer ein paar Minuten vorher am Treffpunkt sein. Als alle sich in der Lobby eingefunden haben, sind wir zusammen zum Bus gelaufen und um 8:30 Uhr fuhr der Bus nach Nara ab. Wir brauchten ca. 2 Stunden von Kobe bis Nara. Im Bus gab es eine große Vorstellungsrunde. Noch mehr Namen die ich mir merken muss. Schon bei der Anreise waren es zu viele neue Namen. Mal schauen, ob ich mir die Namen alle merken kann.
Der Ausflug war gut organisiert und es gab viel zu sehen. Es war dennoch etwas anstrengend, da ich mich gehetzt fühlte. Bei unserem ersten Ziel hatten wir Touristen Guides. Hierfür wurden wir in Gruppen eingeteilt und dem jeweiligen Guide zugewiesen. Die Guides sind ältere Japaner mit guten Englischkenntnissen und sind ziemlich schnell unterwegs. Dadurch wird einem viel gezeigt und erklärt, aber es geht auch einiges an Informationen und Details verloren, wenn man zu schnell durchrauscht.
Damit der Artikel nicht zu lang wird, gibt es jetzt einige Bilder 😀
Das erstes Ziel war an diesem Tag der Horyu-ji (http://de.wikipedia.org/wiki/Hōryū-ji):




Das nächste Ziel, dass wir angesteuert hatten, war das Mittagessen. Einige Speisen waren wirklich gut, besonders die auf der rechten Seite. Die auf der linken Seite hatte ich probiert, aber es hat mir nicht wirklich geschmeckt.


Das dritte Ziel, war der Toda-ji Tempel (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Tōdai-ji). Für mich einer schönsten und interessantesten Gebäude in Nara. Besonders die große Buddha-Statue ist beeindruckend.






Das letzte Ziel an diesem Tag war der Nigatsu-do (Link: http://en.wikipedia.org/wiki/Nigatsu-dō). Wir waren gegen 16 Uhr schon ziemliche fertig. Ein Grund war das frühe aufstehen und der andere Grund war die Hitze.



Ein besonderes Highlight sind die umherlaufenden heiligen Rehe/Hirsche in Nara. Die Tiere kann man mit speziellen Keksen füttern, die man für wenig Geld kaufen kann. Da die Tiere auf den Menschen fixiert sind, sollte man auf seine Habseligkeiten aufpassen. Sie fressen alles, was sie finden, leider auch Dinge, die sie besser nicht fressen sollten z.B. Papier. Es gibt auch Warnschilder, die zeigen, worauf man achten sollte.


Nach dem letzten Sightseeing Punkt sind wir wieder in den Bus gestiegen und ins Wohnheim gefahren. Unsere Betreuer hatten noch eine kleine Überraschung für den Abschluss des Tages. Sie haben für uns Nabe gekocht. Nabe ist ein japanischer Eintopf. Die Zutaten werden immer wieder aufgefüllt und jeder kann sich dann direkt am Topf bedienen. Bei so einer großen Menge an Leuten war das leider nicht möglich, deshalb hat jeder seine Schüssel mit Suppe erhalten. Es war ein sehr schöner Tag! Dennoch war ich glücklich, als der Tag sein Ende fand, da ich doch ziemlich müde war. Die Anreise mit der Zeitverschiebung lag mir doch noch in den Knochen.