Ankunft in der neuen Heimat

Jetzt geht das Auslandsjahr los! Bevor ich aber in das Flugzeug steigen kann, mussten die Koffer gepackt werden. Das stellte sich als Herausforderung dar, weil ich nicht nur für ein paar Wochen verreise, sondern für über zehn Monate. Die Herausforderung habe ich ganz gut gemeistert, da ich mir noch einen weiteren Koffer bei der Fluggesellschaft „Finnair“ hinzugebucht habe. Ich bin also mit zwei Koffern, einem Rucksack und einer Umhängetasche in das Abenteuer „Japan“ gestartet.

Mein Vater hat sich angeboten, mich mit dem Auto zum Flughafen Tegel zu fahren, das habe ich dankend angenommen. Damit habe ich mir eine Odyssee mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren erspart, da es keine gute Anbindung zum Flughafen Tegel gibt. Bevor ich in das Flugzeug gestiegen bin, hatten zwei Freunde noch Überraschung für mich. Ich war zwar schon im Gate drin, aber die Freundin arbeitet zum Zeitpunkt am Flughafen und konnte mir das gemeinsame Geschenk überreichen. Über das Geschenk habe ich mich sehr gefreut, es beinhaltete einer Berlinkarte mit einem Text und einen Anhänger. Dann ging es wirklich los, mein vierzehnstündiger Flug von Tegel nach Helsinki und dann weiter nach Osaka. Glücklich bin ich darüber, dass der Flug schnell vorbeiging, da ich keine Idee mehr hatte, wie ich noch einigermaßen bequem in den Sitzen schlafen und sitzen könnte. Das mit dem Schlafen stellte sich generell als herausfordernd heraus, da ich wahrscheinlich nur ca. zweieinhalb Stunden geschlafen habe.

Nach der Landung wurden erst einmal alle wichtigen Visa relevanten Sachen geklärt. Also das bedeutet, ein Foto wurde von mir gemacht und Fingerabdrücke wurde auch noch von mir genommen. Außerdem habe ich gleich bei der Einreise meine „Residence Card“ erhalten, damit muss ich dann zum Bürgeramt, um mich dort zu registrieren. Die ganze Prozedur ging sehr schnell vorbei. An der Gepäckausgabe kamen meine Koffer alle an und somit konnte zu meiner letzten Station im Flughafen Osaka gehen, dem Zoll. Hier habe ich meine „Yakkan Shoumei“ vorgelegt, da ich Medikamente für ein Jahr mit mir führte. Das „Yakkan Shoumei“ sollte unbedingt vor einem längeren Aufenthalt in Japan beantragt werden, da es sonst zu Problemen mit dem Zoll kommen kann.

Als ich dann mit allen Einreise- und Zollformalien fertig war, erwartete mich am Ausgang ein Mitarbeiter der „Kwansei Gakuin University“. Dieser begrüßte mich ganz herzlich und hat mich zuerst zu einem Sammelpunkt im Flughafen gebracht. Hier warteten noch weitere Austauschstudenten. Wir sind dann alle zusammen mit unserem ganzen Gepäck zu einem für uns reservierten Bus gelaufen. Der Bus brachte uns dann zu unserem Hotel, dem „Kansai Washington Hotel“. Die Zimmer konnten wir noch nicht beziehen, da es noch zu früh war. Die Check-In Zeit bei diesem Hotel war gegen 14:00 Uhr. Da schon weitere Austauschstudenten vor unserer Ankunft im Hotel waren, hat man erst mal Small Talk betrieben und sich kennengelernt. Ich bin dann zusammen mit einigen Austauschstudenten in ein Café gegangen, hier haben wir etwas Zeit miteinander verbracht. Ich war dennoch sehr müde und wollte nur noch eine Dusche und etwas Schlafen. Mir ist zu diesem Zeitpunkt auch die Umstellung von Deutsch auf Englisch schwergefallen.

Um 14:00 Uhr ging es dann endlich auf mein Hotelzimmer. Ich war zu aller erst duschen und habe ein bisschen geschlafen, danach kam dann auch meine Mitbewohnerin aus den USA an. Wir haben etwas miteinander geredet und uns danach noch etwas ausgeruht. Zum Abend hin bin ich mit einem Indonesier essen gegangen und mit ein paar anderen Austauschstudenten zum Fluss gegangen, um den ersten Tag ausklingen zu lassen.

Der erste Tag ist sehr gut verlaufen, alles hat reibungslos funktioniert 😀 Zu dem habe ich in wenigen Stunden so viele unterschiedliche Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt. Der nächste Tag soll um 8:15 Uhr starten, nämlich mit einer Einführung und den Bustransport zu unseren Unterkünften. Manche sind einem Wohnheim untergebracht und andere Leben bei einer Gastfamilie.

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